Benzinpreis, Tankstelle dpa

BUND kritisiert Diesel-Debatte

Kleinere Autos gefordert

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Aufregung über eine höhere Diesel-Besteuerung durch die EU kritisiert. Anstelle von Protesten in Richtung Brüssel sei vielmehr ein Umdenken in der deutschen Autoindustrie gefragt.

"Statt immer weiter auf Diesel-Pkw zu setzen, müssten die deutschen Hersteller kleinere Autos herstellen und endlich ernsthaft über innovative Mobilitätskonzepte nachdenken", sagte der Leiter Verkehrspolitik beim BUND, Werner Reh, dem "Handelsblatt Online".  

Hohe Energiesteuer in Deutschland

EU-Kommissar Algirdas Semeta will am Mittwoch (13.4.) in Brüssel Pläne für eine Reform des knapp zehn Jahre alten EU-Energiesteuergesetzes vorstellen. Dabei sollen der Ausstoß des Treibhausgases CO2 und der Energiegehalt von Kraft- und Heizstoffen berücksichtigt werden. Die EU-Kommission hatte bereits Spekulationen zurückgewiesen, wonach die Reform Dieselkraftstoff in Deutschland verteuern wird. Der geplante EU-Mindeststeuersatz sei nämlich niedriger als die derzeit in Deutschland erhobene Steuer.  

Der ADAC unterstrich bei "Handelsblatt Online", die Autofahrer in Deutschland seien bereits durch eine sehr hohe Energiesteuer belastet, die in der Spitzengruppe der EU-Länder liegt. So habe Deutschland 1999 eine Ökosteuer eingeführt, die den Liter Benzin und Dieselkraftstoff für den Endabnehmer um insgesamt 18,3 Cent verteuert, sagte ADAC-Vizepräsident Ulrich Klaus Becker. Außerdem werde der niedrigere Energiesteuersatz auf Diesel durch eine höhere Kfz-Steuer für solche Fahrzeuge ausgeglichen.  

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