Bund prüft Spritpreise

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Die Bundesregierung will die Preiserhöhungen der Mineralölkonzerne zu Beginn der Ferienzeiten unter die Lupe nehmen. Das Thema Benzinpreise sei für die Verbraucher so brisant, dass er einen Brief an die Unternehmen schreiben und um Klärung bitten werde, sagte der Tourismusbeauftragte der Regierung, Ernst Hinsken (CSU), am Mittwoch (26.7.) in Berlin.

Klar sei aber auch, dass die Regierung den Konzernen nicht die Preise diktieren könne. Für die Preissteigerungen beim Benzin sei in erster Linie der Nahostkonflikt verantwortlich, der den Ölpreis antreibe, sagte Hinsken. Dennoch müssten die Konzerne alles tun, damit "Autofahren nicht zu einem Luxusgut wird und der Otto Normalverbraucher es sich leisten kann". Die Bundesregierung suche den Dialog mit den Unternehmen: "Steter Tropfen höhlt den Stein." Auch
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sind die Preissteigerungen zu Ferienbeginn ein Dorn im Auge.

Die Mineralölkonzerne weisen die Vorwürfe zurück und führen die Preissteigerungen auf die hohen Beschaffungskosten für Benzin und Diesel zurück. Der Benzinmarkt sei äußerst transparent und wettbewerbsintensiv, sagte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV), Klaus Picard. Im vergangenen Jahr habe es an 72 Tagen Preiserhöhungen, an 200 Tagen aber Preissenkungen gegeben.

Aktuell kostet ein Liter Super im Schnitt 1,39 Euro, Normalbenzin 1,38 Euro und Diesel 1,16 Euro. Der Nahost-Konflikt hatte den Ölpreis Mitte Juli auf das Rekordhoch von 78,40 Dollar pro Barrel (159 Liter) getrieben.

Die Verbraucherzentralen raten den Autofahrern zu kostenbewusstem Verhalten. "Preisvergleiche sind wichtiger denn je", teilte die Bundeszentrale mit. Die Differenz zwischen den günstigen und den teureren Tankstellen liege bei bis zu 7 Cent je Liter Benzin.

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