Daihatsu Cuore, Fiat Panda, Opel Agila

Variable Micro-Vans im Test

Foto: Hans-Dieter Seufert 17 Bilder

Drei Kleinwagen locken mit einem voluminösen und
variablen Platzangebot: Daihatsu Cuore, Fiat Panda und Opel Agila gibt es schon für verhältnismäßig wenig Geld.

Ob Herzchen oder Bärchen – kaum eine andere Fahrzeugkategorie verleitet so zum Selbertaufen wie die Kleinwagen. Dabei hätte etwa der Panda einen Kosenamen gar nicht nötig, er bringt seinen eigenen gleich mit. Einschließlich Historie und Histörchen. Anlässlich der Präsentation des Ur-Panda anno 1980 postulierte der damalige Fiat-Pressechef Luca di Montezemolo, man habe französisches Gedankengut für die achtziger Jahre überdacht. Heraus kam ein sachlich-kastenförmiges Auto mit Heckklappe und variabler Rückbank. Sie konnte verschoben, zusammengefaltet, ganz ausgebaut oder zur Liege umfunktioniert werden. Klar, dass sich seither so manche Legende um wilde Trips und romantisch-rotweingeschwängerte Nächte in der tollen Kiste rankte. Und gut, dass die Sitzbezüge des gartenstuhlähnlichen Mobiliars abnehm- und waschbar waren. Und heute? Der Panda ist erwachsen geworden, hat sich vom kargen Zweitürer zu einem komplett ausgestatteten Viertürer entwickelt. In der Topversion Emotion für 11 450 Euro stecken serienmäßig vier Airbags, elektrische Fensterheber und Außenspiegel, Klimaautomatik sowie Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung. Die verschiebbare Rückbank kostet 250, ESP 500, Kopfairbags vorn und hinten 200 Euro – drei Features, die für den Opel Agila allesamt nicht lieferbar sind. Dafür enthält die Njoy-Variante für 12 095 Euro vier Airbags, ABS, elektrische Fensterheber sowie Zentralverriegelung. Klima kostet extra. Ebenso wie beim Daihatsu Cuore 1.0 Top für 9725 Euro, der grundsätzlich auf ESP verzichten muss. ABS, elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung sind an Bord, für Seitenairbags sind 300 Euro fällig. Im Preis inbegriffen ist allerdings auch die billige Materialanmutung, ein wie mit der Laubsäge gearbeiteter Kofferraumboden sowie scheppernde Türen. Das können die anderen besser: Zwar knistert der Panda hin und wieder aus den Winkeln seiner Karosserie, und die Kunststoffteile zeigen stellenweise auseinanderdriftende Spaltmaße, insgesamt aber kann sich die Verarbeitungsqualität sehen lassen. Ebenso wie beim Agila, dessen pragmatisches Innenraum-Styling den Charme der ausgehenden achtziger Jahre verströmt. Seine Verarbeitung ist selbst an versteckten Stellen ordentlich – bis auf die klapprigen Türen. Vergeben und vergessen – angesichts des Überraschungseffekts nach dem Einsteigen: 1,70 Meter Außenhöhe plus eine Raumausnutzung der Marke Schuhkarton schaffen ein voluminöses Raumgefühl mit Kleintransporter-Appeal.

Fazit

1. Fiat Panda 1.2.8 V Emotion
411 Punkte

Der einstige Revoluzzer gewinnt dank Ausgewogenheit. Fahrsicher, variabel, geräumig, komfortabel und mit pfiffigem Innenstyling holt sich der Panda den Sieg.

2. Opel Agila 1.0 Njoy Design-Ed.
368 Punkte

Dem guten Raumangebot und eindeutiger Bedienung stehen der unkultivierte, träge Dreizylinder, schlechte Bremswerte und relativ hohe Kosten gegenüber.

3. Daihatsu Cuore 1.0 Top
367 Punkte

Obwohl er bei Antrieb, Bremsen, Umwelt und Kosten vorn liegt, werfen ihn sein etwas nervöses Fahrverhalten und die teigige Lenkung noch knapp hinter den Opel zurück.

Übersicht: Daihatsu Cuore, Fiat Panda, Opel Agila
Technische Daten
Daihatsu Cuore 1.0 Top Fiat Panda 1.2 8V Emotion Opel Agila 1.0 Njoy Design-Edition
Grundpreis 9.725 € 9.890 € 12.095 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 3410 x 1475 x 1500 mm 3538 x 1589 x 1578 mm 3535 x 1620 x 1695 mm
KofferraumvolumenVDA 157 bis 930 l 206 bis 860 l 240 bis 1250 l
Hubraum / Motor 989 cm³ / 3-Zylinder 1242 cm³ / 4-Zylinder 998 cm³ / 3-Zylinder
Leistung 43 kW / 58 PS bei 6000 U/min 44 kW / 60 PS bei 5000 U/min 44 kW / 60 PS bei 5600 U/min
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h 157 km/h 145 km/h
0-100 km/h 13,3 s 16,6 s 16,8 s
Verbrauch 4,8 l/100 km 5,0 l/100 km 5,8 l/100 km
Testverbrauch 6,3 l/100 km 6,9 l/100 km 7,4 l/100 km
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Neuester Kommentar

Also ich fahre wieder einen Opel Agila A seit September 2016 nachdem wir mit dem Agila B einen Unfall
hatten und ich abwegen musste, ob ich diesen reparieren lasse oder verkaufe.
Letzendlich habe ich ihn dann verkauft.
Am Anfang hatte ich mit Klappergeräuschen zu tun gehabt, aber mein Opelhändler hat das schnell
abgestellt, auf seine Kosten.
4 Sprudelkisten gehen nebeneinander in den Kofferraum, ohne diesen zu vergrößern, außerdem
brauche ich mich nicht verrenken wenn ich belade.
Ich fahre den mit 80 PS er ist schnell, liegt gut in der Kurve, kann gut bremsen nur etwas lauter
wie der Agila B und Windempfindlicher ist er auch, ein Muli-kulti-Lenkrad hat er nicht, aber das
stört mich nicht, ich habe jetzt noch eine Standheizung mit Kühlgebläse von Webasto einbauen
lassen und morgen bekommt er noch einen neuen Auspuff, also wenn Sie mich fragen - ein
schöner (liegt im Auge des Betrachters) Kleinwagen für Ältere oder Fahranfänger.

Wowire 11. Januar 2017, 11:02 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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