Seat Altea 2.0 TDI

Seat bellt

Foto: Uli Jooß

Mit Dynamik und attraktiver Optik will der neue Altea die streng nutzwertigen Van-Konkurrenten angehen. Und dass der Seat Altea unter dem Blech ein naher Verwandter des VW Touran ist, sieht man ihm nirgends an. Fasten seat belt, please.

Wow!! Das ist das Mindeste, was der erste Anblick des neuen Altea an verbaler Zustimmung hervorbringt. Ersatzweise rutscht auch mal ein Yeah raus. Und beim Entern des Cockpits ist sogar ein Booaaah-ey drin. Nicht schlecht für ein Auto, das weder sündhaft teuer noch höllisch schnell ist – und besonders für eine Marke, die ihre Fans bislang eher in der Geiz-istgeil- Fraktion hatte. Erstes Ziel erreicht also, denn den Modellen der spanischen VW-Tochter fehlte es vielleicht nicht an inneren, aber oft an äußeren Werten. „Auto emoción“ war kaum mehr als ein schöner Slogan, die schönen Autos mit südländisch-feurigem Flair bauten andere Marken.

Doch damit ist jetzt Schluss: Obwohl die Technik-Komponenten weiterhin aus dem Konzern kommen, soll es fade, baugleiche Dubletten wie Arosa (VW Lupo) oder Alhambra (Sharan) nie mehr geben. Dass der Altea unter dem Blech ein naher Verwandter des VW Touran ist, sieht man ihm jedenfalls nirgends an. Seine Optik preist eher den Reiz der Verführung als den Segen der Vernunft, pralle Rundungen und kess geschwungene Linien verbinden sich zu einer beinahe coupéhaften Erscheinung. Klar: Scheitelmaß, One-Box-Design und gehobene Sitzposition sagen Van, aber die wachsamen Luchsaugen und der gierige Schlund sprechen eine andere, sinnliche Sprache. Auch der kürzere, vom Golf übernommene Radstand (2,58 Meter) und die insgesamt knapperen Abmessungen machen deutlich, dass der Seat nicht als Nutzfahrzeug Eindruck schinden will. Eine dritte Sitzreihe stand nie zur Diskussion, und in punkto Flexibilität bietet er kaum mehr als gängige Kleinwagen.

Mit bescheidenen 409 bis 1320 Liter Volumen kann sein Ladeabteil anderen Kompaktvans nicht das Wasser reichen, wirklich grosszügig ist allein die Zuladung bemessen (538 Kilogramm). Doch wer nicht ständig Sperrgut, sondern nur mal Kinder, Wochenendeinkauf oder Urlaubsgepäck spedieren muss, kommt mit dem Platzangebot gut zurecht.

Vor- und Nachteile

Karosserie
  • viel Platz für die Insassen hohe Funktionalität saubere Verarbeitung
  • schlechte Rundumsicht wenig Variationsmöglichkeiten
Fahrkomfort
  • straffe, gut abgestimmte Federung bequeme Vordersitze mit Seitenhalt
  • kerniges Motorgeräusch stößig bei hoher Zuladung
Antrieb
  • kräftiger Durchzug gute Fahleistungen niedriger Verbrauch exaktes, leicht schaltbares Getriebe
Fahreigenschaften
  • sicheres Kurvenverhalten agiles Handling stoßfreie, präzise Lenkung mit gutem Fahrbahnkontakt
Sicherheit
  • gute Sicherheitsausstattung wirksame, standfeste Bremsen ESP serienmäßig
Umwelt
  • schadstoffarm nach Euro 4
  • kein Rußpartikelfilter lieferbar
Kosten
  • günstiger Kaufpreis lange Wartungsintervalle
  • keine Drei-Jahres-Garantie

Fazit

Mit begrenzter Flexibilität und Staukapazität, aber sportlich-agilen Fahreigenschaften ist der Altea eine gelungene Mixtur aus Kompaktwagen und –van. Weitere Vorzüge: günstiger Preis, viel Innenraum und der starke, sparsame Motor.

Übersicht: Seat Altea 2.0 TDI
Technische Daten
Seat Altea 2.0 TDI Stylance
Grundpreis 23.090 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4280 x 1768 x 1568 mm
KofferraumvolumenVDA 409 bis 1320 l
Hubraum / Motor 1968 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 103 kW / 140 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 201 km/h
0-100 km/h 9,8 s
Verbrauch 5,9 l/100 km
Testverbrauch 8,3 l/100 km
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