Werkstättentest Hyundai 2007

Hyundai-Kunden brauchen Glück

Foto: Reinhard Schmid

Mittelmaß scheint es bei Hyundai nicht zu geben. Die eine Hälfte der untersuchten Werkstätten schneidet sehr gut ab, die andere fällt gnadenlos durch.

Hyundai baut Autos für Menschen von heute, die auch morgen noch mobil sein wollen.“ Soweit die verheißungsvolle Aussage auf der Hyundai-Internetseite. Dass die Realität bei weitem nicht derart positiv aussieht, zeigt der auto motor und sport-Werkstättentest, dem sich in diesem Jahr acht Hyundai-Vertragswerkstätten unterziehen mussten.


Auf dem Programm stand ein großer Kundendienst für einen Hyundai Getz. Die seit 1991 in Deutschland vertretene Marke wurde im Rahmen dieses Qualitätstests zum ersten Mal unter die Lupe genommen. Eines ist bei der Betrachtung der Ergebnisse sicher: Die Koreaner hätten sich bei ihrer Premiere sicher ein besseres Abschneiden gewünscht.

Selten lieferte der Werkstättentest ein ambivalenteres Resultat: Hyundai-Kunden müssen scheinbar auf ihr Glück hoffen, wenn sie ihr Fahrzeug zur Inspektion in eine Vertragswerkstatt bringen. Denn entweder schnitten die Betriebe ganz schwach ab (vier Mal verteilten die Tester die Bewertung "nicht empfehlenswert") oder aber gut oder gar sehr gut (zwei Betriebe erhielten ein "empfehlenswert", zwei ein "sehr empfehlenswert").

Mittelmaß scheint es bei Hyundai nicht zu geben. Auf der einen Seite ist es natürlich positiv, dass einige der Hyundai-Vertragswerkstätten ihr Handwerk verstehen und einen nahezu perfekten Kundendienst abliefern. Auf der anderen Seite ist es erschreckend, wie sorglos und dilettantisch die Hälfte der Werkstätten die in Auftrag gegebenen Inspektionen durchführte.

Dabei ist es alles andere als Zauberei, den auto motor und sport-Werkstättentest zur vollen Zufriedenheit zu absolvieren. Denn der Schwierigkeitsgrad der gestellten Aufgaben ist überschaubar. Es reicht aus, alle Punkte auf der Wartungs-Checkliste gewissenhaft und sorgfältig abzuarbeiten.

Dabei sollte der gesamte Ablauf von der Wagenannahme über die genaue Abarbeitung des Wartungsplans bis hin zur Übergabe und Rechnungserstellung stimmig sein. Die präparierten Mängel sind zum Teil sicherheitsrelevant, jedoch durchweg leicht zu finden. So leicht, dass sie sogar einem Laien sofort auffallen müssten, wie etwa der defekte Seitenblinker oder die nicht funktionierende Kofferraumbeleuchtung.
Auch eine viel zu niedrig eingestellte Waschdüse ist nicht zu übersehen – wenn man denn ein Auge darauf wirft. Obwohl bei allen acht Werkstätten die in Auftrag gegebenen Tätigkeiten auf der Service-Checkliste als erledigt abgehakt wurden, blieben viele Mängel schlichtweg unbehoben – eine nicht zu vertretende Praxis, denn der Kunde muss sich darauf verlassen können, dass die ausgefüllte Checkliste auch der Realität entspricht.
Das schlechteste Ergebnis lieferte das Autohaus Westendorf in Bargeshagen bei Rostock. Nur einen von 30 möglichen Punkten erzielte der Betrieb. Sechs von sieben Fehlern wurden nicht behoben. Und wie die Mitarbeiter von Westendorf ihren einzigen Punkt bekamen, spottet dabei jeder Beschreibung.

Zwar erkannten die Monteure, dass die Waschdüse zu niedrig eingestellt war – dafür gibt es einen Punkt –, doch statt diesen Fehler ordnungsgemäß zu beheben, wurde die Waschdüse zu hoch eingestellt, das Spritzwasser schoss nach dem Kundendienst über das Fahrzeug hinweg.

Dass der Rechnungsbetrag mit 127,40 Euro im Rahmen der diesjährigen Testrunde am niedrigsten ausfiel, ändert nichts daran, dass das Autohaus Westendorf auf dem letzten Platz landete. Und das, obwohl drei weitere Betriebe dem Schlusslicht in Sachen „mangelhafter Kundendienst“ in nichts nachstanden.

