Zahlen-Spiel

Neuer Name, neues Gesicht: Nach gründlicher Überarbeitung trägt der Rover 200 die Nase des Rover 75 und die Bezeichnung Rover 25. Im Test die 100 PS sarke Dieselversion.

Die markante Vier-Augen-Look-Frontpartie des Rover 75 stand bei der Renovierung des Rover 200 Pate, der im Zuge der Überarbeitung auch einen neuen Namen bekam: Rover 25, sprich Twenty-Five. Das ändert nichts an dem Problem, mit dem schon der 200 zu kämpfen hatte – was die Zuordnung zu einer Klasse angeht, sitzt der Rover 25 zwischen zwei Stühlen. Von den äußeren Abmessungen her rangiert er genau zwischen dem Klein- und dem Kompaktwagensegment. Das Raumangebot und -gefühl erinnert aber eher an einen Kleinwagen.

Trotz Verzierung der Armaturentafel mit diversen Plastik-Einlagen in Walnussholz-Optik möchte sich wahrhaftiger Rover-Touch nicht einstellen. Objektiv gibt es am übersichtlichen Cockpit aber wenig auszusetzen. Bis auf das billige Hartplastik der Mittelkonsole machen die für Armaturentafel und Bezüge verwendeten Materialien einen ordentlichen Eindruck. Die Karosserie wirkt solide, auch auf schlechten Straßen klappert und knistert nichts.

Das Fahrwerk des Rover 25 ist sportlich-straff abgestimmt. Trotzdem rollt er vor allem bei langsamer Fahrt sehr geschmeidig ab, Komfortschwächen offenbaren sich aber auf der Autobahn. Das Fahrverhalten bleibt bis zu hohen Querbeschleunigungen neutral. Dann beginnt der Twenty-Five kräftig zu untersteuern, was sich durch Gaswegnehmen aber leicht korrigieren lässt. Für ein Auto seiner Größe wirkt der Rover jedoch nicht sonderlich agil und handlich.

Mehr Fahrspaß vermittelt da schon der Zweiliter-Turbodiesel. Aus jeder Drehzahl und Lebenslage heraus entwickelt das Triebwerk kraftvollen Schub. Unterstützt wird es dabei von einem gut abgestuften Getriebe. Die Laufkultur überzeugt jedoch nicht. Vibrationen und Nageln lassen erst mit steigender Drehzahl nach. Häufiges Ausnutzen der Kraftreserven führt auf schnellen Autobahn-Etappen zu Verbrauchswerten von deutlich über 10 L/100 km. Andererseits kann man mit etwas Zurückhaltung auch unter der Sechs-Liter-Marke bleiben. Trotzdem ist der Testverbrauch von 7,9 L/100 km insgesamt zu hoch.

Getrübt wird das Bild des Rover 25 auch von der unter Belastung stark nachlassenden Bremswirkung. Auch die Sicherheitsausstattung lässt noch Raum für Verbesserungen. Zwar sind ABS, Fahrer- und Beifahrer-Airbag sowie Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer für die Vordersitze Standard, Seitenairbags sind aber nicht lieferbar.

Der Rover 25 2.0i DT Classic kostet 29.900 Mark. Serienmäßig sind die Exklusivität der Marke Rover und das individuelle Gesicht. Das knappe Raumangebot, die fadingempfindlichen Bremsen, die lückenhafte Sicherheitsausstattung und die insgesamt nur mittelprächtigen Eigenschaften zeigen aber, dass auch der BMW-Input die Grenzen des 200er-Konzepts nicht verschieben konnte.

Fazit

Das stärkste Argument für den Rover 25 ist seine Exklusivität. Sonst kann nur der durchzugsstarke Dieselmotor begeistern, der aber zu viel verbraucht. Der Rover 25 hat das Platzangebot eines Kleinwagens, ohne dessen Handlichkeit zu bieten.

Technische Daten
Rover 25 2.0 iDT Classic
Grundpreis 15.595 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 3990 x 1688 x 1419 mm
KofferraumvolumenVDA 304 bis 1086 l
Hubraum / Motor 1994 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 74 kW / 101 PS bei 4200 U/min
Höchstgeschwindigkeit 185 km/h
0-100 km/h 10,8 s
Verbrauch 5,1 l/100 km
Testverbrauch 7,9 l/100 km
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