Sicherheitsgurt BAST

Anschnall- und Helmquote 2018

Pkw-Fahrer top – Radfahrer unterirdisch

Die Anschnallquote der Pkw-Fahrer ist 2018 auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Das geht aus einer Erhebung der Bundesanstalt für Straßenwesen hervor.

Demnach sind in Pkw 99 Prozent der Fahrer, Beifahrer sowie der Mitreisenden auf den hinteren Plätzen angeschnallt. Gegenüber 2017 stieg damit die Anschallquote um ein Prozent.

Gurt-Quote 2019
BAST
Entwicklung der Gurtanlegequoten von erwachsenen Pkw-Insassen (bis 1996: nur westliche Bundesländer, ab 1997: gesamtes Bundesgebiet)

Das gleiche Bild zeigt sich bei der Sicherung von Kindern im Pkw. So sind laut BASt auf allen Straßen 99 Prozent der Kinder entweder mit Gurt (sieben Prozent) oder mit einem Kindersitz (92 Prozent) gesichert. Damit hat sich die Anzahl der angeschnallten Kinder im Kindersitz im Vergleich zu 2017 deutlich verbessert. Sie lag im vergangenen Jahr bei nur 88 Prozent, die Quote für die Gurtsicherung von Kindern fiel indes um ein Prozent.

Nur 8 Prozent der bis 30-Jährigen tragen Radhelm

Looks like shit, but saves my life Fahrradhelm-Kampagne
runtervomgas.de
Neue Rad-Helm-Kampagne des Bundesverkehrsministeriums, u.a. mit einer Kandidatin von "Germany´s next Top-Model".

Auch bei den Motorradfahrern ist die Sicherung von Fahrer und Mitfahrer sehr hoch, auch wenn das Helmtragen 2018 nur bei 98 Prozent der Fahrer beobachtet wurde (Vorjahr 97 Prozent). Die Mitfahrer trugen zu 100 Prozent einen Helm. Weit weniger gut sieht es bei der Schutzkleidung aus. Lediglich 62 Prozent (Vorjahr 59 Prozent) der Motorradfahrer trugen komplette Schutzkleidung.

Fahrrad-Helm Quote 2019
BAST
Fahrradhelmnutzung nach Altersgruppen – innerorts.

Dass es besonders bei den Fahrradfahren ein Problem mit dem Tragen von Helmen gibt, macht nicht nur die neueste Kampagne von Verkehrsminister Scheuer (CSU) mit dem Slogan „Looks like shit, but saves my life“ (Übersetzt: Sieht scheiße aus, rettet aber mein Leben) klar. Ungeachtet der Motive bedarf es aber nach den BASt-Zahlen einer umfassenden Aufklärung. Nur 18 Prozent der Radfahrer über alle Altersgruppen hinweg tragen einen Fahrradhelm, im Vorjahr waren es noch 19 Prozent. Während Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahrenden zu 82 Prozent (Vorjahr 72 Prozent) einen Schutzhelm tragen, liegt die Quote bei den Erwachsenen dramatisch niedrig. Jugendliche und Erwachsene ab 17 Jahren tragen zwischen acht und 23 Prozent einen Radhelm, wobei die Altersgruppe bis 30 dabei auf den niedrigsten Wert kommt.

Ausländische Lkw-Fahrer gurten häufiger

Ebenfalls verbesserungswürdig ist die Anschnallquote der Lkw-Fahrer. Die Auswertung der BASt zeigt: 88 Prozent der Fahrer sind angeschnallt, 2017 waren es noch 83 Prozent. Fahrer von Lkw mit deutschem Kennzeichen waren im Querschnitt aller Straßen zu 87 Prozent (83) gesichert. Lkw-Lenker mit ausländischem Kennzeichen sicherten sich zu 89 Prozent mit einem Gurt.

Seit 2002 erfasst die BASt die Sicherungsquoten im Zweiradverkehr in jährlichem Rhythmus und seit 2003 zudem, ebenfalls jährlich, die Sicherungsquoten im Güterkraftverkehr. Den aktuellen Ergebnissen liegen Beobachtungen von 18.588 Pkw mit 25.777 erwachsenen Pkw-Insassen zugrunde, ergänzt um eine Zusatz-Stichprobe von 2.928 erwachsenen Fondinsassen und 4.148 kindersitzpflichtigen Kindern (bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres). Die Beobachtungen des Zweiradverkehrs des Jahres 2018 umfassen 17.278 Rad-Fahrende sowie 3.847 motorisierte Zweirad-Fahrende innerorts. Die Erhebungen im Güterkraftverkehr umfassen 4.499 Fahrzeuge.

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