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Mercedes A 140 im Vergleichstest

Besser als VW Polo 75, A 160 und C 180?

Die Mercedes A-Klasse versetzt Auto-Käufer aller Klassen ins Grübeln: Mit einer Länge von 3,57 Metern spricht der Micro-Van Kleinwagenfahrer an, mit einem Preis von über 30.000 Mark Kunden der Kompaktklasse, aber mit seinem Stern auf der Haube auch Mercedes-Kunden Höherer Klassen. auto motor und sport prüft in zwei Doppeltests, welchen Ansprüchen die A-Klasse gerecht wird: A 140 gegen den VW Polo 75 sowie C 180 gegen dem A 160.

02.04.2003

Mercedes nennt die A-Klasse unvergleichlich und hat damit recht. Das ungewöhnlich konzipierte Auto mit den Abmessungen eines Kleinwagens und dem Aussehen eines Minivans läßt sich nur schwer einer der üblichen Fahrzeugkategorien zuordnen. Entsprechend schwierig gestaltet sich die Suche nach geeigneten Vergleichskandidaten, auch wenn die Sache für VW Chef Ferdinand Piëch längst klar ist: „Unsere A-Klasse ist der Polo.“ In der Tat ist der mit einem Grundpreis von 13.300 EUR knapp 2.250 EUR günstigere Polo (vier Türen, 75 PS) in der Lage, dem 82 PS starken A 140 Paroli zu bieten. Aus den Wertungskapiteln Fahrkomfort, Antrieb und Kosten geht der wesentlich betagtere VW, der im nächsten Frühjahr einem umfassenden Facelift unterzogen wird, sogar als klarer Punktsieger hervor.

Dabei ist der für diese Klasse außergewöhnlich gute Federungskomfort des VW besonders hervorzuheben. Selbst auf schlechten Straßen erspart er seinen Insassen die Härten des Kleinwagenfahrer-Lebens und bewältigt kurze und lange Bodenwellen souverän. Ganz anders der A 140: Bei ihm gingen die Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrsicherheit – straffere Fahrwerksabstimmung, breitere Reifen – eindeutig zu Lasten des Fahrkomforts. Schon leichte Bodenwellen versetzen den Mercedes in spürbare Vertikalbewegungen, während er auf Querfugen und Kanaldeckel zusätzlich mit einer unangenehmen Stuckerneigung reagiert. Diese Tendenz verstärkt sich in beladenem Zustand noch. Punktabzüge gibt es auch für den mangelnden Sitzkomfort des schlecht gepolsterten Mercedes-Gestühls: Sitzflächen und -lehnen sind vorn wie hinten hart und unterdimensioniert und geben zudem zuwenig Seitenhalt.

Im Polo fühlen sich die Fondpassagiere dagegen auf den insgesamt gut konturierten Sitzen sehr wohl, dafür müssen sie sich aber mit weniger Knieraum begnügen. Der objektiv vorhandene Längenvorteil des Polo von 14 Zentimetern ist auch sonst kaum zu spüren: 245 Liter Kofferraumvolumen reichen gerade für das Nötigste. Hier hat die A-Klasse mit 390 Liter Kofferraumvolumen und ihrer weitaus größeren Innenraum- Variabilität eindeutig mehr zu bieten: Durch das Herausnehmen der ganz oder teilweise ausbaubaren Rücksitzbank entsteht eine grosszügig dimensionierte Ladefläche. Gleichzeitig vermittelt der kleine Mercedes seinen Insassen aufgrund der großen Fensterflächen ein angenehm luftiges Raumgefühl, auch wenn die Ellenbogenfreiheit etwas geringer ausfällt als beim Polo. Positiv ist das geringe Innengeräuschniveau des A 140 hervorzuheben: Weder Fahrtwind noch Antriebsquelle sind störend zu vernehmen. Der 82 PS starke 1,4 Liter-Vierzylinder ist laufruhig, aber wenig durchzugsstark. Für die bei Überholvorgängen wichtige Beschleunigung von 80 auf 120 km/h im fünften Gang benötigt der Mercedes immerhin 7,6 Sekunden mehr als der sieben PS schwächere Polo. Wer Wert auf Fahrspaß legt, ist daher mit dem kleinen VW eindeutig besser bedient: Zwar geht der 1,6 Liter-Motor des Polo deutlich kerniger zu Werke als das Mercedes-Triebwerk und neigt zuweilen zu Teillastruckeln, gleichzeitig bietet er aber eine bessere Leistungscharakteristik.

