Subaru Outback H6-3.0 im Test

Foto: Hans Peter Seufert

Subaru rüstet den Allradkombi Outback H6-3.0 mit einem neuem Sechszylinder-Boxermotor aus. Erster Test.

Der Subaru Outback war Anfang 1997 Trendsetter einer neuen Autogattung – einer Mischung aus Geländewagen und Kombi. Kennzeichen: Allradantrieb, wuchtige Front- und Heckschürzen sowie hochbeiniges Fahrwerk. Zum Outback gesellten sich mittlerweile der Volvo V70 Cross Country und der Audi Allroad Quattro. Der Outback, der den Namen des australischen Hinterlandes trägt, hinkte bisher antriebsmäßig jedoch hinter dem Volvo und dem Audi her. Subaru hat nachgelegt und sein Topmodell nicht nur mit über 50 PS mehr Leistung, sondern auch mit zwei zusätzlichen Zylindern ausgerüstet, womit die prestigeträchtige Zahl Sechs erreicht wäre.

Wie bei Subaru üblich, handelt es sich auch bei dem komplett neuen Aggregat im Outback H6-3.0 um einen  Boxermotor. Diese Bauart zeichnet sich durch vollständige Abwesenheit freier Massenkräfte und -momente erster und zweiter Ordnung aus. In der Praxis bedeutet das einen kultivierten und fast vibrationsfreien Motorlauf. Aus exakt drei Liter Hubraum leistet das Triebwerk nun 209 PS. Genug, um den 1.630 Kilogramm schweren Outback in 9,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h zu beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit fällt mit 210 km/h aufgrund der insgesamt hohen Fahrwiderstände von hoch bauender Karosserie, breiten Geländereifen und Allradantrieb für diese Motorleistung jedoch vergleichsweise niedrig aus.

Außerdem ist die vierte Stufe der Viergangautomatik zu lang übersetzt. Das drückt vor allem bei längeren Autobahnsteigungen nachhaltig aufs Temperament. Nicht selten muss der dritte Gang bemüht werden, was sich wiederum negativ auf den Verbrauch auswirkt, der im Testmittel 12,8L/100 km beträgt. Jenseits solcher Autobahn-Hetze zeigt sich die Antriebseinheit jedoch von ihrer besten Seite. Die hohe Laufkultur des Motors gepaart mit seiner Durchzugskraft und der weich schaltenden Automatik ermöglichen eine geschmeidige und souveräne Art der Fortbewegung.

Zurückhaltung mit dem Gasfuß belohnt der Boxer überdies mit deutlich unter dem Testdurchschnitt liegenden Werten. Die auto motor und sport-Verbrauchsrunde absolviert der Outback mit 8,8 L/100 km. Die Bremsanlage des Subaru überzeugt nicht. Sie weist zwar kein Bremsenfading auf, verzögert aber auch nicht besonders wirksam: 43,6 Meter selbst mit kalter Bremse aus 100 km/h sind allenfalls ausreichend. Die höhere Vorderachslast macht sich durch ein etwas trägeres Handling bemerkbar. Ansonsten legt der Outback ein unproblematisches Fahrverhalten an den Tag. Die serienmäßige Stabilitätskontrolle VDC und der elektronisch gesteuerte Allradantrieb geben in kritischen Situationen zusätzliche Sicherheit. Der Subaru Outback H6-3.0 macht mit dem kultivierten Sechszylindermotor und luxuriöser Ausstattung einen großen Schritt weg vom Feld-Wald-und-Wiesen-Kombi, hin zum Lifestyle-Mobil.

Vor- und Nachteile

Karosserie
  • ordentliche Verarbeitung
  • gute Sitze und Sitzposition vorne
  • großes Kofferraumvolumen
  • hohe Anhängelast
Antrieb
  • kultivierter Sechszylindermotor
  • hohe Durchzugskraft
  • weich schaltendes Automatikgetriebe
  • sehr gute Traktion
  • zu lang übersetzter vierter Gang
Fahrkomfort
  • sichere Fahreigenschaften
  • eingeschränkter Abroll- und Federungskomfort auf kurzen Bodenwellen
Fahreigenschaften
  • mäßige Bremswirkung
Kosten
  • sehr gute Serien-Ausstattung
  • hoher Verbrauch
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Technische Daten
Subaru Outback H6-3.0
Grundpreis 38.090 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4720 x 1745 x 1580 mm
KofferraumvolumenVDA 455 bis 1646 l
Hubraum / Motor 3000 cm³ / 6-Zylinder
Leistung 154 kW / 209 PS bei 6000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 210 km/h
0-100 km/h 9,3 s
Verbrauch 10,6 l/100 km
Testverbrauch 12,8 l/100 km
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