Sommerreifen-Test der Größe 225/40 R18

Von zehn Reifen macht einer schlapp

Sommerreifen-Test, Mercedes A 250, Testaufbau Foto: Achim Hartmann 21 Bilder

Der nächste Sommer kommt bestimmt – und damit auch die Zeit, um auf Sommerreifen zu wechseln. Welche Stärken und Schwächen die zehn aktuellsten High-Performance-Reifen in der Dimension 225/40 R18 zu bieten haben, zeigt unser Reifentest mit einem Mercedes A 250.

Schlappe sechs Punkte zwischen dem Erstplatzierten und dem Dritten beim Sommerreifentest 2013 im Format 225/40 R18. (Zum aktuellen Sommerreifen-Test von auto motor und sport mit elf Reifen der Größe 205/55 R 16) Danach geht‘s sogar in Einzelschritten dahin. Angesichts einer derartigen Leistungsdichte scheinen Reifentests im High-Performance-Sektor einer Sisyphusarbeit zu gleichen. Dabei ist es gerade eben die Entdeckungsreise in die Tiefen der Details, die aufwendige Herleitung des Gesamtergebnisses, die jene Tests so spannend machen.

Sommerreifen-Test mit 18 Zöller im Format 225/40 

An der Spitze sind es eben die Feinheiten, die das Salz in der Suppe sind, über nur gut oder doch top entscheiden. Im Motorsport ist eine halbe Sekunde pro Runde mittlerweile eine Welt. Im aktuellen Sommerreifen-Test mit 18-Zöller der Dimension 225/40, der auf einem Mercedes A 250 gefahren wurde, liegen zwischen dem Schnellsten (Vredestein) und dem vermeintlich Langsamsten (Falken) beim Trockenhandling letztlich über zwei Sekunden pro Runde.

Wie, Sie gehen nicht täglich auf die Rennstrecke ...? Nun gut, aber auch abseits einer am Limit gezirkelten Runde auf abgesperrter Strecke gibt‘s Extreme, bei denen Nuancen eine entscheidende Rolle spielen: beim Bremsen in Notsituationen etwa oder bei plötzlich auftretendem Aquaplaning. Im alltäglichen Gebrauch funktionieren alle zehn hier angetretenen Sommerreifen fraglos einwandfrei, aber im Falle eines Falles – und dann herrscht eben immer eine Grenzbereichsituation – ist jeder noch so kleine Vorteil entscheidend.

Bester Sommerreifen auf Nässe

Zurück zur Sommerreifentest-Kriterium Vollbremsung auf Nässe, bei der sich der auf trockener Bahn noch so fixe Vredestein eine Strecke von 47 Metern gönnt, um aus 100 km/h zum Stillstand zu kommen. Der Falken braucht sogar noch knapp einen Meter mehr. Dabei lässt es das gut sortierte Mittelfeld bei respektablen 42 bis 43 Metern bewenden. Der Goodyear und der Pirelli stoppen noch etwas besser. Und der Conti bringt die Mercedes A-Klasse sogar nach unglaublichen 40,4 Meter zum Stehen.
 
Danach biegt die scheinbar so hervorragend harmonierende Kombination ab auf die 1,7 Kilometer lange Nasshandlingstrecke und vollführt neben dem überzeugenden Bremsgrip auch noch eine vorzügliche Traktion. Dazu gesellen sich hohe Seitenführungskräfte, eine präzise Lenkung sowie ein sehr ausgewogenes Fahrverhalten. Am Ende heißt es: Gegen den Conti im Format 225/40 R18 kommt bei Nässe keiner an. Er markiert die Bestzeit und in Summe 98 Punkte.

Spezialisten haben keine Chance

Doch exakt dieses Spezialistentum wird dem SportContact 5 bei den Reifentests auf trockener Fahrbahn zum Verhängnis. Auch auf diesem Terrain ist der Sommerreifen zwar der Typ für die eine schnelle Runde, bietet ein lineares, direktes Lenkgefühl, bleibt dem Untersteuern weitestgehend fern. Je mehr Runden man den 18-Zöllern im Format 225/40 jedoch zumutet, desto extremer lässt das Können dann auch nach – am Ende fast schon bis zur Selbstaufgabe.
 
Der Vredestein zäumt das Pferd andersherum auf: Bei Trockenheit ist der Ultrac Vorti durchaus sportlich, verlässlich, langlebig. Bei Nässe hingegen fehlt es dem Sommerreifen an Präzision und definiertem Fahrverhalten. Auch diese relativ einseitige Ausrichtung reicht am Ende des Sommerreifentests für eine Topplatzierung nicht aus. Nur der Falken schlägt sich noch schlechter, weil er bei Trockenheit nicht das Niveau erreicht, um seine Schwächen bei Nässe zumindest etwas auszumerzen.
 
