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Skoda Octavia Scout 2.0 TDI 4x4

Tschechischer Offroad-Kombi im Dauertest

Skoda Octavia Scout 2.0 TDI 4x4, Frontansicht Foto: Hans-Dieter Seufert 16 Bilder

Er wurde viel gefordert und wenig geschont, der beliebte Skoda-Kombi mit Zweiliter-Diesel, Allradantrieb und Scout-Ausstattung. Nach 100.000 Kilometern ziehen wir Bilanz.

25.01.2017 Bernd Stegemann 3 Kommentare

Leder-Alcantara-Polster, Sound- und Navigationssystem, Abstandsradar, schlüsselloser Zugang – ist das noch die Marke, die einst angetreten war, um automobile Grundbedürfnisse zu befriedigen? Die der VW-Konzern 1991 vom tschechischen Staat übernahm, um preissensiblen Käufern eine günstige Alternative zur Stammmarke mit moderner Technik, aber einfacher Machart und Ausstattung anbieten zu können? Fakt ist: Die aktuellen Modelle schnappen nicht nur Rivalen wie Opel oder Hyundai Kunden weg, sondern auch den feinen, teureren Geschwistern Audi und VW.

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Dauertest Skoda Octavia Scout 2.0 TDI 4x4
auto motor und sport 02/2017
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Skoda Octavia Scout 2.0 TDI 4x4, Frontansicht Foto: Hans-Dieter Seufert
Der geräumige Tscheche ist einer der beliebtesten Kombis in Deutschland.

Als beliebtester Importwagen rangierte der Octavia 2016 erneut unter den ersten zehn der deutschen Neuzulassungen, gehört zu den meistverkauften Kombis im Land und wird in dieser Karosserieform öfter gewählt als der technisch verwandte Golf Variant. Vordergründig liefert sein besseres Raumangebot zu niedrigeren Preisen gute Argumente, doch besonders knauserig sind die Käufer selten. Im Gegenteil: Viele ordern stärkere Motoren, Automatik, Allradantrieb sowie gehobene Ausstattungen und bezahlen dafür mehr als das Doppelte des Basis-Combi 1.2 TSI für 17.850 Euro mit 86 PS und serienmäßigem Eiskratzer, aber ohne Klimaanlage.

Der Scout spurt auch im Winter

Der Testwagen mit dem 184 PS starken Zweiliter-TDI, Doppelkupplungsgetriebe und Scout-Ausstattung steht zum Start des Dauerlaufs Anfang 2015 mit 32.950 Euro in der Liste, wobei 28 Extras den Gesamtpreis auf 43.435 Euro liften. Trotz einiger entbehrlicher machen viele nützliche das Leben an Bord angenehmer und sicherer – die hellen Bi-Xenon-Scheinwerfer (965 Euro) etwa, die gute Smartphone- und iPod-Anbindung samt Sprachbedienung (350 Euro) oder die kräftige Sitzheizung auch im Fond (240 Euro). Durch den Allradantrieb mit Haldex-Kupplung der fünften Generation, elektronischen Differenzialsperren und situationsabhängiger Drehmomentverteilung ist der Octavia zudem bestens für die kalte Jahreszeit gerüstet.

Als Scout mit Schlechtwegepaket, erhöhter Bodenfreiheit und einem Motor-Unterbodenschutz an Bord meistert er sogar Schotterpisten und verschneite Hänge, doch unter der geänderten Dämpferabstimmung leidet der Komfort. Speziell in der Stadt und nur mit dem Fahrer an Bord reagiert die Federung auf kurze Stöße unsensibel, untermalt vom holprigen Abrollen der serienmäßigen 17-Zoll-Räder. Ein Adaptivfahrwerk wie im geschmeidigeren Golf gibt es hier nicht, aber im Gegenzug eine viel höhere Zuladung (574 statt 476 kg).

Auch der Gepäckraum steckt noch mehr weg als der seines 12 cm kürzeren Konzernbruders (1.740 statt 1.620 Liter maximal) und lässt sich mit dem zweiten Boden unterteilen oder einebnen, wenn die Rücksitzlehne fern-entriegelt vorklappt. Obwohl das üppige Platzangebot reichlich genutzt wurde, zeugen nur wenige Kratzer an Ladekante und Seitenverkleidungen vom intensiven Gebrauch. Abgesehen vom abblätternden Chrom auf dem DSG-Wählhebel, der auf Garantie erneuert wurde, und den angeschubberten Leder-Alcantara-Bezügen präsentiert sich der Octavia am Ende des Dauertests so glänzend, solide und knisterfrei wie am ersten Tag.

Skoda Octavia Scout 2.0 TDI 4x4, Motor Foto: Rossen Gargolov
Der große, kräftige Diesel sorgt für guten Durchzug.

