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SEMA 2019
10/2019, 1968 Dodge D200 Lowliner Concept auf der SEMA 2019 FCA
10/2019, Ram 1500 Rebel OTG Concept
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10/2019, Ram 1500 Rebel OTG Concept
10/2019, Ram 1500 Rebel OTG Concept 24 Bilder

Mopar auf der SEMA 2019

Ein harter und ein zarter Pickup

Offroading ist ein Riesenthema auf der SEMA 2019. Das zeigt auch der Auftritt des Fiat-Chrysler-Haustuners Mopar auf der weltgrößten Tuningmesse in Las Vegas.

Verschafft man sich einen Überblick über die Neuheiten der SEMA (5. bis 8. Oktober 2019), könnte man den Eindruck gewinnen, halb Amerika will seine Zeit fortan nur noch draußen in der Natur verbringen. Offroading ist markenübergreifend das Riesenthema in den Messehallen des Las Vegas Convention Centers. Je strapazierfähiger ein Auto ist und je unabhängiger dessen Besatzung in der Wildnis agieren kann, umso besser. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass diesmal besonders viele Pickups in der Zockermetropole aufschlagen.

Ram 1500 Rebel mit besserer Geländegängigkeit

Zwei von ihnen bringt Mopar mit zur SEMA. Die Rolle des extremen Geländegängers spielt der Ram 1500 Rebel OTG (Off the Grid) Concept. Der in der Farbe „Mojave Sand“ lackierte Pritschenwagen verfügt selbstverständlich über Allradantrieb und obendrein über ein Lift-Kit, das die Karosserie um bis zu fünf Zentimeter anhebt. Die Beadlock-Felgen tragen ringsum Offroad-Reifen des Typs Goodyear Wrangler.

10/2019, Ram 1500 Rebel OTG Concept
FCA
Ist alles komplett ausgeklappt und aufgefächert, lässt sich ungefähr erahnen, welche Möglichkeiten Ram 1500 Rebel OTG Concept im Gelände bietet.

Im Frontstoßfänger sitzen eine integrierte Seilwinde und besonders robuste Abschleppösen. Zusätzliche LED-Leuchten gibt es zwischen Stoßstange und Kühlergrill sowie an der vorderen Dachkante. Unterfahrschutz-Elemente vorne und hinten sowie seitliche Trittbretter schützen die Karosserie von unten her. Mopar hat zudem extra das Auspuffendrohr verlegt und dem Rebel OTG Concept eine anders geformte Heckschürze verpasst, um den hinteren Rampenwinkel zu verbessern.

Rebel OTG Concept mit Dreiliter-V6-Diesel

Als passenden Motor wählte Mopar den neuen Dreiliter-V6-Turbodiesel, der im 1500er Ram 264 PS leistet und bei 1.600 Umdrehungen sein Drehmoment-Maximum von 651 Newtonmetern liefert. Dank eines größeren und besser durchströmten Kühlergrills und eines Schorchels soll der Selbstzünder besser einatmen können, und das auch unter Wasser. Und bei einem Durchschnittsverbrauch von 9,8 Litern sowie einem Tankinhalt von 125 Litern bietet der Diesel eine Reichweite von satten 1.275 Kilometern.

10/2019, Ram 1500 Rebel OTG Concept
Mopar Ram 1500 Rebel OTG Concept auf der SEMA
2:53 Min.

Zumindest theoretisch, denn der Rebel OTG Concept ist so vollgestopft mit Ausrüstung, dass er das Gewicht des Serienmodells um einiges nach oben schrauben dürfte. Mopar nutzt die Ladefläche bis zum letzten Kubikzentimeter aus, um darauf eine einziehbare, batteriebetriebene Kühl- und Kücheneinheit mit einem gasbetriebenen Herd und einer Spüle samt integrierten Wassersystem unterzubringen. Zudem befinden sich hier ein Luftkompressor und ein gasbetriebenes Notstromaggregat. Erreichbar ist das Equipment über die zur Seite und zweiteilig im Verhältnis 60:40 öffnende Ladebordwand und eine ausklappbare Trittstufe.