Beim neuen Nokian Z Line im Format 225/40 R18 hingegen ist dies der Fall. Die finnische Konstruktion ist bei Nässe nicht ganz vorne mit dabei, beim Handling zwar schnell, aber durch die Lastwechselreaktionen nicht ganz einfach zu bewegen. Die Bremswerte liegen auch etwas unter dem Durchschnitt. Bei Trockenheit jedoch weiß der Z Line dann deutlich besser zu gefallen. Auf dem Handlingkurs präsentiert sich des Sommerreifen leichtfüßig, agil, neutral und mit einer sehr guten Rundenzeit. Bei zehn Runden am Limit bleibt er relativ cool, ähnlich wie die Temperaturen in seinem nordischen Herkunftsland.

Bester Sommerreifen hat Allroundtalente

Um am Ende allerdings jene Punkte zu ergattern, die für einen Platz unter den top Drei beim Sommerreifentest im Format 225/40 R18 entscheiden, sind ausgeprägtere Allroundtalente gefragt. Der Pirelli P Zero scheint ein Kandidat dafür zu sein. Mit guten, ausgewogenen Leistungen schneidet er bei den Nässetests auf Rang vier ab. Im Handling glänz der Italiener mit einem hohen Gripniveau sowie einem exakten Einlenkverhalten. Allerdings tendiert die Mercedes A Klasse mit dem P Zero dann auch dazu, Lastwechselreaktionen zackiger, für den Fahrer etwas anspruchsvoller vorzutragen. Trotzdem bleiben am Ende 83 von 100 Punkten auf der Habenseite. Bei Trockenheit kommen jedoch lediglich 130 dazu. Empfehlenswert ist der P Zero dennoch. Ebenso wie der Hankook Ventus S 1 Evo 2, der beim Nassbremsen etwas Federn lässt, auf trockener Strecke hingegen durchaus mit Sportlichkeit und Präzision zu überzeugen weiß.
 
Sehr empfehlenswert gilt für den Goodyear Eagle F 1 Asymetric 2, der sich trotz des sperrigen Namens handlich und leichtfüßig bewegt. Bei Trockenheit gibt sich der Michelin Pilot Sport noch jene Spur schärfer, direkter und sportlicher, was letztlich Rang zwei bedeutet. Platz eins gebührt am Ende aller Testreihen der Pneus im Format 225/40 R18 dem Dunlop SportMaxx RT. Der Sommerreifen vollbringt bei Trockenheit sehr gute Bremsleistungen, findet den Mittelweg zwischen sportlichem, ausgewogenem und sicherem Fahrverhalten. Und er lässt sich auch von zehn schnellen Runden in Folge am wenigsten beeindrucken, was eben jene entscheidenden Pünktchen bringt. Denn im High-Performance-Bereich ist die Luft an der Spitze extrem dünn – was mit viel Akribie einmal mehr zu beweisen war.

Alles weitere über Reifen erfahren Sie auf unserer Themenseite.

Sommerreifen Testergebnis 2013

Sommerreifen im Format 225/40 R18 sport auto-Bewertung
Dunlop Sport Maxx RT Sehr empfehlenswert
Michelin Pilot Sport 3 Sehr empfehlenswert
Goodyear Eagle F1 Asym.2 Sehr empfehlenswert
Continental SportContact 5 Empfehlenswert
Nokain Z Line Empfehlenswert
Hankook Ventus S1 Evo2 Empfehlenswert
Pirelli P Zero Empfehlenswert
Bridgestone Potenza S 001 Empfehlenswert
Vredestein Ultrac Vorti Empfehlenswert
Falken Azenis FK 453 Bedingt Empfehlenswert

Fazit:
Der Dunlop SportMaxx RT gehört zwar nicht zu den absolut schnellsten, aber zu den ausgewogendsten Reifen im Test. Er bietet auf Nässe sowie auf Trockenheit eine relativ hohe Lenkpräzision, fällt im Grenzbereich zu keiner Zeit mit hektischen Reaktionen auf. Seine sachte vorgetragenen Lastwechsel nähren die Agilität. Bei Trockenheit bremst der SportMaxx RT im Format 225/40 R18 exzellent. Und sein großes Plus: Auch nach der zehnten schnellen Runde fallen die Zeit und die Präzision fast nicht ab.

So wird beim Sommerreifentest der Größe 225/40 R18 bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

Fazit:
Vor allem die hohe Präzision prädestiniert den Michelin Pilot Sport 3, um einen Abstecher auf die Rennstrecke zu wagen. Bei der Rundenzeit auf trockener Piste gehört der Franzose zu den besten, bietet ein hohes Gripniveau und bleibt auch in schnellen Kurven sehr stabil. Die Verzögerungsleistung ist auf höchstem Niveau. Bei Nässe ist das Lenkgefühl immer noch exzellent, allerdings fehlt es zur Spitze dann etwas an Grip. Das Fahrverhalten bleibt dennoch frei von Tücken.

So wird beim Sommerreifentest der Größe 225/40 R18 bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

Fazit:
Mit einem prima Aquaplaningverhalten, sehr guten Bremswerten und einer hervorragenden Rundenzeit zeigt sich der Goodyear auf Nässe extrem stark. Auch bei trockener Strecke ist der Eagle F1 Asymetric 2 vorne mit dabei. Tendenziell wirkt er in der Lenkung etwas softer und tendiert im Grenzbereich etwas früher zum Untersteuern. Diese Eigenschaften nehmen bei der Dauerbelastung zu. Dafür sind seine Bremsleistungen auf höchstem Niveau.

