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Audi Q7 3.0 TDI Quattro, Frontansicht
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Autoklau-Statistik 2018

Autodiebe lieben den Mazda CX-5

Aber auch die großen BMW X-Modelle und ein anderer japanischer SUV stehen in der Statistik weit oben. Insgesamt ist der Trend aber durchweg positiv, wie der Gesamtverband der Versicherer bestätigt.

Vom Platz drei an die Spitze: Der Mazda CX-5 2.2 D AWD konnte sein Ergebnis von 2017 im folgenden Jahr noch einmal steigern. Zum Feiern dürfte Mazda Deutschland allerdings nicht zumute sein, schließlich ist der japanische SUV Spitzenreiter in einer unrühmlichen Statistik: Dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zufolge wurde gemessen an 1.000 kaskoversicherten Fahrzeugen kein Modell häufiger entwendet als der CX-5, nämlich 15,4 mal. Der durchschnittliche Schadenaufwand betrug dabei 29.210 Euro.

BMW X-Modelle und Toyota RAV4 ebenfalls beliebt

Auf Platz zwei folgt der BMW X6 M mit 14,6 gestohlenen Autos pro 1.000 kaskoversicherten Fahrzeugen und einer durchschnittlichen Schadensumme von 65.630 Euro. Der leistungsstarke Münchner, der 2017 nicht unter den ersten Zehn zu finden war, ist damit eines von drei großen BMW X-Modellen in den Top sechs. Auf Platz drei befindet sich ein weiterer Japan-SUV: der Toyota RAV4 Hybrid 2.5 (13,5 bzw 31.313 Euro) sprang von Platz fünf auf's Treppchen. Der „Vorjahressieger“ Audi Q7 3.0 TDI wurde diesmal Siebter mit einer Quote von 9,5 statt 15,3 und einem Schadensaufwand von 29.678 statt 34.712 Euro.

10/2018, Autodiebstahl-Statistik 2018
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV

Bei den am häufigsten gestohlenen Marken liegt allerdings Ford vorne. Von 1.000 kaskoversicherten Autos wurden im Schnitt 2,4 gestohlen. Interessant ist dabei, dass das bei Autodieben beliebteste Ford-Modell, der Edge 2.0 TDCI AWD, nur auf Platz 21 der meistgeklauten Autos liegt (Quote 5,1, 39.925 Euro Schadensaufwand). Es folgen im Marken-Ranking Mazda und die Land Rover Group, die im Vorjahr noch an der Spitze lag.

10/2018, Autodiebstahl-Statistik 2018
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV

Ganz anders sieht die Statistik freilich aus, wenn man absolute Zahlen heranzieht. Aufgrund ihrer deutlich stärkeren Verbreitung liegen Volkswagen mit 2.941, BMW inklusive Mini mit 2.097 und Audi mit 1.934 geklauten Autos auf den Spitzenplätzen. Allerdings ist der Trend bei allen drei Marken stark rückläufig, auch Mercedes-Modelle wurden 2018 seltener entwendet als 2017. Anders sieht es bei Mazda und Toyota auf den Plätzen fünf und sechs aus: Von diesen Herstellern wurden mehr Autos gestohlen als im Jahr zuvor; bei Mazda betrug der Zuwachs satte 28,7 Prozent.

10/2018, Autodiebstahl-Statistik 2018
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV

Betrachtet man die Städte, zeigt sich ein bekanntes Bild: Im Osten der Republik schlagen Autodiebe besonders häufig zu. Vor allem in Berlin, wo 3,1 von 1.000 kaskoversicherten beziehungsweise jedes fünfte Auto geklaut werden. Zum Vergleich: Im zweitplatzierten Leipzig beträgt die Quote 1,5, in Hamburg liegt sie bei 1,4. Logischerweise liegen Berlin und Hamburg auch bei den Bundesländern vorne. Position drei geht an Brandenburg mit einer Quote von 1,1.

10/2018, Autodiebstahl-Statistik 2018
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV

In absoluten Zahlen ist Berlin bei den Bundesländern mit 2.877 gestohlenen Pkw nur die Nummer zwei; hier liegt Nordrhein-Westfalen vorne: 3.501 gestohlene Autos bedeuten aufgrund der Vielzahl an kaskoversicherten Autos eine Quote von dennoch nur 0,4 und damit Rang sieben im Relativ-Ranking. Deutlich geringer war die Diebstahlgefahr in Bayern und Baden-Württemberg, wo zusammen nicht einmal halb so viele Autos geklaut wurden wie allein in Berlin.

10/2018, Autodiebstahl-Statistik 2018
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV

Die Gesamtbilanz fällt aus Sicht des GDV gemischt aus. Positiv: 2018 wurden insgesamt nur 15.037 Pkw entwendet – der niedrigste Stand seit Deutschlands Wiedervereinigung. 2017 waren es noch knapp 17.500 Autos, Mitte der Neunzigerjahre hatten die Versicherer sogar noch rund 100.000 Diebstähle pro Jahr registriert. Gleichzeitig stiegen allerdings die Schadenssummen, die die Versicherer begleichen mussten, und zwar auf 19.800 Euro pro Auto. Insgesamt verursachten Autodiebe im Jahr 2018 Schäden von 298 Millionen Euro. 2017 betrug die Gesamtsumme 324 Millionen Euro, was damals 18.500 Euro pro geklautem Pkw entsprach.

10/2018, Autodiebstahl-Statistik 2018
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV

Die Erkenntnisse der Versicherer decken sich mit denen des Bundeskriminalamtes, obwohl sich die Zahlen leicht unterscheiden. Das BKA registrierte im vergangenen Jahr 16.613 „dauerhaft abhandengekommene Personenkraftwagen“; 2017 waren es noch 19.026 Autos. Hauptgrund für die Abweichung ist, dass nicht jedes geklaute Auto auch kaskoversichert war.

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Fazit

Auch 2018 bestätigten sich beim Thema Autodiebstahl wieder einige Trends. Die grundsätzliche Tendenz ist positiv: Es wurden so wenige Autos geklaut wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Allerdings zeigt sich, dass die gestohlenen Fahrzeuge immer teurer werden. Klar, wenn es die Diebe vor allem auf deutsche Premiummodelle abgesehen haben. Überraschend sind jedoch die Spitzenplätze für den Mazda CX-5 und Toyota RAV4 sowie für Ford im Marken-Ranking. Wir sind gespannt, ob sich auch dieser Trend in Zukunft bestätigt.

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Im Jahr 2017 wurden laut GDV rund 17.500 Autos in Deutschland gestohlen....

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