Der Zweiventiler ist drehfreudig, hängt gut am Gas und erreicht sein gegenüber dem Mercedes-Motor minimal höheres Drehmoment von 135 Newtonmeter bereits bei 2800/min. (A 140: 130 Newtonmeter bei 3750/min). Im Fahrverhalten geben beide Konkurrenten wenig Anlaß zu Kritik: Die überarbeitete A-Klasse mit dem Elektronischen Stabilitätsprogramm ESP bringt so schnell nichts mehr aus der Ruhe, und der Polo erweist sich in schnell durchfahrenen Kurven als gutmütiger Untersteuerer, dem auch plötzliches Gaswegnehmen nichts anhaben kann. Daß der VW trotz seiner insgesamt höherwertigen Verarbeitungsqualität und seines Vorsprungs in Sachen Antrieb und Komfort am Ende hinten liegt, ist auf sein schlechteres Abschneiden im Kapitel Sicherheit zurückzuführen: 20 Punkte Differenz sprechen eine deutliche Sprache.

Der große Unterschied erklärt sich aus noch nicht lieferbaren Sicherheitsdetails (Seitenairbags und ESP) und aus der im Gegensatz zur A-Klasse mäßig verzögernden Bremsanlage. Kalt benötigt der Polo 42,9 Meter, um aus 100 km/h zum Stillstand zu kommen, bei voller Zuladung nach der zehnten Vollbremsung 44,3 Meter. Sollte VW aber – wie geplant – für die Neuauflage ein ähnliches Sicherheitspaket schnüren, wie Mercedes es für seine A-Klasse getan hat, könnte der verbrauchs- und kostengünstigere Polo den Piëch- Anforderungen künftig gerecht werden.

Die Suche nach dem idealen Weggefährten wird für Mercedes-Kunden seit Markteinführung der A-Klasse immer komplizierter. Nie war die Modellpalette des deutschen Oberklasse- Herstellers so umfangreich wie heute, und noch nie war es so kostengünstig, einen Mercedes zu fahren. Doch das Ziel, durch eine Abrundung des Programms nach unten auch eine neue, vornehmlich jüngere Kundschaft anzulocken, wurde bislang nicht erreicht. Das Durchschnittsalter der A-Klasse-Fahrer liegt bei 52 Jahren und damit auf einer Altersstufe mit der C-Klasse-Kundschaft. Aus deren Kreis stammen so auch überraschend viele Interessenten an dem 3,57 Meter kurzen City-Hüpfer. Kein Wunder: Der Eintrittspreis in die Upperclass der deutschen Automobilwelt reduziert sich auf 15.500 EUR (A 140) – selbstverständlich inklusive des prestigeträchtigen Sterns im Kühlergrill. Dessen Leuchtkraft überstrahlt bekanntlich manches, so zum Beispiel auch die weit unter dem Niveau der C-Klasse rangierende Interieur-Anmutung der A-Klasse. Billig wirkende Plastikmaterialien sowie schlecht ablesbare Instrumente und unzureichend gepolsterte Sitze belegen allzu augenfällig, daß beim kleinen Mercedes kräftig gespart wurde. Grosszügiger erscheinen da die Raumverhältnisse, zumindest gemessen an der Länge des A-Modells. Im Vergleich zur C-Klasse erweisen sie sich allerdings als dürftig. Die Passagiere gehen in der A-Klasse gezwungenermaßen auf Tuchfühlung und sitzen speziell im Fond zu zweit oder gar zu dritt nebeneinander so dicht gedrängt wie Hühner auf einer Stange.

