05/2020, Hennessey Corvette C8 Hennessey Performance
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Hennessey Corvette C8: Texas-Tuner fährt 330 km/h

Hennessey Corvette C8 Texas-Tuner fährt 330 km/h

Eine 650-PS-Version von Hennessey ist die erste Corvette C8, die die 200 mph-Schallmauer durchbricht. Doch der Tuner plant noch viel extremere Umbauten.

Acht Zylinder, 6,2 Liter Hubraum, 502 PS, maximal 637 Newtonmeter, 2,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 312 km/h: Man könnte angesichts dieser Daten meinen, bei der neuen Corvette bestehe keinerlei Optimierungsbedarf. Jedenfalls nicht in puncto Motorkraft und Fahrleistungen – zumal der Einstiegspreis unterhalb der 60.000-Dollar-Grenze liegt (aktuell gut 54.000 Euro). Aber in der kleinen texanischen Stadt Sealy gibt es Menschen, die das komplett anders sehen. John Hennessey führt diese aufmüpfige Bewegung an, und nicht ganz zufällig hat das von ihm gegründete Tuning-Unternehmen bereits ein Programm für die C8 mit Mittelmotor aufgelegt.

Bis zu 1.217 PS dank Twin-Turbo-Tuning

Das bringt im ersten Schritt einen neuen Edelstahl-Auspuff mit sich, der die Leistung um 20 PS anhebt und gleichzeitig das Gewicht um etwa 5,5 Kilogramm drückt. Daneben installiert Hennessey eine Lachgas-Einspritzung, um die Power auf insgesamt 659 PS zu pushen. Und das alles nur, um die erste Corvette C8 auf die Räder zu stellen, die schneller als 200 Meilen pro Stunde (mph) fährt.

05/2020, Hennessey Corvette C8
Hennessey Performance
Ein Lachgas-System ist hauptverantwortlich für die Leistungssteigerung auf 659 PS.

John Heinricy, der beim Tuner das Entwicklungsprogramm für den Venom F5 leitet, erreichte Anfang Mai auf dem acht Meilen langen Highspeed-Oval auf dem Continental Tire Proving Ground in Uvalde, Texas, sogar 205,1 mph. Macht umgerechnet 330 km/h für die neue Corvette, der in Sachen Hennessey-Tuning jedoch noch einiges bevorsteht.

"Wir wissen, dass die neue Corvette eine ausgezeichnete Plattform ist, von der aus unsere Kunden ihre Autos weiter personalisieren können", sagt der Firmenchef. "Wir haben große Pläne mit der neuen C8!" Da untertreibt der Herr Hennessey aber, schließlich stellt er bis zu 1.217 PS in Aussicht. Ein Wert, der in erster Linie einem zusätzlichen Twin-Turbo-System zu verdanken sein wird. Aber die geschmiedeten Aluminium-Kolben und Stahlpleuelstangen sowie das verstärkte Doppelkupplungsgetriebe spielen bei der Leistungssteigerung mehr als nur Nebenrollen.

Karbon-Bodykit für die Corvette C8

Als weiteren Zwischenschritt nach der Edelstahl-Abgasanlage plant der Tuner eine elektronische Leistungssteigerung, bevor ein Kompressor-Upgrade die Power des V8-Saugers mit der Motoren-Kennziffer LT2 auf etwa 710 PS anheben wird.

12/2019, Hennessey Corvette C8
Hennessey Performance
Hennessey Performance kehrt die patriotische Seite der neuen Corvette nach außen.

Die ersten Bilder der Hennessey-C8 lassen einen optisch extrovertierten Tuning-Sportwagen erahnen, der mit reichlich Karbon aufgerüstet wird. Das edle Kohlefaser-Verbundmaterial kommt in Form eines Frontsplitters und Heckspoilers, seitlichen Luftleitelementen an der Frontschürze, Einsätzen in den Stoßstangen sowie Schwellerverkleidungen zum Einsatz. Einen über dem Dach thronenden Luftansaug-Schnorchel à la McLaren F1 GTR, eine Brembo-Bremsanlage, ein einstellbares Penske-Fahrwerk und Verbesserungen in Sachen Felgen und Reifen plant Hennessey obendrein.

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Das Hennessey-Tuning für die Corvette C8 finde ich ...
... sehr geil. Optik und Leistungswerte sind schlicht überragend.
... völliger Blödsinn. Lasst die Corvette bitte so, wie sie ist.

Fazit

Natürlich kommt die neue Corvette von Hennessey ziemlich krawallig daher. Patriotisch noch dazu mit dem "Star Spangled Banner" auf den Heckflügel-Endplatten sowie den Dekorstreifen in Blau-Weiß-Rot. Doch spannend ist das C8-Projekt der Texaner allemal. Schließlich haben sie mit den diversen Venom-Modellen bewiesen, dass sie Sportwagen bauen können, die nicht nur brutal nach vorne, sondern auch flink ums Eck gehen. Und der jüngste 330 km/h-Zwischenschritt ist schon mal ein guter Start in das Projekt "Hardcore-Corvette".

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