Bram Schot Kati Ebner

Audi-Hauptversammlung 2019

Audi-Chef pusht Sparprogramm und Elektro-Offensive

Im vergangenen Jahr stellte der Ingolstädter Autobauer mehr als 20 Modelle vor. 2019 sollen weitere 20 Modelle zu den Kunden rollen. Audi versucht massiv seine WLTP-Lager abzubauen. Zum Jahresende erwartet Audi-Chef Bram Schot jedenfalls ein moderates Auslieferungsplus.

Der Vorstand musste in den vergangenen Monaten oft tagen. Schließlich gilt es, den angeschlagenen Autobauer nach dem Diesel-Desaster und seinen Auswirkungen wieder auf Kurs zu bringen. Absatz und Renditen liegen weiterhin weit unter den Erwartungen der Audi-Manager und der Eigentümerfamilien Porsche und Piëch. Die sehen sicherlich mit Entsetzen, dass ihr bayerischer Premiumfahrzeug-Hersteller längst hinter die Konkurrenten BMW und Mercedes zurückgefallen ist. Und beauftragten deshalb den VW-Konzernchef Herbert Diess im Schulterschluss mit dem Audi-Vorstandsvorsitzenden Bram Schot, die Wende einzuleiten, um so schnell wie möglich wieder profitabel zu werden.

„Gewinnzone klar vor der Komfortzone“

In ihren Planungsrunden beschlossen die Manager schließlich Investitionen von 40 Milliarden Euro bis 2023, um die Konzernstruktur und die Modellpalette zukunftsfähig zu machen. 14 Milliarden Euro davon sollen allein für das Forttreiben des automatisierten Fahrens, digitale Services und Elektromobilität verwendet werden. Um diese Geldmittel aufzubringen, müssen die Vorstände rund um den Stadler-Nachfolger Bram Schot aber das Sparprogramm verschärfen: „Wir haben das Ziel von ursprünglich 10 auf 15 Milliarden Euro bis Ende 2022 angespannt. Weil Audi mehr kann, aber auch, weil wir nichts verschenken wollen. Das wird nicht bequem, aber wir stellen die Gewinnzone klar vor die Komfortzone“, kündigt Audi-Boss Schot an. Man sieht ihm an, dass er genau weiß, was da auf die Audi-Mitarbeiter zukommt. Angeblich sind 70 Prozent der nötigen Maßnahmen, um die Sparziele zu erreichen, schon auf den Weg gebracht.

Der Audi-Chef hat begonnen auch das Portfolio zu entschlacken. „Wir haben fast ein Drittel unserer Motor-Getriebe-Kombinationen gestrichen“, berichtete Bram Schot. „Wir orientieren uns daran, wofür der Kunde bereit ist zu zahlen – und wofür nicht“. Das reduziert Komplexität und bringt die Produktkosten runter. Die Kunden lieben die SUVs der Q-Reihe, daher will Audi bis 2025 jedem zweiten Kunden ein Q-Modell verkaufen – und ein großer Anteil davon selbstverständlich mit E-Antrieb.

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R8 und TT bekommen Elektro-Nachfolger

„Brauchen wir einen Nachfolger mit Verbrennungsmotor? Passt das zu unserer Vision?“, hinterfragt der neue Audi-Chef bei künftigen Modellen. Deshalb wird der R8 höchstwahrscheinlich als reines E-Sportauto wieder aufgelegt. Als ein ähnlich begehrenswertes Auto wie einst ein Mercedes SLS AMG Electric Drive. Den Vorboten wird wohl der zweisitzige Sportwagen Audi TT spielen. „Seit 20 Jahren haben wir diesen emotionalen Sportwagen in unserem Angebot. In wenigen Jahren werden wir den TT durch ein neues emotionales Modell in der gleichen Preisklasse ersetzen. Durch ein Elektroauto“, berichtete Bram Schot stolz anlässlich der Aktionärsversammlung.

Bram Schot will schon 2020 weitere fünf Elektroautos an den Start bringen. Bis 2025 sollen es ganze 20 rein elektrischen Modelle sein. Die nächste Generation des Audi A8 wird wohl auch ausschließlich elektrisch fahren. „Das ist noch nicht entschieden“, so Schot. „Ich kann es mir aber gut vorstellen. Wir denken darüber nach, mit einem völlig neuen Konzept für den A8 die Oberklasse zu revolutionieren“.

Für die gehobenen Fahrzeugklassen neben oder unterhalb der A8-Limousine will Schot das elektrische Angebot etwas weiter fassen: „Wir setzen außerdem auf Plug-in-Hybride und perspektivisch auch auf den h-tron-Antrieb. So werden wir auch dem Leistungs- und Reichweitenanspruch von Flottenkunden auf Langstrecken gerecht“. Bis 2025 soll schließlich jedes vierte ausgelieferte Fahrzeug von Audi weltweit ein Plug-in-Hybrid oder ein reines Elektroauto sein.

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