Im starken TDI ist Musik drin

Der kernige Beat des Zweiliter-Diesel mit 184 PS, 380 Nm und NOX-Speicherkat gehört dagegen nicht nur beim Kaltstart zur ständigen Begleitmusik, ohne wirklich lästig zu werden. Dafür treibt der starke TDI den 1.555 kg schweren Kombi vehement voran, erledigt den Nullhundert-Spurt in sportlichen 7,4 Sekunden und bietet kräftigen Durchzug. Im Eco-Modus mit automatischem Auskuppeln bei Gaswegnahme kommt er mit knapp sechs Litern 100 Kilometer weit, doch über die meist zügig gefahrene Gesamtdistanz pendelte sich der Wert auf stramme 7,5 Liter ein. Außerdem mussten insgesamt sechs Liter Motoröl nachgefüllt werden.

Ähnlich zwiespältig fällt das Urteil über das Sechsgang-DSG mit zwei im Ölbad laufenden Lamellenkupplungen aus, für das alle 60.000 km ein Öl- und Filterwechsel vorgeschrieben ist (295 Euro). Während die passende Übersetzung und die entspanntere Fahrweise durchweg geschätzt wurden, haderten manche Fahrer mit der Schaltstrategie des Getriebes. Im Normalprogramm hält es oft – etwa auf Bergstraßen – zu lange den großen Gang, im S-Modus genauso stur eine kleinere Übersetzung mit Drehzahlen um 4.000/min. Und speziell beim Rangieren oder Neustart nach dem Ampelstopp kuppelt es erst verzögert und mit herben Rucken wieder ein.

An der gefühlvollen Lenkung, den bequemen Sitzen und der logischen Bedienung hatte keiner etwas auszusetzen, und die automatische Abstandsregelung ACC funktionierte ebenso zuverlässig wie das schnelle Navigationsgerät Columbus. Ohne Echtzeit-TMC lotst es allerdings nicht immer rechtzeitig an Staus vorbei, auch die Tempolimitanzeige leistet sich eine hohe Fehlerquote. Höher ist sie nur bei den Ultraschallsensoren des Parklenkassistenten, die speziell im Kolonnenverkehr oft völlig unbegründet und mit nervigem Dauerton vor drohender Berührung warnen.

Viel Grip, wenig Verschleiß

Ansonsten gab es wenig Misstöne und Störungen: Neben einem Unterdruckschlauch nach Marderbiss musste nur die Koppelstange am hinteren Stabilisator erneuert werden, der mit Klappergeräuschen auffiel. Hinzu kamen recht günstige Inspektionen mit Ölwechsel alle 30.000 km sowie der einmalige Austausch der Wischerblätter und der vorderen Bremsbeläge. Da der traktionsstarke Skoda sogar mit Reifen sehr behutsam umging, nur einmal außer Plan in die Werkstatt musste und noch weniger an Wert verlor als der Golf, landet er im Mängelindex seiner Klasse gleichauf mit dem VW.

Skoda Octavia Scout 2.0 TDI 4x4, Seitenansicht Foto: Hans-Dieter Seufert
Auch unsere Leser kommen zu einer ähnlichen Meinung wie unser Test.

Das mag zwar nicht unbedingt im Sinne der Konzernräson sein, aber ganz sicher im Interesse der Käufer.

So beurteilen Leser den Skoda Octavia

Seit Februar 2015 habe ich mit dem gleichen Modell wie Ihrem Testwagen über 75.000 Kilometer zurückgelegt. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 6,0 l/100 km, und außer einem Marderschaden gab es keine Probleme. Aber das Fahrwerk scheint mir etwas zu hart, das Navi zu langsam, und die Ledersitze neigen zu Faltenbildung.

Reinhard Reuter aus 85465 Langenpreising

Konzept, Raumangebot, Design und Ausstattung des Octavia sind toll, doch bei den Innenraummaterialien sieht man die Einsparungen zum Vorgänger. Das RS-Fahrwerk erscheint mir etwas zu komfortabel, und mit der Elektronik gab es massive Probleme. Nach dem Start dauert es teils mehrere Minuten, bis man Ziele ins Navi eingeben oder telefonieren kann. Obwohl Skoda mittlerweile den Tausch des zentralen Steuergeräts für das Infotainment erlaubt hat, ist das neue nicht schneller.

Sicco Birkholz aus 79539 Lörrach

Für ein Allradmodell mit 184 PS, das rund sieben Liter pro 100 km verbrennt, ist der Tank zu klein, und der Zweiliter-TDI braucht circa einen Liter Öl auf 10.000 km. Auch Kühlwasser muss gelegentlich nachgefüllt werden, und die Sitze sind zwar bequem, aber schweißtreibend. Mit DSG und Assistenzsystemen sind Tagesetappen von 1.000 Kilometern stress- und ermüdungsfrei zu bewältigen, denn bei jeder Gelegenheit schalte ich den adaptiven Tempomaten ein.

Rasmus Wieczorek aus 60316 Frankfurt/Main

Mit unserem Octavia Combi TDI mit 150 PS und Allradantrieb haben wir bisher 46.000 problemlose Kilometer zurückgelegt, doch die Verarbeitung des Vormodells war besser und der Tank um zehn Liter größer. Der Verbrauch beträgt 4,4 bis 6,8 l/100 km. Beim 30.000-km-Service war der Luftdruck in allen Reifen zu niedrig, zu viel Öl berechnet und die Ölwechselintervallanzeige verstellt.

