Subaru Legacy gegen VW Passat

Kombi-Grip

Foto: Hans-Dieter Seufert 35 Bilder

Die Verteilung der Antriebskraft auf vier Räder ist besonders in Verbindung mit drehmomentstarken Dieselmotoren sinnvoll. Einen solchen bietet nun auch Subaru im Legacy Kombi 2.0D und tritt damit gegen den VW Passat Variant 2.0 TDI 4Motion an.

Oberinspektor Derrick ohne seinen Assistenten Harry Klein? Undenkbar! Genauso wie Subaru ohne Allradantrieb. Aber Dieselmotoren? Die waren bislang so weit von der Marke entfernt wie das Forsthaus Falkenau von der Bonanza-Ranch Ponderosa. Ein Grund dafür war die heute exotisch anmutende Antriebsstrang-Konfiguration mit längs eingebauten Boxermotoren, für die es keinen kompatiblen Selbstzünder gab. Den musste Subaru erst mit hohem Aufwand entwickeln.

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Doppeltest Subaru Legacy 2.0D, VW Passat 2.0 TDI 4Motion
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Subaru zeigt dem VW die beiden Auspuffendrohre

Dagegen gehört der TDI seit vielen Jahren zu VW wie die Lindenstraße ins Sonntag-Vorabendprogramm der ARD. Im Passat Variant 2.0 TDI 4Motion wird darüber hinaus die beliebteste Karosserie-Variante mit einem Allradantrieb kombiniert. Der von Pumpe-Düse- auf Common-Rail-Einspritzung umgestellte, konventionell quer eingebaute Zweiliter-Diesel bringt es nach wie vor auf 140 PS und 320 Nm. Vorteil Subaru: Der ebenfalls zwei Liter große Boxer-Diesel leistet nicht nur zehn PS mehr, er ist mit 350 Nm auch kräftiger.

Und das nicht nur auf dem Papier, wie die Messwerte zeigen. Sowohl in der Beschleunigung als auch im Durchzug zeigt der Subaru dem VW die beiden Auspuffendrohre. Dabei hat der Legacy mit seinem Fünfgang-Getriebe bei den Elastizitätsmessungen nur scheinbar einen Vorteil, denn sein fünfter Gang ist praktisch genauso lang übersetzt wie der sechste beim Passat. Trotzdem nimmt ihm der Legacy über zwei Sekunden beim Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h im jeweils letzten Gang ab. Der Boxer-Diesel hat zudem in allen Bereichen genügend Kraft, um die größeren Übersetzungssprünge locker zu verdauen, so dass man einen sechsten Gang nicht wirklich vermisst.

Antriebskapitel geht an Japan

Gegen den auch subjektiv temperamentvollen Subaru wirkt der Passat so, als laufe er mit angezogenem Zügel. Im Vergleich zu den Pumpe-Düse-Aggregaten ist die Leistungsentfaltung zwar gleichmäßiger, aber der Punch blieb auf der Strecke. Zudem läuft der TDI-Motor akustisch und mechanisch immer etwas kerniger als der sehr kultivierte Boxer mit seinem perfekten Massenausgleich, der sogar noch etwas sparsamer ist. Selbst die leichte Anfahrschwäche und das Kaltstartnageln ändern nichts daran, dass das Antriebskapitel an den Diesel-Newcomer aus Japan geht.

Fazit

1. VW Passat Variant 2.0 TDI 4Motion
492 Punkte

Das gute Raumangebot und die umfangreiche Sicherheitsausstattung sichern dem Altmeister Passat den Sieg. Dem Motor fehlt es an Temperament, der Federung an Geschmeidigkeit. Schwache Bremsen auf unterschiedlich griffigen Belägen.

2. Subaru Legacy Kombi 2.0D
470 Punkte

Mit seinem starken und laufruhigen Boxer-Diesel sammelt der Legacy Punkte. Auch Federungskomfort und Handling gefallen. Die Platzverhältnisse sind nur durchschnittlich. Die Serienausstattung ist üppig, die Sicherheitsausstattung lückenhaft.

Übersicht: Subaru Legacy gegen VW Passat
Technische Daten
VW Passat Variant 2.0 TDI 4Motion Comfortline Subaru Legacy Kombi 2.0D Comfort
Grundpreis 32.325 € 35.020 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4774 x 1820 x 1517 mm 4720 x 1730 x 1470 mm
KofferraumvolumenVDA 588 bis 1716 l 459 bis 1628 l
Hubraum / Motor 1968 cm³ / 4-Zylinder 1998 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 103 kW / 140 PS bei 4000 U/min 110 kW / 150 PS bei 3600 U/min
Höchstgeschwindigkeit 201 km/h 203 km/h
0-100 km/h 11,1 s 9,9 s
Verbrauch 6,8 l/100 km 5,9 l/100 km
Testverbrauch 8,3 l/100 km 8,1 l/100 km
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