Alkohol am Steuer

Kaskoversicherung kann Zahlung verweigern

Wer Alkohol konsumiert und sich betrunken ans Steuer setzt, darf im Falle eines Unfalls nicht auf Zahlungen der Kaskoversicherung hoffen. Bei Fahruntüchtigkeit können die Leistungen auf Null reduziert werden, urteilte das Landgericht Dortmund.

Autofahren in volltrunkenem Zustand ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch teuer werden. Kommt es zu einem Unfall, kann die Kaskoversicherung die Zahlung von Schäden verweigern. Die absolute Fahruntüchtigkeit eines Autofahrers berechtigt auch Vollkaskoversicherungen dazu, die Leistungen auf Null zu reduzieren. So zumindest urteilte das Landgericht Dortmund (Az.: 2 O 370/13).

Ehemann der Versicherten fuhr mit 2,07 Promille

Vor dem Landgericht klagte eine Versicherungsnehmerin, deren Ehemann im Februar 2013 im volltrunkenen Zustand mit dem geleasten Auto seiner Frau gegen einen Baum prallte. Die eintreffende Polizei stellte zunächst einen Alkoholwert von 1,39 Promille in der Atemluft fest, der spätere Bluttest ergab einen Mittelwert von 2,07 Promille. Die mit einer Selbstbeteiligung von 300 Euro versicherte Fahrzeughalterin forderte den Versicherer zur Zahlung des Schadens in Höhe von knapp 8.000 Euro auf und klagte, als dieser die Kostenübernahme ablehnte.

Die Klage der Versicherten wurde mit der Begründung abgewiesen, dass der Ehemann der Klägerin grob fahrlässig gehandelt habe. Im Versicherungsvertragsrecht gelten Autofahrer ab einem Blutalkoholgehalt von 1,1 Promille als absolut fahruntüchtig. Im Urteil heißt es weiterhin, dass die Trunkenheitsfahrt des Ehemanns zur Leistungsfreiheit der Kaskoversicherung führe. Bei grober Fahrlässigkeit muss der Versicherer nach geltendem Recht also nicht zahlen.

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