Heinz Herrmann aus A-1180 Wien

Nach 22 Monaten und gut 135.000 Kilometern bleibt von meinem Octavia TDI RS ein durchwachsenes Bild: Auf der Habenseite stehen die Schaltzeiten des DSG, das tolle Multimedia- Interface, das sensationelle Platzangebot und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Negativ sind das Lederimitat, die unzuverlässigen Einpark- und Tempolimitassistenten und ein Turboschaden bei 95.000 Kilometern.

Christof Malz aus 41238 Mönchengladbach

Vor- und Nachteile

  • Solide, verschleißarme Karosserie
  • Viel Platz für Passagiere und Gepäck
  • Hohe Zuladung
  • Viele praktische Detaillösungen
  • Bequeme Sitze und Position
  • Übersichtliche Bedienung
  • Effiziente Heizung und Sitzheizung
  • Befriedigender Federungskomfort
  • Gutes Xenon-Licht
  • Durchzugsstarker Dieselmotor
  • Passende Getriebeübersetzung
  • Sehr gute Handlichkeit
  • Sichere Fahreigenschaften
  • Gute Traktion und Wintertauglichkeit
  • Ohne Beladung unsensible Federung
  • Grundlos warnende Parkpiepser
  • Unzuverlässige Tempolimitanzeige
  • Keine Echtzeit-Stauanzeige
  • Träges, ruckelndes DSG
  • Kerniges Motorgeräusch
  • Nicht sonderlich sparsam
  • Relativ hoher Ölverbrauch

Fazit

Der Octavia ist so wie viele seiner Besitzer: unkompliziert, pragmatisch, vielseitig begabt und offen für Neues, aber nicht für eitlen Tand. Im Dauertest überzeugte der Wagen mit hohem Praxis- und Alltagsnutzen, geringem Verschleiß und unbedingter Zuverlässigkeit. Der starke Diesel, DSG und Allradantrieb machen ihn zu einem Universaltalent mit Langstreckenqualitäten, doch der kernige Motor, das ruppige Getriebe und das straffere Scout-Fahrwerk zeigen die rustikale Seite des Kombi. Ansonsten ist er nahe dran am Ideal des Allrounders für alle Fälle.

Technische Daten
Skoda Octavia Scout 2.0 TDI 4x4 Scout
Grundpreis32.950 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4685 x 1814 x 1531 mm
KofferraumvolumenVDA610 bis 1740 l
Hubraum / Motor1968 cm³ / 4-Zylinder
Leistung135 kW / 184 PS bei 3500 U/min
Höchstgeschwindigkeit219 km/h
Verbrauch5,0 l/100 km
TestverbrauchDiesel
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    Micha1Berlin
    Ich habe den Verdacht, dass die ruppige Federung dieses Skodas beim Verfasser einige Spuren hinterlassen hat. Weil es für Herrn Stegemann offenbar möglich ist, dass ein Auto (seinem Besitzer ?) mitteilen kann, dass es „offen für Neues“ ist. Handelt es sich dabei um eine besondere Begabung, einen Auto-Flüsterer in der AMS-Redaktion oder doch schon durch die ersten Anzeichen von künstlicher Intelligenz in den Assistenzsystemen? Hoffentlich nur eine literarische Kostbarkeit, die im Überschwang passiert ist. Wie diese hier: „43.000 Euro sind viel Holz für einen Octavia, doch dafür kommt der Scout höher und weiter als das Blockhaus.“ Und wie man sieht: sogar über herausfordernde Schotterpisten. Wow!
    Leider war dann nicht mehr der Platz dafür die 6 Liter Ölverbrauch angemessen zu kommentieren. Die sind nicht nur „relativ“ sondern absolut inakzeptabel. Und für einen ernstzunehmenden Fachjournalisten eigentlich ein Anlass, sich mal ganz nüchtern (z.B. bei einer freien Werkstatt) nach den technischen Ursachen zu erkundigen. Denn das ist ja bei VW kein Einzelfall und auch von den TSI- Motoren bekannt. Sind es wiedermal die Kolbenringe (Kolbenkippen durch falsche Vorspannung), ist es die Abdichtung der Turboladerwelle oder sind es wieder nur die Kunden, die den Turbo vor dem Abstellen nicht abkühlen lassen (Verkoken der Welle)? Mich würde auch mal interessieren, worin sich der neue EA288 Diesel in seiner „gewerblichen Longlife-Version“ von dem hier getesten TDI unterscheidet. Fehlen bei dem die Sollbruchstellen? Wie scheinbar an meinem alten 1.6er VW-Benziner, bei dem ich nach ca.125.000 km immer noch KEINEN Ölverbrauch feststellen kann.

    Micha10319 28. Januar 2017, 00:01 Uhr
    Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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