Werkstättentest Mazda 2006

Keine markante Qualitätsverbesserung

Foto: Reinhard Schmid

Auch beim diesjährigen Werkstätten-Test mit einem Mazda 6 können die Japaner nicht überzeugen. Vier von acht Autohäusern liefern neben schlechter Arbeitsqualität auch schlechten Service.

Zoom zoom – der heitere Mazda- Slogan geht ins Ohr und soll gute Laune verbreiten. Gute Laune, die viele Mazda-Mitarbeiter offensichtlich nicht haben.

Schneiden Autos aus Japan in diversen Pannenstatistiken und Zufriedenheitsstudien regelmäßig gut ab, rangiert die Qualität der Werkstätten, wie der diesjährige Test von auto motor und sport unterstreicht, weit unter Durchschnittsniveau. Aber nicht nur die qualitativen Defizite der Werkstätten erschrecken, sondern auch die unbefriedigende Servicequalität. Unzufriedene Gesichter, verstockte Servicekräfte und die Neigung, Rechnungen gelegentlich mit kleineren Kassenfüllern anzureichern, dürften Mazda-Kunden nicht unbedingt erheitern. Außerdem wurden im Durchschnitt gerade mal die Hälfte aller eingebauten Fehler korrigiert. Das ist zwar etwas mehr als 1995 und 2001 – die Japaner hatten hier nur 38 respektive 45 Prozent der Mängel entdeckt –, aber gewiss keine markante Qualitätsverbesserung.

In diesem Jahr wurde ein Mazda 6 als Proband gewählt, der mit sieben präparierten Fehlern zur großen Inspektion gebracht wurde. Ein spezieller Mangel wurde von keiner der acht getesteten Werkstätten bemerkt: Die beiden Bremsleitungen der hinteren Räder waren aus der Schelle über der Hinterachse gehängt. Selbst dem Testsieger, dem Berliner Autohaus Koschnick, ging dieser Mangel durch die Lappen, obwohl im Inspektionsplan eindeutig auf eine Überprüfung der Bremsleitungen hingewiesen wird.

Dazu zählt eben deren komplette Länge, vom Bremszylinder bis zu jedem einzelnen Rad. Für diesen sicherheitsrelevanten Prüfpunkt fehlen so jedem Testkandidaten ganze fünf Punkte. Allerdings hätte der Schlechteste im Test, das Berliner Autohaus Koppe, auch mit diesen Punkten nicht wesentlich besser abgeschnitten. Das enttäuschende Ergebnis von nur vier Punkten ist schlichtweg eine Katastrophe, zumal die Rechnungssumme hier am höchsten ausfiel. Stolze 319 Euro und einen Cent kostete die Inspektion, die keine war.

Als Krönung wurde der für Gewährleistungen und Garantie notwendige Eintrag ins Service-Scheckheft schlichtweg vergessen. Trotz der ausgiebigen Direktannahme, bei der dem Meister bereits einige der Fehler hätten auffallen müssen, wurde nichts bemerkt.

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