Unterhaltskosten Vergleich, Hyundai Ioniq PHEV Uli Sonntag
Unterhaltskosten Vergleich, Hyundai Ioniq Elektro
Renault Scénic dCi 130, Seitenansicht
Ford Fiesta
Skoda Fabia Combi Modellpflege 2021 30 Bilder

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Auslaufmodelle: Diese Autos haben uns verlassen

Auslaufmodelle Diese Autos haben uns verlassen

Schwache Nachfrage, Strategiewechsel, neues Konzept – es gibt verschiedene Gründe, warum Automodelle eingestellt werden. Wir haben die Auslaufmodelle ohne direkten Nachfolger zusammengetragen. Ab Sommer ist für Skoda Fabia Combi endgültig Schluss. Ebenso für den Renault Scénic. Und bei Hyundai endet die Produktion des Ioniq.

Hyundai war 2016 mit dem Ioniq in die Elektrifizierung gestartet. Der Koreaner war als Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und mit rein batterieelektrischem Antrieb zu haben. Mittlerweile ist aus Ioniq eine ganze Submarke mit rein elektrischen Modellen geworden. Zeit also für den Ur-Ioniq zu gehen. Hyundai stellt im Juli 2022 dessen Produktion in Korea ein. Direkte Nachfolger gibt es keine.

Hyundai Ioniq, Test ams 1520
E-Auto

Aus für Scénic und Fabia Combi

Das Sterben bei den kleinen Vans geht weiter. Renault hat die Produktion des Scénic zum Mai 2022 eingestellt. Über den Handel werden nur noch Restbestände abverkauft. Der Grand Scénic bleibt noch verfüg- und konfigurierbar. Aber vermutlich auch nicht mehr lange.

Ford strafft zum Modelljahreswechsel im Sommer 2022 sein Modellprogramm. Gestrichen wird dabei die dreitürige Variante des Kleinwagens Fiesta. Als Fünftürer bleibt der Fiesta aber im Programm. Für manche dreitürigen Motorvarianten haben die Kölner die Auftragsbücher bereits geschlossen.

Ebenfalls nicht mehr zu haben ist der Skoda Fabia Combi. Dessen Ende war bereits angekündigt. Mit der vierten Generation des Kleinwagens wurde auf einen neuen Kombi verzichtet, der alte Fabia Combi sollte aber bis Ende 2022 weiterlaufen. Aber schon jetzt im April ist er aus dem Portfolio der Tschechen verschwunden. Und bei Fiat wird der 500L nur noch aus Restbeständen abverkauft.

Godzilla brüllt zu laut

Nissan GT-R Nismo 2020
Nissan
Der Nissan GT-R ist zu laut für europäische Zulassungsnormen.

Im März 2022 hatte Godzilla seinen letzten Kampf verloren. Weil der Supersportwagen nicht mehr an die weiter verschärften gesetzlichen Emissionsauflagen angepasst wird, nimmt ihn Nissan in Europa aus dem Modellprogramm. Ein Nachfolger ist derzeit nicht in Sicht. Erst vor kurzem hatte Allianzpartner Renault hat den Talisman aus seinem Portfolio gestrichen. Die Limousine, die 2015 die Nachfolge des Laguna angetreten hatte, wurde zum Ende Februar 2022 aus der Produktion genommen. Auch von den Renault-Bestellseiten ist sie bereits verschwunden. In den sieben Produktionsjahren erreichte der Talisman nach Angaben von Marktbeobachter Jato nur rund 120.000 Einheiten in Europa.

Kurz zuvor hatte bereits Ferrari nach Angaben eines Sprechers in Australien die Auftragsbücher für die Modelle 812 Superfast und 812 GTS geschlossen. Neue Kundenaufträge werden nicht mehr angenommen. Die bestehenden Bestellungen werden aber noch bis weit in das Jahr 2023 hinein abgearbeitet.

Mit dem Alhambra fiel im Januar 2022 ein weiterer typischer Vertreter der Familien-Vans aus dem Seat-Programm. Der Alhambra ist nicht mehr bestellbar, die Produktion in Palmela arbeitet nur noch den Auftragsbestand ab. Der ebenfalls dort gefertigte VW Sharan ist zwar noch bestellbar, dürfte aber dem Schicksal des Alhambra bald folgen.