Pickup-Oldie mit 22-Zoll-Felgen

Zusätzlichen Stauraum schafft das Gestell, das sich vom Dach des Fahrerhauses über die gesamte Pritsche erstreckt und Platz für allerlei Ausrüstung bietet. Hier nur die wichtigsten Elemente: Dachzelt mit verstaubarer Leiter, Solarmodule zur Stromversorgung, Traktionsmatten und Hebevorrichtung, falls man sich einmal festfahren sollte, Werkzeug inklusive Schaufeln, zusätzliche Leuchten, ein sich ziemlich weit auffächerndes Sonnensegel und eine daran befestigte LED-Lichterkette. Auch Campingstühle und -tische trägt der Ram 1500 Rebel OTG Concept stets bei sich.

10/2019, 1968 Dodge D200 Lowliner Concept auf der SEMA 2019
FCA
Unter der im Ganzen nach vorne klappenden Motorhaube des Lowliner Concept sitzt ein 5,9-Liter-Cummins-Diesel.

Einen vollkommen anderen Ansatz verfolgt Mopar mit dem 1968er Pickup der Dodge D200-Serie. Der heißt nicht umsonst Lowliner Concept, denn er wurde von den Tuning-Spezialisten per Luftfahrwerk, das drei Fahrzeughöhen erlaubt, massiv tiefergelegt. In den Radhäusern rotieren nun vorne 9,5x22 und hinten 11x22 Zoll große Stahlfelgen, die den klassischen Smoothie-Look imitieren und vorne 285/35er Pneus sowie hinten 325/35er Reifen tragen.

Tiefgreifend umgeformtes Blech

Damit alles funktioniert und die Proportionen stimmen, haben die Mopar-Techniker die Karosserie auf dem Rahmen im vorderen Bereich um knapp acht Zentimeter nach vorne verschoben und dadurch den Radstand verlängert. Außerdem zeigen sich die hinteren Radkästen auf jeder Seite um je 13 Zentimeter verbreitert, um Raum für die Räder und die Komponenten des Luftfahrwerks zu schaffen. Den Boden der Ladefläche hat Mopar zudem um gut 15 Zentimeter nach oben verlagert, indem die Ladefläche eines aktuellen Ram 1500 integriert wurde.

10/2019, 1968 Dodge D200 Lowliner Concept auf der SEMA 2019
Mopar 1968 Dodge D200 Lowliner Concept SEMA
2:33 Min.

Die im Ganzen nach vorne öffnenden Motorhaube gibt den Blick auf einen 5,9-Liter-Cummins-Diesel frei. Dieser leitet seine Kraft von unbekannter Größe über ein manuelles Sechsgang-Getriebe, das mit einem bodentiefen Schalthebel bedient wird, an die Hinterräder weiter.

Komplett gecleante Karosserie

Räder, Stoßstangen und Kühlergrill tragen die Farbe „Dairy Cream“. Damit schaffen sie einen guten Kontrast zur komplett von Türgriffen, Tankdeckeln, Antennen, Logos und Schriftzügen befreiten Karosserie, die in der Lackierung „Candied Delmonico Red“ erstrahlt. Den Mangel an Original-Logos wiegt der Haustuner durch seitlich auf den vorderen Kotflügeln aufgedruckte Logos auf. Vorne blickt der Lowliner durch Sieben-Zoll-LED-Scheinwerfer, auch hinten verpasst Mopar dem Pickup-Oldie individuelle Leuchten.

Innen behält der Dodge D200 seine originale Sitzbank, die aber mit neuem Leder bezogen wurde. Neu sind auch der Dachhimmel und die Teppiche. Das ursprüngliche Lenkrad erhält ein neues Logo und das Armaturenbrett eine Aluminiumplatte, die sieben neue Instrumente trägt.

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Fazit

Wie unterschiedlich sich doch das Thema „Pickup-Tuning“ umsetzen lässt. Sowohl der Ram 1500 Rebel OTG Concept als auch der Dodge D200 Lowliner Concept sind auf ihre Art einfach cool. Und damit zwei Highlights in der an Spektakulärem gewiss nicht armen 2019er Auflage der SEMA in Las Vegas.

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