Traktions-Sitzung - Lexus RX 300, BMW X5 3.0i und Mercedes ML 320

Mit dem Lexus RX 300 tritt ein neuer Konkurrent an in der Klasse der luxuriösen und nur bedingt geländetauglichen Allradler. Leistung und Preis liegen auf dem gleichen Niveau wie bei BMW X5 3.0i und Mercedes ML 320.

Die Amerikaner, Erfinder des Jeep und jahrzehntelang treue Verbündete des Hardcore-Offroaders, schwimmen neuerdings auf einer Welle weichgespülter Sport Utilities. Für die Straße konzipierte Allradler erleben einen Boom. Der RX 300 der Toyota-Nobelmarke Lexus ist dafür das beste Beispiel. Er zielt ins Herz der US-Kundschaft, obwohl er abseits des Asphalts früh zum Scheitern verurteilt ist.

In Deutschland trifft der Lexus auf die Sechszylinder-Version des BMW X5, der nach ähnlichem technischem Grundmuster gestrickt ist. Der Mercedes ML, in der 3,2-Liter-Variante der passende Dritte im Bunde, trägt noch mehr vom Erbe der Gelände-Klassiker unter dem Blech. Er ist der Senior in dieser Vergleichstest-Konstellation, und als er konstruiert wurde, erschien es noch zu waghalsig, die Offroad-Tauglichkeit zu vernachlässigen.

Der Mercedes besitzt deshalb eine elektrisch zuschaltbare Geländereduktion und damit bessere Voraussetzungen, wenn es über Stock und Stein gehen soll. Eine Sperrwirkung zwischen den Rädern einer Achse erzielt er durch Bremseneingriff. Der BMW bedient sich ebenfalls dieser Technik, während beim Lexus eine Visco-Sperre für das Mitteldifferenzial vorgesehen ist. Beide taugen wegen der fehlenden Geländeübersetzung nur für milde Hügel.

Der Lexus fährt sich am handlichsten, wozu in erster Linie die sehr leichtgängige Lenkung beiträgt. In der Stadt ist er durch seinen viel zu großen Wendekreis gehandikapt. Der BMW wirkt viel schwerfälliger. Seine Lenkung erfordert einen erhöhten Kraftaufwand, bleibt dafür aber in der Präzision unübertroffen.

Die Lenkung des Mercedes macht nach der Modellpflege einen besseren Eindruck. Sie zentriert sich nun exakt, ohne dass der Fahrer nachhelfen muss. Zügige Fortbewegung auf kurvenreichen Strecken gestaltet sich dadurch müheloser, wenngleich man sich nach wie vor ein präziseres Lenkgefühl um die Mittellage wünschen würde.

Hohe aktive Sicherheit gibt es bei allen serienmäßig mit ESP (Mercedes), DSC (BMW) und VSC im Lexus. Die Elektronik hat zumindest auf trockener Straße wenig zu tun, weil die Fahreigenschaften ohne Tücken sind. Speziell der BMW tut sich hier hervor. Er ist der Sportwagen unter den Dreien, mit geringen Wankbewegungen der Karosserie und weitgehend neutralem Eigenlenkverhalten.

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