Wandel bei Smart

Ebenfalls von den Webseiten der Hersteller verschwunden sind die Giulietta bei Alfa Romeo, der Grand C4 Spacetourer bei Citroën sowie der ASX bei Mitsubishi. Bereits eingestellt hat die Mercedes‘ Kleinwagen-Marke Smart die Produktion des rein elektrisch angetriebenen Forfour – einzige Produktionsstätte war der von der Renault-Tochter Revoz betriebene Standort im slowenischen Novo Mesto. Die Verbrenner-Varianten des Fortwo und des Forfour gibt es bereits seit 2020 nicht mehr. Pläne für einen direkten Nachfolger des elektrischen Smart Forfour sind nicht bekannt – dessen Platz soll der Elektro-SUV Smart #1 einnehmen.

Smart hat den EQ Forfour aus dem Konfigurator genommen. Den technisch eng mit dem elektrischen Forfour verwandten Renault Twingo electric können Interessenten hingegen weiterhin konfigurieren und kaufen. Smart hat hingegen aktuell nur noch den Fortwo als Coupé und als Cabrio im Programm. Wann der Konzern diese Modellvarianten einstellt, ist noch nicht bekannt – die Produktionsstätte des Fortwo im französischen Hambach hat Daimler bereits an den britischen Geländewagenhersteller Ineos verkauft. Die neue Smart-Generation soll Anfang 2023 auf den Markt kommen, wobei kaum technische Details und auch noch kein konkretes Marktstartdatum bekannt sind. 2019 hat Daimler zusammen mit dem chinesischen Autohersteller Geely ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint-Venture) gegründet, an dem beide Firmen zu 50 Prozent beteiligt sind. Dieses Gemeinschaftsunternehmen entwickelt und produziert in Zukunft die Smart-Modelle in China.

Ende für Mazda CX-3 in Europa

Mazda bietet in Europa den CX-3 parallel zum CX-30 an – beide konkurrieren dabei quasi um die gleiche Zielgruppe. Damit ist Ende des Jahres Schluss. Mazda stellt die Produktion des CX-3 für den europäischen Markt ein und nimmt ihn hier aus dem Programm. Auf anderen Weltmärkten bleibt er aber noch im Portfolio.

Der VW Passat als Limousine war in Deutschland und Europa noch nie ein Bestseller. Jetzt ist die aus dem Angebot der Wolfsburger verschwunden, der beliebte Variant aber weiter zu haben. Mit dem Toyota Camry verlässt eine weitere Limousine den deutschen Markt. Eigentlich hatten die Japaner auf die Taxi-Klientel als Kundschaft gehofft. Die zog aber nicht mit und Toyota nun den Stecker. Im europäischen Ausland wird der Camry allerdings weiter angeboten. Komplett aus Deutschland und Europa verabschieden wird sich demnächst mit dem aktuellen Generationswechsel auch der Lexus IS. Bereits nicht mehr zu haben ist der kompakte Lexus CT. Bei Dacia ersetzt der neue Jogger die beiden Modelle MCV und Lodgy.

Ford hat zu viele SUV

In Europa hat Ford den Mittelklasse-SUV bereits zum Modelljahr 2021 ausrangiert. Von dem dafür vorgesehenen Facelift profitieren lediglich Fahrzeuge für den nordamerikanischen Markt. Doch auch diesen schlägt bald das letzte Stündlein: Wie das Fachmagazin "Automotive News" berichtet, wird die Baureihe 2023 komplett eingestellt. Das Auto sei schlicht überflüssig, da Ford in den USA gleich vier fünfsitzige SUV-Baureihen mit Verbrennungsmotoren anbiete (Ecosport, Escape, Bronco und Bronco Sport) und der mit drei Sitzreihen ausgerüstete Explorer kaum teurer als der Edge sei. Ein Jahr später soll zudem der weitgehend baugleiche Nautilus aus dem Angebot des Nobelherstellers Lincoln verschwinden.

Alle Modelle, die uns bereits verlassen haben oder bald verlassen werden, sehen Sie in der Bildergalerie.

Fazit

Nichts ist für die Ewigkeit. Wie in jeder Binse, steckt auch in diesem Spruch ein Stück Wahrheit. Auffällig ist, wie stark sich der globale Automobilmarkt in den letzten Jahren verändert hat. Statt jede Minimalnachfrage mit einem eigenständigen Modell zu besetzen, fokussieren sich die Hersteller global auf immer weniger Plattformen, die mit unzähligen Crossover-Modellen vor allem die Schnittstellen zwischen den gelernten Fahrzeugkategorien besetzen. Statt also zwei echte Fahrzeuge im Portfolio zu haben, versuchen die Autobauer, mit nur einem Zwitter-Modell die Kunden bei sich zu behalten. Das lohnt sich für die Hersteller, geht aber auf Kosten der Vielfalt.

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B gleich Berlin, S gleich Stuttgart, aber wo liegt HDL? Wissen Sie, oder?