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Tata Nano
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Die spinnen, die Inder

Billigauto Tata Nano mit 233 PS

1,3-Liter-Hochdrehzahl-Motor, Scheibenbremsen, Slicks und Überrollkäfig: Das indische Rennteam JA Motorsport frisiert das Billigauto Tata Nano zu einer kleinen Rennkiste. Mit seinen 233 PS übertrumpft der "Super Nano" gar einen VW Golf GTI oder Audi S1.

Aus Billigauto mach Rennsemmel: JA Motorsport, ein indisches Rennteam, hat sich den Tata Nano gepackt, ihm seine Innereien entnommen, neue Technik reingesteckt und einen Aerodynamikanzug auf den Leib geschnitten. Das Ergebnis: eine 233 PS starke Rennkiste, die ein bisschen nach unförmigem Ei aussieht.

Tata Nano bis zu 200 km/h schnell

Zur Erinnerung: Der Tata Nano ist ein viersitziger Kleinstwagen, entworfen vom indischen Autohersteller Tata Motors und 2009 für 100.000 indische Rupie auf den Markt geworfen. Das entsprach rund 1.500 Euro. Der Preis machte den Tata Nano zum billigsten Auto der Welt. Dafür mussten die Käufer Abstriche machen und beispielsweise auf eine Servolenkung, ABS, ESP und Airbags verzichten sowie mit einer äußerst spartanischen Einrichtung leben.

Doch die Macher von JA Motorsport hauchen dem Tata Nano neues Leben ein. Das Cockpit pimpen die Inder mit einem Armaturenbrett aus Carbon, Recaro-Schalensitze und einem abgeflachten Lenkrad. Entrümpelt wird auch das Heck.

"Super Nano" noch nicht getestet

Die Rückbank wandert auf den Sperrmüll, der Zweizylinder-Motor mit 623 cm³ und 35 PS wird von einem 1,3-Liter-Hochdrehzahlbenziner abgelöst. Aus Tata Nano wird "Super Nano". Mit dem neuen Aggregat soll der Billigwagen, im Serienzustand 635 Kilogramm schwer, mit bis zu 200 km/h über die Straße bolzen.

Mit den serienmäßigen Bremsen wäre der Tata Nano von JA Motorsport wohl nicht mehr einzufangen. Deshalb rüsten die Inder ihren Renner mit Scheibenbremsen aus. Dazu gibt’s eine neue Radaufhängung für den "Super Nano". Und falls mal doch etwas schief gehen sollte, schützt ein eingeschweißter Überrollkäfig vor Ungemach.

Die Verbindung zwischen den Slickreifen – wie es sich für einen Renner gehört – und dem Motor schafft ein sequentielles Getriebe. Über Schaltwippen am Lenkrad kann der Fahrer durch die sechs Gänge zappen.

Äußerlich ist der Tata Nano nach dem Tuning-Waschgang nicht mehr wiederzuerkennen. Wo er zuvor noch nicht einmal einem Kätzchen Angst einhauchte, dürften die Kontrahenten nun freiwillig aus dem Weg gehen. Durch eine neue Frontschürze mit zwei seitlichen Lufteinlässen schnüffelt das Billigfahrzeug tief am Asphalt. Neu auf den Karosseriekörper gezimmert sind auch die Seitenschweller und die Heckschürze.

Getestet wurde der getunte Billigwagen noch nicht. Die 233-PS-Rennsemmel soll allerdings 2015 für die Rennstrecke bereit sein.

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