Rallye-Deutschland

Schutz gegen blendende Sonne

Tipps für eine bessere Sicht

Morgens und abends steht die Sonne aktuell besonders tief und scheint dem Autofahrer teilweise direkt ins Gesicht. Hier ein paar Tipps zum Verbessern der Sicht.

Laut ADAC passieren in Deutschland pro Jahr 3.000 Unfälle mit Personenschaden, weil die Fahrer von der Sonne geblendet waren – deutlich mehr als bei Nebel. Besonders im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr ist die Gefahr besonders groß, da die Sonne hier sehr tief steht. Mit ein paar einfachen Tricks kann jeder die Blendwirkung reduzieren und sich so eine bessere Sicht bewahren.

Am wichtigsten ist eine blitzsaubere Frontscheibe: An Schlieren und Staub bricht sich das Sonnenlicht und macht die Scheibe durch Streuung fast undurchsichtig. Intakte gut gepflegte Scheibenwischer und ein gefüllter Wischwasch-Behälter helfen hier. Noch besser ist es, die Frontscheibe vor der Fahrt mit einem feuchten Tuch oder Schwamm gründlich und schlierenfrei zu reinigen – auch von innen.

Ford GT Frontscheibe
Ford
Eine blitzsaubere Frontscheibe hilft bei blendender Sonne enorm - dann kann das Licht nicht an Verunreinigungen streuen und die Blendwirkung verstärken.

Wer eine Brille trägt, sollte auch deren Gläser vor der Fahrt reinigen – auch hier kann direkt einfallendes Sonnenlicht an Verunreinigungen streuen.

Sonnenbrille hat nicht nur Vorteile

Eine nach innen entspiegelte und mit polarisierten Gläsern ausgestattete Sonnenbrille kann ebenfalls helfen. Polarisierte Gläser filtern Reflexionen, was einer Ermüdung der Augen entgegenwirkt. Der ADAC empfiehlt eine Sonnenbrille nicht unbedingt: Sie könnte eine ohnehin dunkle Umgebung weiter verdunkeln und somit auch Nachteile mit sich bringen. Die Sonnenbrille sollte man wieder absetzen, sobald die Sonne nicht mehr blendet.

Zeiss, Sonnenbrille
Eine Sonnenbrille hilft, bringt aber auch Nachteile mit sich.

Richtig sitzen

Wichtig ist wiederum eine aufrechte Sitzposition. Wenn ein Autofahrer zu tief sitzt, scheint die Sonne unter der Dachkante und teilweise auch unter der herunter geklappten Sonnenblende hindurch. Ein hoch eingestellter Sitz und eine aufrechte Sitzposition helfen hier enorm.

02/2012 Aston Martin V12 Zagato, Sitz
Hans-Dieter Seufert
Eine hohe Aufrechte Sitzposition hilft gegen blendende Sonne enorm.

Sie hat den gleichen Effekt hat wie die Sonnenblende und ist sogar etwas flexibler: eine Mütze mit Schirm wie beispielsweise ein Basecap. Natürlich sollte man den vom Schirm geschützten Blick nur soweit senken, dass man trotzdem noch weit genug vorausschauen kann.

Mini Countryman Cooper D, Sonnenblende
Der Einsatz der Sonnenblende ist selbstverständlich - zusätzlich kann eine Schirmmütze helfen.

14 Meter in einer Sekunde

Was immer gilt, gilt bei blendender Sonne erst Recht: Vorausschauend fahren und Abstand halten. Dem Vordermann scheint die Sonne genauso ins Gesicht und er wird auf unerwartet auftauchende Gefahren mit plötzlichen Bremsmanövern reagieren. Auch eine mäßige Geschwindigkeit hilft: Bei 50 km/h legt ein Fahrzeug in einer Sekunde 14 Meter zurück – eine Sekunde Blindflug kann also fatale Folgen haben. Außerdem vergeht einige Zeit, bis das Auge wieder klar sehen kann.

Und falls die Sonne von hinten scheinen sollte, hilft Abblendlicht – dann kann einen der geblendete Gegenverkehr besser erkennen.

Umfrage

237 Mal abgestimmt
Haben Sie immer eine Sonnenbrille im Auto?
Ja, sicher ist sicher.
Nein, das wäre übertrieben.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, auch bei Blendung durch eine tief stehende Sonne eine gute Sicht zu erhalten. Am wichtigsten sind eine saubere Frontscheibe, eine hohe aufrechte Sitzposition und eine vorsichtige vorausschauende Fahrweise. Die Sonnenblende und eine Schirmmütze helfen ebenfalls, eine Sonnenbrille hat hingegen nicht nur Vorteile.

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