So bekamen die Autohäuser Scharf in Nürnberg, Hoheluft in Hamburg und Warnow in Rostock ebenfalls die blamable Bewertung „nicht empfehlenswert“. Die ausgehängte Bremsleitung übersahen die Monteure in den drei Betrieben unisono, den defekten rechten Seitenblinker sowie die falsch eingestellte Waschdüse entdeckten und behoben lediglich die Mitarbeiter des Autohauses Warnow.

Trotzdem reichten dem Rostocker Betrieb insgesamt 13 Punkte nicht für ein „bedingt empfehlenswert“. Magere neun Punkte erhielt das Autohaus Hoheluft in Hamburg, das zu allem Überfluss auch noch die höchsten Inspektionskosten präsentierte. Dass Hyundai im diesjährigen Werkstättentest im Durchschnitt dennoch eine Erfüllungsquote von 57,5 Prozent aufweisen kann, ist der anderen Hälfte der getesteten Betriebe zu verdanken.

Denn die Autohäuser Entenmann in Plochingen („empfehlenswert“), Boss in Albstadt-Tailfingen („empfehlenswert“), Wehner in Hamburg („sehr empfehlenswert“) und der beste Betrieb im Test, das Autohaus Schanzäcker in Nürnberg („sehr empfehlenswert“), lieferten Arbeit auf hohem Niveau ab. Alle vier Werkstätten erkannten sämtliche eingebauten Fehler, allerdings wurden diese Mängel nicht in jedem Fall ordnungsgemäß repariert.

Erkannt und behoben wurden bei allen vier Betrieben die Punkte „ausgehängte Bremsleitung“ und „defekter rechter Seitenblinker“. Mit 29 Punkten schrammte das Autohaus Schanzäcker nur haarscharf an der vollen Punktzahl vorbei. Einziger kleiner Lapsus der Monteure dort: Die fehlende Ventilkappe am Ersatzrad blieb unentdeckt. Ansonsten eine tadellose Arbeitsleistung.

Aber auch die Betriebe Wehner (28 Punkte), Boss (27) und Entenmann (25) arbeiteten alles in allem zufriedenstellend. In einem Punkt allerdings überzeugte lediglich der Testsieger, das Autohaus Schanzäcker. Als einziger der acht getesteten Betriebe führte man hier eine gründliche Direktannahme durch.

Der Meister inspizierte das auf einer Hebebühne stehende Fahrzeug im Beisein des Kunden und entdeckte dabei bereits vorab vier der sieben eingebauten Fehler. Dieses Ergebnis zeigt: Hinsichtlich des Vorab-Checks sollten die Autohäuser mehr Engagement zeigen. Dort fallen viele Mängel sofort auf, lästige Rückrufe oder der Austausch von Teilen ohne Erlaubnis lassen sich so vermeiden.


Zudem bekommt der Kunde Plochingen („empfehlenswert“), Boss in Albstadt-Tailfingen („empfehlenswert“), Wehner in Hamburg („sehr empfehlenswert“) und der beste Betrieb im Test, das Autohaus Schanzäcker in Nürnberg („sehr empfehlenswert“), lieferten Arbeit auf hohem Niveau ab. Alle vier Werkstätten erkannten sämtliche eingebauten Fehler, allerdings wurden diese Mängel nicht in jedem Fall ordnungsgemäß repariert.

Erkannt und behoben wurden bei allen vier Betrieben die Punkte „ausgehängte Bremsleitung“ und „defekter rechter Seitenblinker“. Mit 29 Punkten schrammte das Autohaus Schanzäcker nur haarscharf an der vollen Punktzahl vorbei. Einziger kleiner Lapsus der Monteure dort: Die fehlende Ventilkappe am Ersatzrad blieb unentdeckt. Ansonsten eine tadellose Arbeitsleistung.

Aber auch die Betriebe Wehner (28 Punkte), Boss (27) und Entenmann (25) arbeiteten alles in allem zufriedenstellend. In einem Punkt allerdings überzeugte lediglich der Testsieger, das Autohaus Schanzäcker. Als einziger der acht getesteten Betriebe führte man hier eine gründliche Direktannahme durch. Der Meister inspizierte das auf einer Hebebühne stehende Fahrzeug im Beisein des Kunden und entdeckte dabei bereits vorab vier der sieben eingebauten Fehler.

Dieses Ergebnis zeigt: Hinsichtlich des Vorab-Checks sollten die Autohäuser mehr Engagement zeigen. Dort fallen viele Mängel sofort auf, lästige Rückrufe oder der Austausch von Teilen ohne Erlaubnis lassen sich so vermeiden. Zudem bekommt der Kunde

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