Mansory Torofeo

Lamborghini Huracán mit 1.250 PS

Mansory Lamborghini Huracan Torofeo Genf Foto: Stefan Baldauf 10 Bilder

Mansory packt den Lamborghini Huracán an den Hörnern und verabreicht dem Sportwagen einige Injektionen ins Rückenmark. Das Ergebnis: ein 1.250 PS starker Kampstier. Sein Revier steckt der Mansory Torofeo auf dem Genfer Autosalon 2015 ab.

Mansory hat es wieder getan: Der Tuner bestellte sich einen Lamborghini – in diesem Fall den Huracán – fütterte ihn mit Carbon und plusterte sein Triebwerk gewaltig auf. Dieses Mal von 610 auf 1.250 PS.

Zwei Turbolader für den V10

Neue Kolben, Pleuel, Pleuellager und Nockenwellen stärken den 5,2-Liter-V10. Außerdem ändert Mansory das Kraftstoffsystem. Doch damit allein reißt sich ein Lambo-Stier nicht alle Fesseln vom Leib. Also packt Mansory noch zwei Turbolader drauf. Damit der Huracán nicht zu heiß einatmet, schaltet der Tuner einen wassergekühlten Ladeluftkühler zwischen Verdichter und Einlassventil. Das Ausatmen wird dem Mittelmotorsportler durch ein neues Abgassystem erleichtert.

Der auf links gedrehte V10 trampelt mit bis zu 1.000 Nm auf den Antriebswellen rum. Den Standardsprint läuft der Mansory in 2,7 Sekunden. Damit würde er dem Serienbruder eine halbe Sekunde abknöpfen. Erst jenseits der 340 km/h soll der getunte Huracán anstehen. Diesen tauft Mansory auf den Namen Torofeo – eine Mischung aus "Toro", zu Deutsch Stier, und Trofeo, in Anlehnung an die Lamborghini Blancpain Super Trofeo.

Mansory Torofeo mit breiteren Schultern

Der Firmenphilosophie entsprechend heftet Mansory seinem Torofeo ausschließlich Carbon-Teile an den Körper. Die neue Schürze mit ihren markanten Lufteinlässen soll dem Kühler mehr frische Luft zuschaufeln. Die Spoilerlippe dient dem Abtrieb. Neu designt zeigen sich die Seitenschweller mit großen Kühlöffnungen vor den hinteren Radhäusern. Hierdurch sollen sich die Bremsen und der V10-Mittelmotor eine kühle Brise saugen.

Für einen dynamischeren Auftritt dehnte Mansory die Kotflügel vorne um 30 und hinten um 40 Millimeter in die Breite. Der 1.250-PS-V10 lungert unter einer Lamellensicherheitsglashaube. Damit sich das Biest in den Asphalt verbeißen kann, rammt ihm Mansory einen Diffusor aufs Hinterteil und einen Spoiler in den Rücken.

Im Innenraum darf sich der Mansory Huracán, der auf geschmiedeten Leichtmetallrädern (20 Zoll vorn, 21 Zoll Hinten) steht, über neues Leder und Carbonapplikationen freuen. Zudem rüstet der Tuner seinen Torofeo mit einem neuen Sport-Airbaglenkrad und neuen Alupedalen aus. An die Sicherheit wurde nicht nur beim Airbag gedacht. Die Tagfahrleuchten im Kristalldesign sollen zur passiven Sicherheit beitragen.

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