Porsche 964 Tuning

DP Motorsport verjüngt den Klassiker

DP Motorsport Porsche 964 Foto: Jordi Miranda 41 Bilder

Die Firma DP Motorsport aus Overath hat in den vergangenen fünf Jahren einige sehenswerte Porsche 964-Umbauten auf die Straße gelassen. Neben dem Project Yellow mit 329 PS folgt nun ein Carrera 2 mit 325 PS und Carbon-Kevlar-Karosseriekit.

Tuner DP Motorsport hat es wieder getan und einen Porsche 964 ihren Vorstellungen nach veredelt. In diesem Falle ist ein Porsche 964 Carrera 2 in Irisch-Grün (Farbcode 213) für insgesamt 198.000 Euro entstanden. Gegenüber dem Carrera ist die Karrosserie pro Seite um 2,5 Zentimeter verbreitert und übermodelliert worden. Der „964 Classic Carrera Widebody“ ist ein aus Carbon/Kevlar verstärktem Kunststoff gefertigter Karosseriekit

DP Motorsport Porsche 964 Foto: Jordi Miranda
Der Karosseriekit wurde aus Carbon/Kevlar verstärktem Kunststoff gefertigt und trägt die interne Bezeichnung „964 Classic Carrera Widebody“.

Neben der Karosserie hat sich die Tuner auch das Fahrwerk vorgenommen. So finden sich nun KW-Clubsport-Federbeine mit Unibal-Domlagern, PU-Buchsen an den Vorderachslenkern und Unibal-Lagerungen an der Hinterachse. Der 325 PS starke 3,8 Liter große Boxermotor verteilt seine Leistung per Typ G50 5-Gang Getriebe inklusive RS-Differentialsperre an die 17 Zoll großen 255/40er Hinterräder auf 9x17 Zoll großen geschmiedeten Fuchsfelgen.

Detailverliebte Innenraumveredlung

Dem Innenraum wurde ebenso neues Leben eingehaucht. Das Prototip-Lenkrad stammt von Momo, der komplette Teppich ist in beigefarbenem Bouclé gehalten und die Sportsitze aus dem Hause Recaro kommen mit braunem Porsche-Leder und Pepita. Den Mitteltunnel, das Armaturenbrett sowie weitere Details haben die Tuner mit Alcantara bezogen. Hinzu kommt ein Porsche-Classic-Navi-Radio mit USB und Bluetooth. Der Schaltknauf ist eine ganz besondere automobile Leckerei: er besteht aus mehrschicht-verleimtem Holz.

DP Motorsport Porsche 964 Foto: Jordi Miranda
Der Preis für den schnellen Iren beträgt 198.000,- Euro inklusive den Wert des Basisfahrzeugs.

Project Yellow mit 329 PS

09/2017, DP Motorsport Porsche 911 Typ 964 Project Yellow Foto: DP Motorsport
Die Karosserie des 964 wurde komplett gestrippt und dann nur noch mit den Nötigsten bestückt.

Mit dem Project Yellow hatten sich die Mannen rund um Firmenchef Ekkehard Zimmermann zum Ziel gesetzt einen Porsche 964 Carrera 2 von 1990 in einen extrem leichten, aber dennoch straßentauglichen Clubsportrenner in der überaus beliebten Turbo-Breite umzuwandeln. Das Fahrzeug wurde von den Leichtbauspezialisten auf der Basis einer entlackten Rohkarosse aufgebaut und nur die zwingend notwendigen Komponenten wurden wieder montiert, wobei stets sehr wertige Optik und professionell-präzise Verarbeitung oberstes Gebot waren. Die Karosserie wurde komplett auf den breiten Werks-Turbo-Look (WTL) mit leichten Kohlefaserteilen umgebaut. Dabei kamen unter anderem die von DP Motorsport entwickelte Frontspoilerlippe RS, eine Fronthaube in Carbon mit Alu-Haubenstütze und ein ebenfalls aus Carbon gefertigter SC RS-Heckdeckel zum Einsatz. Die Serienfenster wurden durch eine Leichtbauverglasung aus Dünn- und Plexiglas ersetzt. Um dem Projektnamen „Yellow“ gerecht zu werden, wurde die komplette Karosserie in die Farbe „Signalgelb“ (Porsche-Farbe 114) gehüllt.

Um den Porsche 964 auch fahrwerkseitig auf Stand zu bringen, wurde ein komplettes KW-Clubsport-Gewindefahrwerk verbaut. Dazu bekam die Vorderachse Fahrwerksbuchsen der Marke SuperPro spendiert, die Hinterachse wird komplett in spielfreien Uniball-Lagerungen geführt. Abgerundet wird das Fahrwerks-Update mit leckeren Felgen. Hier fiel die Wahl auf 18 Zoll große OZ-Ultraleggera-III-Felgen mit Michelin-Cup-II-Bereifung in der Dimension 225/40 an der Vorderachse sowie 295/30 an der Hinterhand des Project Yellow.

Boxer legt auf 329 PS zu

09/2017, DP Motorsport Porsche 911 Typ 964 Project Yellow Foto: DP Motorsport
Der Boxer bekommt mehr Hubraum und deutlich mehr Leistung.

Beim Antrieb setzt das Project Yellow auf Mehr – mehr Leistung. Dazu wurde der serienmäßig 250 PS starke 3,6 Liter große Sechszylinder-Boxer 3,8 Liter Hubraum aufgestockt. Im Zuge einer kompletten Revision wanderte zusätztlich eine M&M-Rennauspuffanlage samt zwei Metall-Katalysatoren, Schrick-Nockenwellen sowie eine auf 71-mm-Durchmesser vergrößerte Drosselklappe in und an den Boxer. Unter dem Strich legt dessen Output so auf 329 PS zu. Das 5-Gang-Getriebe vom Typ G50 mit Differenzialsperre stammt vom Sportmodell 964 RS und wurde in Polyurethan gelagert.

Beim Interieur entschied sich DP Motorsport für Carbon-Sitzschalen von Recaro, in die die beiden Passagiere mit 4-Punkt-Hosenträgergurten gespannt werden. Für die Sicherheit der Insassen sorgt ein geschraubter Überrollbügel. Gesteuert wird das Project Yellow über ein Airbagfreies 350-mm-Sportlenkrad von Momo. Das Leichtbau-Armaturenbrett und die Knieleisten wurden speziell aus Kohlefaser gefertigt. Rer Rest des überaus spartanisch gehaltenen Innenraums setzt auf einen Materialmix aus Leder, Alcantara und Carbon. Zu den Extras zählen ein leichtes Frischluftgebläse, eine elektrisch beheizte Windschutzscheibe, eine Motorsportbatterie im Aluminiumkorb sowie ein Leichtbauteppich aus Velours.

Projekt beendet, Ziele erreicht, so lautet die Bilanz von DP Motorsport nach der Fertigstellung des „Project Yellow“. Das Gewicht konnte um 25 % auf nur noch 1.035 kg (ohne Spirt) gesenkt werden, die Motorleistung legte um gut 30 % zu. Der Fahrspaß soll gar um 100 % gesteigert worden sein.

Eine Preis für das Project Yellow nannte DP Motorsport allerdings nicht.

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