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Kleinserien-Sportwagen IMSA RXR One

In vier Schritten zum Mercedes-AMG GT S Tuning-Monster

IMSA RXR One Mercedes-AMG GT S Tuning Foto: Miranda Media 10 Bilder

Ziel war ein praktikabler Sportwagen, der sich auch im Alltag bewegen lässt. Die Optik zumindest, lässt das erstmal nicht vermuten. Hier gibt’s alle Infos zur limitierten Kleinserie.

02.01.2018 Patrick Lang

Vier Zutaten veranschlagt IMSA für das optimale Tuning-Ergebnis: Gewichtsreduktion, Leistungssteigerung, Fahrwerksoptimierung und funktionale Aerodynamik. Von allem eine ordentliche Prise über den Mercedes-AMG GT S gestreut, entsteht der IMSA RXR One: Ein in Kleinserie produizierter Super GT, der sich auch im Alltag bewähren soll. Die Optik allerdings schreit eher nach Curbs und Kurven auf feinstem Rennstrecken-Asphalt. Werfen wir also einen Blick auf die Modifikationen.

IMSA RXR One Mercedes-AMG GT S Tuning Foto: Miranda Media
Nicht nur stark, sondern auch leicht muss so ein Sportwagen sein. Der RXR One spart sich satte 300 Kilo gegenüber der Serienversion von AMG.

Sportwagen-Fans wissen: Die tollsten PS nutzen nur bedingt, wenn sie einen 2,5-Tonnen-Koloss antreiben müssen. Es gilt also ähnlich wie im Fitnessstudio: Nur auf Kraft trainieren nutzt bedingt – auch der Fettanteil will reduziert sein. Also hat IMSA beim RXR One sämtliche Karosserieteile durch entsprechende Kohlefaser-Elemente ersetzt. Auch an den Achsen, der Abgasanlage, den Felgen und den Sitzen purzeln die Kilos. Insgesamt nimmt der Bolide im Vergleich zur Basisversion 300 Kilo ab und bringt so 1.296 Kg auf die Waage. Jedes PS muss somit nur rund 1.500 Gramm bewegen. So geht dem RXR weder auf der Hantelbank, noch auf dem Laufband die Puste aus. Also im übertragenden Sinne; Sie verstehen schon.

Potente Kraftreserven

Aber klar, einfach nur „leicht“ ist auch ein Smart. Es braucht schon potente Kraftreserven, wenn das äußere Erscheinungsbild bereits so auf Krawall gebürstet ist. Also hat der V8-Biturbo eine grundlegende Überarbeitung erfahren. Kurbelwelle, Pleuel und Kolben wurden durch verstärkte Schmiedeteile ersetzt, die Kanäle in den Zylinderköpfen durch CNC-Bearbeitung strömungsoptimiert. Ein neues Ansaugsystem beatmet die (natürlich vergrößerten) Turbolader mit jeder Menge Frischluft, und sollte die, beispielsweise im Sommer, heißer sein als üblich, wird sie durch einen neu entwickelten Ladeluftkühler vom Wüstenwind zur Frühlingsbrise. Egal wie die Luft reinkommt, auf der anderen Seite des Motors muss sie ja auch wieder raus. Den Weg weist hier eine staudruckreduzierte Abgasanlage mit Sportkatalysatoren.

Und was kriegen wir dann raus? 860 PS und brachiale 1.000 Newtonmeter maximales Drehmoment. Aber so viel Leistung will auch in die korrekten Bahnen gelenkt werden. Also haben die IMSA-Mitarbeiter nicht nur den Motor, sondern auch das Getriebe angefasst. Zwei zusätzliche Kupplungsscheiben, eine geschmiedete Eingangswelle und ein eigener Ölkühler für das Doppelkupplungsgetriebe wurden verbaut. Überhaupt alle Kühlsysteme sind vergrößert und optimiert worden.

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Neue Vorder- und Hinterachse

Das größte Kraftpaket nutzt jedoch nichts, wenn die Leistung nicht auf der Straße ankommt. Also muss auch das Fahrwerk überarbeitet werden. Für gesteigerte Traktion und Handling-Qualitäten wurden Vorder- und Hinterachse neu konstruiert. Neben neuen Streben, Lagern und Querlenkern verfügt der RXR One auch über eine komplett modifizierte Achsgeometrie inklusive sechs Verstellbereiche bei Druck und Zugstufe. Damit kann das Rennfahrwerk passgenau für Straße oder Rennstrecke eingestellt werden, verspricht IMSA. Für den direkten Fahrbahnkontakt sind Alu-Schmiederäder (12.0Jx20 vorne / 12.5Jx21 hinten) zuständig. Darauf kommen wahlweise Pirelli P Zero Corsa oder Trofeo R Pneus zum Einsatz. Mit Tritt auf das linke Pedal besorgt eine Carbon-Keramik-Bremsanlage die gewünschte Verzögerung.

Mit besonderer Hingabe hat sich Tuner IMSA aber dem Thema Aerodynamik gewidmet. So handelt es sich beim Karbon-Kleid des RXR One nicht etwa um ein simples Breitbau-Bodykit, sondern im Sinner der Strömungsoptimierung galt es, die verbreiterten Achsen samt den Rädern gut abzudecken. In den Seitenschwellern finden sich Öffnungen für die hintere Bremsbelüftung, an der Front gibt es größere Öffnungen für die Kühler, der Fahrzeugboden kommt dagegen ohne Löcher aus und wurde komplett geschlossen. Am Heck sitzt ein Diffusor aus Kohlefaser, vorne ein verstellbarer Splitter und die Rückansicht prägt natürlich ein amtlicher Flügel. Das optimierte Kraftpaket RXR One wird in stark limitierter Stückzahl aufgelegt, um so ein exklusives Vergnügen zu bleiben. Für die Individualisierung bietet IMSA außerdem eine breite Palette an Lackierungen und Innenausstattungen an.

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Mainzer111 2. Januar 2018, 15:12 Uhr
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