Toyota Racing

Im Jahr 2002 stieg mit Toyota einer der größten Autohersteller der Welt in die Königsklasse ein. Ausgestattet mit einem üppigen Budget blieb der ganz große Durchbruch bislang allerdings aus.

Nicht Kleckern sondern Klotzen lautete Toyotas Motto, als sich die Konzernleitung 2002 entschied, an der Formel 1-Weltmeisterschaft teilzunehmen. Dabei war das Debüt des Premierenwagens TF 102 in Australien relativ vielversprechend. Mika Salo kam sowohl im ersten als auch im dritten Rennen auf Rang sechs und fuhr auf Anhieb die ersten WM-Zähler ein. Es sollten allerdings die einzigen Punkte der Saison bleiben. Am Ende teilte man sich mit Minardi den vorletzten Platz in der Teamwertung.

Trotz häufiger Fahrerwechsel brachten auch die beiden folgenden Jahre nicht den gewünschten Erfolg. Zwei fünfte Plätze von Neuzugang Olivier Panis mussten als Höhepunkte angesehen werden. Im Konstrukteurspokal kam man trotz immenser Investitionen nicht über Rang acht hinaus.

Erst 2005 schien sich der Aufwand endlich auszuzahlen. Mit Jarno Trulli und Ralf Schumacher wurde ein erfahrenes Piloten-Duo verpflichtet, das auf Anhieb für gute Ergebnisse sorgte. So konnte Trulli in den ersten fünf Rennen drei Mal aufs Podium fahren. Schumacher kam in der zweiten Saisonhälfte zweimal das Treppchen. Der vierte Platz in der Endabrechnung machten Hoffnung auf mehr.

Doch 2006 folgte dann aber erneut die Ernüchterung. Ein dritter Platz im dritten Rennen in Australien war bereits das Highlight. Anschließend fuhr man nur noch selten in die Punkte. Ein neuer Tiefpunkt für die in Köln ansässige Truppe folgte 2007, als Trulli und Schumacher mit einem aerodynamisch mangelhaften Fahrzeug insgesamt nur 13 Punkte einfuhren.

So entschied man sich, die Saison 2008 etwas konservativer anzugehen. Mit einem komplett neuentwickelten Auto und dem neu verpflichteten Timo Glock als Schumacher-Ersatz häuften sich auch die Punkteplätze wieder. Beide Piloten konnten im Laufe der Saison sogar einmal Podiumsplatz einfahren. Mit dem fünften Platz in der Herstellerwertung konnten die Japaner am Ende das zweitbeste Ergebnis in der Teamgeschichte feiern.

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