So wird beim Sommerreifentest der Größe 225/40 R18 bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

Fazit:
Bei nassen Straßenbedingungen ist der Continental SportContact 5 eine Wucht. In nahezu allen Testkriterien markiert er die Spitze, bleibt im Grenzbereich verlässlich, verzögert top und bietet ein hervorragendes Gripniveau. Auch bei Trockenheit ist der Conti im Format 225/40 R18 agil und schnell - jedoch nicht lange. Längere Rennstreckenausflüge enden mit signifikant langsameren Rundenzeiten und teilweise sogar mit Ausbrüchen im Profil. Der Conti-Sommerreifen taugt mehr für den sportlichen Alltag.

So wird beim Sommerreifentest der Größe 225/40 R18 bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

Fazit:
Auf den trockenen Teststrecken schneidet der Nokian Z Line als zweitbester im Sommerreifentest ab. Der Finne ist schnell, angemessen präzise was das Lenkgefühl betrifft, Lastwechsel kommen spät und sachte. Der Dauerbelastung hält der Nokian gut stand. Beim Handling auf Nässe ist der 18-Zöller im Format 225/40 schnell, mit einem prima Grip an der Vorderachse. Lastwechselreaktionen kommen spät, aber dann relativzackig. Das Aquaplaning-und Nassbremsverhalten ist nicht optimal.

So wird beim Sommerreifentest der Größe 225/40 R18 bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

Fazit:
Mit dem neuen Ventus S1 Evo 2 spielt Hankook bei Trockenheit im Testumfeld vorne mit. Der Koreaner bietet eine hervorragende Lenkpräzision sowie ein sehr agiles Fahrverhalten mit ganz sachten Ansätzen zum Untersteuern. Auch bei Nässe bleibt das Fahrverhalten sicher und dennoch sportlich, weil durch die sehr sanften Lastwechselreaktionen das Heck sehr kalkulierbar mitlenkt. Beim Aquaplaning und beim Bremsen verliert der Hankook etwas den Anschluss. Die Dauerbelastung steckt er hingegen gut weg.

So wird beim Sommerreifentest der Größe 225/40 R18 bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

Fazit:
Obwohl schon länger auf dem Markt, kann der Pirelli P Zero bei den Nässekriterien immer noch vorne im Testumfeld mitspielen. Das Gripniveau und die Verzögerung sind sehr gut. Auch das Lenkverhalten ist sehr präzise, wenngleich gepaart mit erhöhten Haltekräften. Bei Lastwechseln reagiert die Mercedes A-Klasse mit dem P Zero etwas zackig, das Aquaplaningverhalten ist mäßig. Bei Trockenheit ist das erste Einlenken sehr präzise, dann verfällt der P Zero ins Untersteuern, was sich bei der Dauerbelastung entsprechend auswirkt.

So wird beim Sommerreifentest der Größe 225/40 R18 bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

Fazit:
Auch der Bridgestone Potenza S 001 hat in seinem Grundkonzept schon ein paar Jahre auf dem Buckel, und zeigt sich bei Trockenheit dann mit dem Pirelli auf Augenhöhe - fehlende Präzision und wünschenswerte Schärfe inklusive. Bei Nässe vermittelt der Potenza S 001 zunächst eine feinfühlige Lenkung, um dann aber relativ ausgeprägt zu untersteuern. Die Verzögerungsleistung bei bewässerter Strecke könnte ebenfalls besser sein.

So wird beim Sommerreifentest der Größe 225/40 R18 bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

Fazit:
Volle Punkzahl beim Trockenhandling! Der neue Vredestein Ultrac Vorti ist doch tatsächlich der schnellste Reifen im Test. Nach der ersten Runde nimmt die gute Präzision allerdings ab, die tendenzielle Untersteuerneigung zu. Von Auflösungserscheinungen allerdings keine Spur. Bei nasser Strecke bleiben dann jedoch Wünsche offen: Die Lenkung verliert ihre Exaktheit, das Fahrzeugheck wirkt lose, die Brems- und Aquaplaningleistungen sind sehr mäßig.

So wird beim Sommerreifentest der Größe 225/40 R18 bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

Fazit:
Der Falken Azenis FK 453 hinterlässt bei Trockenheit nicht den schnellsten, aber immerhin einen sportlich präzisen Eindruck. In letzter Konsequenz gibt sich der Reifen dann aber stark dem Untersteuern hin. Bei der Verzögerung aus Tempo 100 fehlen fast zwei Meter auf den Besten. Bei nasser Strecke wächst der Rückstand noch viel weiter an. In puncto Aquaplaning schneidet der Falken ebenfalls nicht sonderlich gut ab. Grundsätzlich fehlt es an Grip, dafür gibt es zackige, ausgeprägte Lastwechselreaktionen.

So wird beim Sommerreifentest der Größe 225/40 R18 bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

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