Buscrash

Fahrer im Visier

Foto: dpa

Nach dem schweren Busunfall, bei dem im niederrheinischen Kevelaer ein Junge starb und 30 Menschen verletzt wurden, ermittelt die Polizei gegen den Busfahrer wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

"Nach bisherigen Ermittlungen müssen wir von einem Verschulden des Fahrers ausgehen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Kleve, Reinhard Vogel, am Donnerstag (6.7.). Allerdings könne auch ein technisches Versagen noch nicht ausgeschlossen werden.

Der bei dem Unfall selbst schwer verletzte Busfahrer ist bislang noch nicht vernommen worden. Auch die Blut-Untersuchungen und die Untersuchung des Busses sowie des Fahrtenschreibers dauern an. Der voll besetzte Reisebus hatte nach bisherigen Erkenntnissen mit erheblichem Tempo ein Stopp-Schild überrollt und war dann auf einer Kreuzung seitlich mit einem Lastwagen kollidiert. Dies sei bislang "unerklärlich", sagte Vogel. Die Ermittlungen gegen den 56 Jahre alten Busfahrer seien daher "zwingend". Man stehe aber erst am Anfang der Ermittlungen.

Bei dem Unglück waren am vergangenen Dienstag 31 Menschen verletzt worden, darunter 25 Kinder, die an einer Ferienfreizeit der Stadt Düsseldorf teilgenommen hatten. Ein 13-Jähriger starb einen Tag später an den Folgen des Unfalls.

Der 18 Jahre alte Bus hatte keine Gurte. Die Stadt Düsseldorf will nun prüfen, bei künftigen Kinderausflügen nur noch Busse einzusetzen, die über Sicherheitsgurte verfügen. Eltern hatten den Einsatz der alten Busse in den Medien scharf kritisiert.

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