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Autozug nach Sylt

Bahnmonopol auf der Kippe

Im Streit um ihr Monopol bei Autozügen nach Sylt hat die Deutsche Bahn vor Gericht erneut eine Niederlage einstecken müssen. Die Bahntochter DB-Autozug GmbH muss demnach festlegen, unter welchen Bedingungen andere Bahnunternehmen die Auto-Verladestationen mitnutzen können.

So sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass auf dem Hindenburgdamm nach Sylt Wettbewerb entstehen kann. Das entschied am Donnerstag (13.1.) das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster.

Bahn muss Nutzungsbedingungen veröffentlichen

Es bestätigte damit die Auffassung der Bundesnetzagentur in Bonn und des Verwaltungsgerichts Köln. Die Bundesnetzagentur beaufsichtigt den Wettbewerb im Schienennetz. Die Insel Sylt ist für Autofahrer nur im Autozug über den Hindenburgdamm erreichbar. Die Autos werden im Küstenort Niebüll und der Inselstadt Westerland verladen.
 
Das Gericht hatte allerdings noch nicht darüber zu urteilen, ob die Bahn später tatsächlich Konkurrenten mit Auto-Pendelzügen dulden muss. Sie soll zunächst nur Nutzungsbedingungen veröffentlichen. Ob eine gemeinsame Nutzung der Serviceeinrichtungen möglich sei, sei derzeit offen und müsse gegebenenfalls in einem nachrangigen Verfahren geklärt werden, sagte ein Sprecher zu der Entscheidung. Der Beschluss des OVG ist unanfechtbar (Aktenzeichen: 13 B 1818/10).

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