Autoklau 2006

Diebe lieben Allradler

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Auch im Jahr 2006 sind die Diebstahlzahlen weiter rückläufig. Erstmals wurde mit 18.965 Diebstählen die 20.000er-Marke unterboten. 1996 waren es mit 76.266 Diebstählen noch mehr als viermal so viel, teilten die Deutschen Versicherer (GDV) am Mittwoch (26.9.) in Berlin mit.

Insgesamt lag die Entschädigungssumme für gestohlene Pkw bei 211,4 Millionen Euro – ein Rückgang von 16,5 Prozent. Gleichzeitig stieg jedoch der durchschnittliche Schadenaufwand auf 11.144 Euro (plus 4,6 Prozent) an. Die "Klaurate" pro 1.000 kaskoversicherte Fahrzeuge ging im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig von 0,7 auf 0,6 zurück.

Das bei den Dieben beliebtesten Autos waren 2006 der VW Golf IV R32 und der BMW X5 3.0D mit einer Klaurate von jeweils 13,7. Es folgen der VW Multivan (12,2) und der Porsche Cayenne (11,1).

Allradler beliebt

Besonders auffällig im letzten Jahr war, dass besonders geländegängige Autos mit Allradantrieb gestohlen wurden. Der GDV leitet daraus ab, dass diese Fahrzeuge gezielt gestohlen und in Länder gebracht werden, in denen aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse ein besonderer Bedarf für solche Pkw besteht. Außerdem müssen die Versicherer zugestehen, dass die Diebe ihr technisches Know-How verbessert haben, da auch Fahrzeuge mit guter elektronischer Sicherung gestohlen wurden.

Porsche mit größtem Risiko

Gemessen am Bestand trugen 2006 Porsche-Fahrer weiter das höchste Diebstahlrisiko (Klaurate 2,4 von 1.000), gefolgt vom Exoten Trabant (2,1) und Audi (1,2). Es folgen BMW, VW und Chrysler sowie General Motors. Weniger attraktiv für die Langfinger waren hingegen die Marken Seat, Fiat, Rover und Ford.

Ungewöhnlich hoch scheint der Bedarf an älteren Fahrzeugen zu sein. Das größte Diebstahlrisiko (pro 1.000) haben vor allem Autos, die 12 Jahre oder älter sind. Dies liegt unter anderem daran, dass die Sicherungstechnik im Gegensatz zu neueren Autos leichter überwunden werden kann. Außerdem scheint die Nachfrage nach Ersatzteilen bei den älteren Fahrzeugen besonders hoch zu sein, so dass diese gezielt gestohlen werden, resümiert der GDV.

Autodiebstahl nach Bundesländern

Gemessen nach Bundesländern besteht das größte Klau-Risiko in in Berlin (2,7) und Hamburg (1,6). Beruhigter hingegen können Autobesitzer ihre Fahrzeuge in Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern abstellen. Mit 0,3 je 1.000 Pkw ist in diesen Bundesländern das Diebstahlrisiko am geringsten. Den stärksten Rückgang hatten Bremen und Thüringen zu verzeichnen. Die meisten Fahrzeuge werden nach wie vor in Nordrhein-Westfalen (4.659) gestohlen – auch wenn hier ein Rückgang von 27,1 Prozent verzeichnet wurde. Es folgen Berlin (2.213), Niedersachsen (1.905) und Bayern (1.439).

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