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Multimedia-Test

USB-Verbindungen für iPod und Co. im Auto

Die Hersteller setzen im Auto zum Anschluss von Apple iPod und anderen MP3-Playern immer mehr auf die USB-Verbindung. Damit soll die Steuerung der Abspielgeräte über das Bedienfeld der Audioanlage möglich sein. Sechs Modelle müssen beweisen, wie gut das funktioniert.

Die Entwicklung im Bereich Multimedia überrollte quasi die Autoindustrie. Mit dem Verkaufserfolg der smarten MP3-Player vor wenigen Jahren - allen voran mit dem Apple iPod - hatte die Branche nicht gerechnet. Noch viel weniger damit, dass die Kunden verstärkt nach Integrationsmöglichkeiten im Auto fragten. Lange konnten die Hersteller nur mit den Achseln zucken. Das hat sich allerdings geändert, denn inzwischen bieten sie immer intelligentere Anschlusslösungen. Das Augenmerk liegt derzeit auf der USB-Anbindung.

USB - der neue Standard im Fahrzeug?

Einige Marken offerieren diese Variante bereits, andere wollen bald die Schnittstelle im Auto ermöglichen. Somit schickt sich USB an, zum Standard im Fahrzeug zu werden. Grund genug für auto motor und sport, sechs Modelle mit dieser Ausstattung einem Test zu unterziehen. Die Anbindungsoptionen im BMW 1er, Fiat 500, Kia Soul, Mini, Opel Insignia und VW Polo müssen zeigen, ob sie besser sind als der bisherige Anschluss-Standard über die AUX-Buchse. Diese findet sich serienmäßig bei vielen Audioanlagen der Hersteller, selbst bei den sechs Testkandidaten gehört sie neben dem USB-Anschluss noch zum Umfang.

MP3-Player kann über das Radio bedient werden

Von dieser Variante dürfen Autofahrer allerdings nicht zu viel erwarten, die Steuerung der kleinen Abspielgeräte über die Audioanlage ist sehr eingeschränkt. Mehr als die Lautstärkeregelung ermöglicht die Verbindung über die AUX-Buchse nicht. Wie der Test zeigt, ist die USB-Variante überlegen. Mit ihr lässt sich über das Radio-Bedienfeld bei den sechs Autos bequem auf die verschiedenen Musikordner des MP3-Players zugreifen. Nebenbei lädt das Zwölf-Volt-Bordnetz die Batterie des Abspielgerätes, und es werden obendrein noch Informationen zu Song und Interpret übermittelt.

Die Verbindung funktioniert nicht bei allen Test-Autos gleich

Das größte Plus von USB ist jedoch die Anschlussvielfalt, auch die Anbindung von USB-Sticks ans Radio ist möglich. Somit müssen Kunden nicht extra ein kleines Abspielgerät kaufen. Die Sticks sind günstiger, im Handel werden Ausführungen mit einem Gigabyte Speicherkapazität bereits ab zwei Euro angeboten. Das schafft Platz für rund 250 Lieder im MP3-Format. Negativ ist dagegen, dass die Verbindung über USB nicht bei allen sechs Testwagen gleich gut klappt. Bereits die Integration der Speichermedien sorgt für Probleme: Während MP3-Player und Sticks schnell anzuschließen sind, ist für iPod und iPhone oft ein spezielles Kabel aus dem Zubehör oder sogar eine Geräte-Konfiguration nötig.

Preise für den USB-Anschluss variierten von Hersteller zu Hersteller

Weitere Probleme treten bei der Menü-Struktur der MP3-Player auf. Sie kann ebenfalls die perfekte Integration der Abspielgeräte erschweren. Die Anlagen im Opel Insignia (der Opel Insignia im Test) und im Kia Soul erkennen die Musiklisten nicht bei allen Speichermedien fehlerfrei, Unter- und Überordner werden unsortiert auf dem Display dargestellt. Dies lässt sich beheben, indem man neue Playlists ohne umständliche Ordnerhierarchie erstellt. Bei BMW und Mini sorgt das System nicht dafür, dass die Musikliste am Ende automatisch zur nächsten springt - wie sonst üblich bei MP3-Playern. Unterschiedlich sind auch die Preise. Manche Marken bieten USB serienmäßig an, andere sehen es als Zubehör. Je nach Hersteller und Ausstattung sind zwischen 170 und 1.500 Euro fällig. Beim Mini zum Beispiel gehört noch die Bluetooth-Freisprecheinrichtung zum Paket von 420 Euro - in Verbindung mit dem iPhone ist das auf jeden Fall eine lohnende Investition.

USB-Radios zum Nachrüsten sind billiger und oft besser

Während der MP3-Player im Handy über USB mit den Autoradio verbunden ist, kann das Mobiltelefon drahtlos mit der Freisprechanlage gekoppelt werden. Dennoch: Ein Schnäppchen ist USB bei den Herstellern nicht. Günstiger geht es auf dem Nachrüstmarkt. USB-Radios etwa werden schon ab 100 Euro angeboten. In Sachen Leistung können sie mit den Angeboten der Autobauer oftmals problemlos Schritt halten.

