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Brexit-Vorkehrungen: Das sind die Herstellerpläne

Brexit-Vorkehrungen Nissan kickt den X-Trail

Die Autohersteller in Großbritannien treffen Vorkehrungen für den Brexit am 29. März 2019. Unabhängig von einem geordneten Ausstieg aus der EU oder dem befürchteten „No-Deal“-Brexit rechnen die Autobauer mit großen logistischen und wirtschaftlichen Problemen.

Jaguar / Land Rover, der größte Autohersteller des Landes kündigte einen einwöchigen Produktionsstopp im April 2019 in allen drei Werken an. Zuvor hatte JLR die Produktion im Werk Castle Bromwich gedrosselt und ein Drei-Tage-Woche auch zur Vermeidung von Jobverlusten eingeführt.

Nissan zieht den X-Trail ab

BMW zieht die sommerliche Wartungsperiode für seine vier Werke in Großbritannien auf die Zeit direkt nach dem 29. März vor. Damit wollen die Bayern eine Unterbrechung der Zulieferkette vermeiden. Zudem will man die Erweiterung von Lagerkapazitäten prüfen. Auch die urbritische Marke Rolls-Royce, die zum BMW-Konzern gehört, wird die jährliche Produktionspause im Sommer auf die ersten beiden April-Wochen verlagern.

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Bei Nissan, die Nummer 2 in Großbritannien, geht die Pre-Brexit-Strategie sogar noch über Produktionsstopps hinaus. Der japanische Autobauer kündigte an, den Nachfolger des X-Trail nicht mehr im Werk Sunderland zu bauen. Der SUV werde in Zukunft in Japan vom Band rollen. Die Produktion der Modelle Juke und Qashqai sowie deren Nachfolger bleiben indes weiterhin in Nordengland beheimatet.

Alle Automobilproduzenten waren ausdrücklich vor den enormen Folgen eines ungeordneten Brexits. Internen Berechnungen zufolge könnte ein ungeregeltes Ausscheiden aus der EU alleine Ford zwischen 500 und 800 Millionen Euro kosten. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag rechnet für deutsche Firmen mit zehn Millionen zusätzlichen Zollanmeldungen und Kosten in Höhe von 200 Millionen Euro jährlich. Alleine für die deutschen Autoexporte drohen nach einer Meldung des „Stern“ Mehrbelastungen von rund zwei Milliarden Euro. Ob dann noch mittelfristig Werksschließungen – oder –Verlagerungen zu vermeiden sind ist fraglich.

Großbritannien ist der zweitgrößte Automarkt in Europa und exportiert 53 Prozent seiner Autoproduktion in EU-Länder. Alleine 1.100 Lkw aus der EU erreichen täglich britische Auto- und Motorenwerke. 39,4 Millionen Euro an Komponenten werden täglich „just-in-time“ aus der EU geliefert.

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