Vom üppigen Platzangebot der C-Klasse im Innenraum ist die AKlasse weit entfernt, vergleichbarer sind dagegen die Gepäckabteile. 430 Liter Volumen bietet dort der große Bruder, 390 Liter der Mini- Benz. Das reicht, selbst ohne die Rücksitzbank komplett umzulegen, völlig aus, um größere Einkäufe zu transportieren. Rechnet man die vielen Variationsmöglichkeiten bis hin zum Ausbau von Rücksitzbank und Beifahrer-Sitz (170 EUR extra) dazu, bietet die A-Klasse sogar mehr Platz für sperrige Gegenstände als die C-Klasse.

Die verfügt dafür über einen Federungskomfort, der um mindestens zwei Klassen besser ist als jener der A-Klasse. Fahrbahn- Unebenheiten absorbiert der größere Mercedes mit der Souveränität, die man von Reise- Limousinen erwartet, während der viel zu straffe A nicht einmal auf dem Niveau eines Kleinwagens rangiert (siehe Doppeltest ab Seite 64). Seine Konkurrenz überragt das hochbauende Auto nach dem hinlänglich bekannten Elchtest-Drama dafür im Hinblick auf die gebotene Fahrsicherheit.

Weder schnell durchfahrene Kurven noch plötzliche Ausweichmanöver bereiten der mittlerweile mit ESP und Bremsassistent (BAS) ausgerüsteten A-Klasse Probleme – Grenzbereiche, in denen auch die C-Klasse viel Gelassenheit an den Tag legt, wenngleich sie bei Ausnutzung der vollen Zuladung eher dazu neigt, mit dem Heck nach außen zu drängen. Auf ESP muß der Kunde hier jedoch noch warten. Spätestens bis zur Jahrtausendwende, so Mercedes, soll die gesamte Modellpalette mit der Stabilitätskontrolle ausgerüstet sein, die besonders auf rutschigem Untergrund hilft, das Fahrzeug in der gewünschten Spur zu halten. Die größten Vorzüge im Vergleich zur C-Klasse weist der A 160 selbstverständlich im Kapitel Wirtschaftlichkeit auf. Der brummige, aber sehr drehfreudige 102 PS-Motor benötigt mit durchschnittlich 8,4 Liter pro 100 Kilometer über einen Liter weniger Benzin als die 122 PS-Maschine im C 180 und sorgt in der A-Klasse zudem für nahezu identische Beschleunigungs- und Elastizitätswerte. Gravierender erscheint natürlich der Preisunterschied zwischen dem gut ausgestatteten A 160 Elegance und dem C 180 Classic: 5.500 EUR Differenz dürften für viele Grund genug sein, A zu sagen.

Fazit

1. Mercedes A 140 Classic
581 Punkte
2. VW Polo 75 Comfortline
573 Punkte
3. Mercedes A 160 Elegance
585 Punkte
4. Mercedes C 180 Classic
572 Punkte
Technische Daten
Mercedes A 140 ClassicVW Polo 75Mercedes A 160 EleganceMercedes C 180
Grundpreis16.221 €12.113 €18.950 €23.284 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe3575 x 1719 x 1575 mm3715 x 1655 x 1420 mm3575 x 1719 x 1575 mm4487 x 1720 x 1427 mm
KofferraumvolumenVDA390 bis 1040 l245 bis 975 l390 bis 1040 l430 l
Hubraum / Motor1397 cm³ / 4-Zylinder1598 cm³ / 4-Zylinder1598 cm³ / 4-Zylinder1799 cm³ / 4-Zylinder
Leistung60 kW / 82 PS bei 5000 U/min55 kW / 75 PS bei 4800 U/min75 kW / 102 PS bei 5250 U/min90 kW / 122 PS bei 5500 U/min
Höchstgeschwindigkeit170 km/h172 km/h182 km/h193 km/h
0-100 km/h13,1 s12,3 s11,3 s11,2 s
Verbrauch7,1 l/100 km7,1 l/100 km7,2 l/100 km9,2 l/100 km
Testverbrauch8,8 l/100 km7,8 l/100 km8,4 l/100 km9,7 l/100 km
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