Porsche Exclusive wird 25

Veredelung ab Werk feiert Jubiläum

Porsche 911, 25 Jahre Porsche Exklusive Foto: Porsche 28 Bilder

Seit nunmehr 25 Jahren bietet Porsche unter dem Begriff Porsche Exclusive die Möglichkeit, einen Porsche bereits bei der Bestellung individuell zum unverwechselbaren Unikat maßschneidern zu lassen. Ein Rückblick über die besonderen Kreationen.

Porsche Exclusive, das ist nach eigener Diktion Manufaktur-Veredelung direkt ab Werk für die ganz persönliche Note in punkto Design und Performance. Nahezu jeder Kundenwunsch kann von Porsche Exclusive erfüllt werden. Die einzig begrenzenden Faktoren sind die technische und qualitative Realisierbarkeit.

100 Spezialisten kümmern sich bei Porsche Exclusive um Kundenwünsche

Um die speziellen Kundenwünsche kümmern sich rund 100 Spezialisten. Komponenten und Komplett-Fahrzeuge entstehen überwiegend in Handarbeit. Entwickelt werden die Optionsteile, egal ob Innenausstattungen oder Leistungssteigerungen, in Weissach. Neben den Einzelanfertigungen können Porsche-Kunden aber auch aus dem Exclusive-Katalog wählen.

Jüngste Entwicklung von Porsche Exclusive ist der neue Porsche Speedster. Als Hommage an das erste Modell mit diesem Namen - dem 356 Speedster - werden nur 356 Exemplare davon gebaut. In bester Tradition als puristischer, offener Zweisitzer samt niedriger Frontscheibe und Doppelhutze auf dem Verdeckkastendeckel. Allerdings sind alle Sonder-Modelle schon vor dem Marktstart verkauft.

Bereits 2009 fügte Porsche Exclusive seinem Portfolio mit dem 911 Sport Classic ein wahres Schmuckstück hinzu. Limitiert auf 250 Stück entstand ein Elfer, der an den legendären Carrera RS 2.7 aus dem Jahre 1973 anknüpfen sollte.

Heckscheibenwischer für den 356 und Renn-Elfer für die Straße

Die Wurzeln der Porsche-Individualisierung ab Werk unter dem Namen Porsche Exclusive lagen aber schon in Zeiten des  356. Damals trat Alfried Krupp von Bohlen und Halbach an den Sportwagenbauer heran. Er wünschte einen Heckscheibenwischer für sein 356 Coupé. Die Initialzündung gab aber ein Auftrag von TAG-Besitzer Mansour Ojjeh im Jahr 1983, der privat einen ganz besonderen 911 fahren wollte. Und was zunächst als unmöglich galt, gelang. In Zuffenhausen entstand ein 409 PS starkes Turbo-Einzelstück mit für damalige Verhältnisse riesigen 15 Zoll-Rädern und gewaltigem Heckflügel, das den Spagat zwischen Rennstrecke und Komfort meisterte. Feinstes Conolly-Leder in "creme caramel" zierte den holzgetäfelten Innenraum, ein Clarion-HiFi-Turm sorgte für edle Klänge. In 4,9 Sekunden beschleunigte der Flachbau-911 von null auf 100 km/h, lief knapp 300 km/h Spitze und repräsentierte einen Gegenwert von über 500.000 Mark.

Exklusive Kleinserien von Porsche Exclusive

Ebenfalls 1983 entstand eine Flachbau-Variante des 911 Turbo der Baureihe 930 mit damals sehr begehrten Klappscheinwerfern. Sechs Jahre, also bis 1989, war sie zu haben, insgesamt 948 Stück wurden schließlich gebaut. In den Jahren 1992/93 stand dann ein Turbo S Leichtbau der Baureihe 964 im Angebot, immerhin 86 dieser Sportwagen fanden zum Preis von 295.000 Mark begeisterte Käufer. Ihm sollten 1993 dann noch insgesamt 76 Fahrzeuge des Typs 911 Turbo 3.6, erneut mit der flachen Front, folgen. Im selben Jahr verwirklichte Porsche Exclusive aber auch einen anderen Wunsch einiger weniger Kunden: Der damals brandneu aufgelegte Carrera Speedster (964) erhielt nur 15 mal das breite Heck des Turbos, heute eine gesuchte Rarität. 1995 erblickten erstmals 14 Turbo 3.6 als Cabriolet das Licht der Welt, allesamt Unikate zum Stückpreis von 301.540 Mark. Noch wesentlich seltener allerdings als dieser Vorgänger
aller offenen Turbo ist der Speedster auf Basis des letzten luftgekühlten Neunelf der Baureihe 993: Nur zwei dieser Modelle wurden 1995 und 2000 zum heute unbekannten Preis auf die Räder gestellt.

Mit dem 911 Turbo S, ebenfalls auf Basis des 993, sollte dann die Tradition der Exclusive-
Kleinserien einen vorläufigen Höhe- aber auch Endpunkt erfahren. Zwischen 1997 und 1998
rollten immerhin 345 Stück des 450 PS starken Modells aus den Hallen in Zuffenhausen,
der Preis lag bei 304.650 Mark.

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