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ABT Audi RS6 E1000

Mit Doppel-Herz und 1.018 PS Systemleistung

Mit dem RS6-E 1000 Avant hat Abt Tuning auf ein neues Level gehoben. Zum leistungsgesteigerten Biturbo-V8 gesellt sich ein Elektromotor und macht dem Kombi zum Hybridmodell. Damit steigt die Systemleistung auf wahnwitzige 1.018 PS.

05.07.2018 Uli Baumann Powered by

Am Anfang des RS6-E-Projekts stand ein ganz normaler Audi RS6 Avant. In dessen Bug schlägt ein 560 PS und 700 Nm starker Vierlieter-Biturbo-V8. Der wurde von Tuner Abt klassisch per neuer Motorsteuerungssoftware und eine durchsatzfreudigeren Abgasanlage auf 730 PS und 920 Nm gebracht. Als „Abt Power R“ ist dieses Performance-Paket bereits im Handel verfügbar. Der Prototyp Abt RS6-E 1000 hat jedoch mehr zu bieten, denn die Abt-Ingenieure haben im Kardantunnel einen zusätzlichen Elektromotor installiert, um per Knopfdruck einen Zusatz-Boost an der Hinterachse zu ermöglichen. Der E-Motor ersetzt dabei in Kombination mit zwei kürzeren Wellen die ursprüngliche Kardanwelle und verschwindet quasi unsichtbar unter einem silbernen Wärmeschutzblech.

Abt-Audi RS6-R in Genf730 PS und der Verlust der Unschuld

Mit Zusatz-E-Motor auf über 1.000 PS

Der Elektromotor liefert kurzzeitig (maximal 10 Sekunden) 213 kW (288 PS) und 317 Nm Drehmoment zusätzlich an die Hinterachse. In Summe ergibt sich so eine Spitzensystemleistung von 1.018 PS und 1.291 Nm. Zugeschaltet werden kann der E-Boost allerdings erst oberhalb von 100 km/h in den Gängen 3 bis 8 wenn das Gaspedal zu wenigstens 75 Prozent durchgetreten ist. Die notwendige Energie strömt aus einer 13,6 kWh großen Batterie, die vom Zulieferer Kreisel stammt und zusammen mit der Leistungselektronik unter dem Kofferraumboden sitzt. Die Zusatzkühler für den E-Antrieb sitzen hinter der Frontmaske. Der komplette E-Antriebsstrang bringt zusätzliche 255 Kilogramm auf die Waage. Der Abt RS6-E wiegt so 2.205 Kilogramm.

Das Know-How für den adaptierten Elektroantrieb zieht Abt aus seinem Einsatz in der Formel E. Der Prototyp Abt RS6-E 1000 soll zudem zeigen, wohin sich die Tuningbranche künftig entwickeln könnte, wenn Hybridmodelle und andere alternative Antriebe verstärkt in den Fokus der Kunden geraten.

Bewährtes Aeropaket für den Avant

ABT Audi RS6 E1000 Foto: Abt
Das Aeropaket ist vom normalen Abt6 RS6 Avant bekannt.

Der Abt RS6-E 1000 tanzt natürlich auch optisch aus der Reihe. So bekam der Prototyp eine futuristisch anmutende Vollfolierung verpasst, die in ihrem Design an Leiterplatinen erinnert und so den Hybridantrieb auch optisch aufnimmt. In den Radhäusern stecken 21 Zoll große Leichtmetallfelgen aus dem Abt-Programm, die mit speziellen Aero-Ringen bestückt wurden. Abgerundet wird der RS6-E 1000-Auftritt durch ein Aeropaket, wie es auch für den normalen RS6 angeboten wird. Verbaut werden eine neue Frontlippe, Frontschürzenaufsätze, Spiegelkappen, Radhausentlüftungen sowie Seitenschweller- und Heckschürzenaufsätze nebst Heckspoiler. Ein H&R-Gewindefahrwerk sorgt für die standesgemäße Tieferlegung.

Einen Preis für den Hybrid-Prototypen nennt Abt nicht, dafür aber eine Spurtzeit. Null bis 100 km/h sollen in 3,3 Sekunden machbar sein. Schon mit dem leistungsgesteigrten Verbrenner rennt der RS6-E 1000 320 km/h schnell. Der Hybrid ist auch nicht schneller, weil die Übersetzung nicht mehr hergibt.

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Neuester Kommentar

Schade, dass die Zeit für 100-200 nicht angegeben ist. 0-100 ist bei derartigen Tuningfahrzeugen selten interessant; Unterschiede zur Serienzeit minimal und regelmäßig im Bereich von Messtoleranzen.

In einem anderen Artikel habe ich eine Angabe von "5-6s" gefunden. 6 Sekunden wären eine sehr gute Zeit für einen RS6, aber ich glaube nicht, dass er das tatsächlich schafft.

Der ABT RS6-R mit 730 PS hatte mal 8,3 Sekunden 100-200 gebraucht. Diese Zeit ist zwar auffallend schlecht - der E63S T-Modell im Supertest hat ebenfalls 8,3 Sekunden für 100-200 gebraucht - aber wenn die Zeiten so gut wären, würde ABT genaue Messwerte nennen.

OmniousGuy 6. Juli 2018, 13:03 Uhr
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