Suzuki Swift 1.3 im Test

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Foto: Foto: Hans-Dieter Seufert 7 Bilder

Der neue, optisch dem englischen Mini nachempfundene Swift ist das Startzeichen für eine Suzuki-Modelloffensive. Was kann die 1.3-Version?

Déjà vu – das Design des Suzuki Swift kennen wir doch irgendwie. Ein knuddelig, kompakter Autofloh mit kurzer Schnauze und breiten Schultern. Fehlen nur noch runde Frontlichter, und es wäre klar: BMW hat den Mini erneuert. Weit gefehlt. Die Lampen sind trapezförmig, und es ist der neue Suzuki Swift, der da ganz unverhohlen der Optik des Anglo-Bayern huldigt. Doch die Parallelen gehen noch weiter: Der Kleine fetzt so handlich und neutral ums Eck, als wäre der Sinn des Lebens die Kurvenfahrt. Leider bremst noch nicht mal gegen Aufpreis ESP übermütige Kurvenräuber ein.

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Die Lenkung ist auch nichts für Heißsporne und setzt mehr auf leichtgängigen Steuerkomfort als auf das letzte Quäntchen Exaktheit. So parkt sich der übersichtliche Suzuki Swift auch kinderleicht ein. Noch mehr überrascht der kleinste Suzuki mit seinem im Klassenvergleich hervorragenden Komfort. Samtfüßig leise rollt er ab. Kleine und mittlere Unebenheiten bügelt das hinten mit einer Torsionsachse bestückte Fahrwerk souverän aus. Nur bei langwelligen und groben Anregungen springt der Suzuki Swift etwas überschwänglich aus seinem Federbett. Keinen Grund zum Jubeln liefert der 1,3-Liter-Motor. Das laufruhige Vierventil-Aggregat wirkt derart müde, als wären die Hälfte seiner 92 PS noch gar nicht aufgewacht. Jede Autobahnsteigung wird aufgrund des schwachen Durchzugs und der langen Übersetzung zum echten Leidensweg. Zudem geht den Bremsen nach mehreren scharfen Verzögerungen die Puste aus.

Positiv zu vermerken: Die Fünfgang-Schaltung rastet exakt, und das Geräuschniveau bleibt auch bei hohem Tempo recht niedrig. Sympathisch und modern wirkt das luftige Interieur des bulligen Japaners. Unter dem hohen Dach des Suzuki Swift könnten sich sogar Permanent-Hutträger wohlfühlen, optional geschützt von Seiten- und Kopf-Airbags. Bis auf das neue Keylessgo-Schlüsselsystem wirft auch die Bedienung keine Fragen auf, und der potenzielle Käufer kann sich daran erfreuen, dass in der Comfort Plus-Variante des Suzuki Swift die Klimaanlage und das Navigationssystem enthalten sind.

Keine Frage: Mit dem Swift hat Suzuki den ersten Schritt in eine bessere Zukunft gemacht. Doch der zweite, ESP, standfeste Bremsen und ein starker Motor, sollte nicht zu lange auf sich warten lassen.

Fazit

Gutes Handling, guter Federungskomfort, ein geräumiger Innenraum und eine gute Ausstattung stehen einem müden und unelastischen Motor, einem hohen verbrauch und einer indifferenten Lenkung gegenüber.

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Technische Daten
Suzuki Swift 1.3 Comfort+
Grundpreis 14.490 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 3695 x 1690 x 1500 mm
KofferraumvolumenVDA 213 bis 562 l
Hubraum / Motor 1328 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 68 kW / 92 PS bei 5800 U/min
Höchstgeschwindigkeit 175 km/h
0-100 km/h 12,1 s
Verbrauch 6,2 l/100 km
Testverbrauch 7,8 l/100 km
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