Herstellerpreise für den USB-Anschluss

Hersteller Preis in Euro
Alfa Romeo 280,– bis 350,–
Audi 205,– bis 245,–
Citroën 189,– bis 290,–
Ford 375,– bis 1386,–
Mazda 135,– bis 184,–
Mercedes 238,–
Peugeot 189,–
Renault 150,– bis 2300,–
Seat 135,– bis 500,–
Skoda 160,– bis 172,–
Toyota 170,– bis 2650,–
Volkswagen 170,– bis 305,–
Volvo 480,– bis 2100,–

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Den USB-Anschluss im Insignia gibt es nur mit dem Navigationssystem. Somit sind 1.100 beziehungsweise 1.500 Euro fällig, was jedoch nur für die Ausstattungsvariante Selection gilt. Ab Edition ist die Navi-Einheit Serie und somit auch die Multimediabuchse, die USB-Sticks, MP3-Player und Produkte von Apple erkennt. Am besten gelingt ihr das beim iPod und iPhone. Mit dem Ladekabel beider Geräte lässt sich die interne Playlist-Struktur auf das Display im Auto übertragen, die Steuerung funktioniert entweder über die Radio- und Lenkradtasten oder den Multifunktionsknopf in der Mittelkonsole. Völlig reibungslos läuft das nicht bei allen MP3- Playern ab. Bei manchen kann es zu Integrationsproblemen kommen, indem Unter- und Überordner unsortiert übertragen werden.

Preis: ab 1.100 Euro

Für 170 Euro gibt es den USB-Anschluss Media-IN im Polo-Programm. Er versteckt sich im Handschuhfach und ermöglicht einen schnellen Anschluss von MP3-Playern, USB-Sticks sowie dem Apple iPod. Allerdings lässt sich die Multimediabuchse nicht mit allen VW-Autoradios kombinieren, und zum Anschluss des iPod ist ein zusätzliches Kabel für rund 30 Euro nötig. Das sind die negativen Seiten. Ansonsten überzeugt Media-IN, indem es die Ordnerstrukturen der Steckmedien erkennt und auch Song- und Interpreten- Infos problemlos übermittelt. Die Steuerung ist ebenfalls einfach, die Musiklisten der Abspielgeräte sind über das Radiobedienfeld leicht zu verwalten. Vor allem beim Navisystem gestaltet sich die Eingabe über den Touchscreen problemlos.

Preis: ab 170 Euro

Ab 300 Euro gibt es den USB-Port im 1er-Programm. Damit lassen sich ebenfalls Sticks, MP3-Player oder auch Apple-Geräte mit der Werksanlage koppeln. Die Steuerung kann der Fahrer je nach Ausstattung über das Radiobedienfeld, den i-Drive-Controller oder die Lenkradfernbedienung vornehmen. Das funktioniert ohne Schwierigkeiten, allerdings muss man sich zum Teil durch einige Untermenüs schlagen, um ans Ziel zu gelangen. Die Playlist-Struktur der Abspielgeräte übernimmt die Ausstattung dagegen problemlos, jedoch springen die Listen am Ende nicht automatisch zur nächsten. Song- und Interpreten- Infos werden voll unterstützt. Unverständlich: Zum Anschluss von iPod und iPhone ist ein separates Verbindungskabel nötig ist. Kostenpunkt: rund 50 Euro.

Preis: ab 300 Euro

Beim Fiat 500 ist es wie beim Opel Insignia: Ausgenommen von der Basisversion (Aufpreis: 450 Euro) verfügen alle Ausführungen über den USB-Anschluss. Er findet sich in der Blue & Me-Ausstattung zusammen mit der Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Sticks, MP3-Player sowie die Apple-Vertreter lassen sich mit der Audioanlage im Auto verbinden. Allerdings ist die iPod- und iPhone-Abindung problematisch - die Koppelung geht oft nur mit einer speziellen Konfiguration der Geräte. Kritik verdient auch die fummelige Bedienung über die Lenkradtasten. Sie ist teilweise umständlich, das Display im Cockpit zu klein. Ansonsten arbeitet die Anbindung reibungslos: Die Playlist-Struktur des Abspielgerätes wird genauso problemlos übernommen wie die Infos zu Song und Interpret.

Preis: ab 450 Euro

Kia verlangt keinen Aufpreis für Audioanlage und USB-Anschluss. Selbst in der Basisversion ist die Multimediabuchse vorzufinden. Jedoch fehlt das spezielle Kabel für iPod und iPhone. In dieser Ausstattung lassen sich nur Sticks und MP3-Player mit dem System verbinden. Wer die nächsthöhere Ausstattung namens Attract wählt, erhält das spezifische Apple-Kabel. Das System erkennt schnell die Steckmedien, und die Verwaltung der Musikordner funktioniert über das Bedienfeld der Werksanlage oder der Lenkradfernbedienung (ab Ausstattung Vision). Allerdings ist die Steuerung über das Radio fummelig. Zudem übernimmt die Anlage die Playlist-Struktur aus dem MP3-Spieler nicht komplett. Auch die Infos zu Song und Interpret werden zum Teil nicht richtig dargestellt.

Preis: Austattung serie

Auch beim Mini gibt es USB nicht ohne Zugabe. Wer den Anschluss ordert, erhält noch eine Bluetooth-Freisprechanlage. Preis: 420 Euro. Viel Geld für ein System, das den Kniefall vor dem USB-Port verlangt. Er kann sich wie im Testwagen unter dem Cockpit befinden, was Arbeit bedeutet, um Stick, MP3- Player und Apple-Produkte anzuschließen - falls man das notwendige iPod-Kabel hat. Für 199 Euro existiert im Zubehör eine spezielle Apple-Anbindung. Sie soll ebenfalls die Steuerung über das Radio ermöglichen. Beim USB-Port funktioniert das ordentlich: Playlist- Strukturen werden übernommen, aber die Listen springen am Ende nicht automatisch zur nächsten. Auch stört die fummelige Bedienung über das Radio. Song- und Interpreten- Infos werden dagegen unterstützt.

Preis: ab 420 Euro

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