Busunglück

Über 30 Verletzte

Foto: giw

Bei einem schweren Busunfall im nordrhein-westfälischen Kevelaer sind am Dienstag (4.7.) 25 Kinder und sechs Erwachsene verletzt worden. Zwei der Kinder schwebten in Lebensgefahr, zwölf weitere Kinder und vier der Erwachsenen wurden schwer verletzt.

Die Jungen und Mädchen im Alter zwischen 9 und 15 Jahren aus Düsseldorf waren am Niederrhein nahe der holländischen Grenze unterwegs, als der Bus auf einer Kreuzung mit einem Lastwagen kollidierte. Zur Ursache des Unfalls konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Der Reisebus war von der Stadt Düsseldorf für das Ferienprogramm des Jugendamts gechartert worden.

Die Jungen und Mädchen wollten den sonnigen Ferientag in einem begehbaren Labyrinth aus Maispflanzen genießen und hatten ihr Ziel fast erreicht, als der Ausflug gegen 10.30 Uhr endete. 18 Menschen - 14 Kinder, die beiden Fahrer und zwei Betreuer - wurden nach Angaben der Polizei mit Hubschraubern und Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Elf Kinder, einige von ihnen leicht verletzt, und zwei Betreuer wurden in einer Sammelstelle von Opferschutz-Experten betreut.

Nach dem Zusammenstoß bot sich an der Unfallstelle ein Bild des Grauens: Der Lastwagen hatte den Bus an der linken vorderen Seite getroffen, so dass dieser von der Straße geschleudert worden war. Überall lagen Taschen, Rucksäcke und Schuhe der Kinder. Der Unfall hätte noch weit schlimmer ausgehen können, wenn der Lastwagen beladen gewesen wäre, meinte ein Polizist.

Aus den umliegenden Gemeinden eilten die Feuerwehren zur Hilfe. Das Führerhaus des Lastwagens war völlig zerstört. Der schwer verletzte Fahrer war eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit Spezialgerät befreit werden. Auch der 56 Jahre alte Busfahrer war zwischen die Trümmer gequetscht und erlitt schwere Verletzungen. Bei den Ermittlungen der Unfallursache wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

In diesem Jahr hatte es bereits mehrere große Busunfälle gegeben, davon zwei ebenfalls in Nordrhein-Westfalen.

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