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Tesla Model Y, Touchscreen
Tesla Model Y, Spoiler 14 Bilder

Consumer Reports: Audi E-Tron und Tesla Y unzuverlässig

Consumer Reports (USA) stuft E-Autos zurück Audi E-Tron und Tesla Y sind zu unzuverlässig

Die Verbraucherschutz-Organisation Consumer Reports wertet E-Autos von Audi, Kia und Tesla wegen Qualitätsmängeln ab. Auch Porsche ist betroffen, ohne überhaupt geprüft worden zu sein.

Consumer Reports ist eine Verbraucherschutz-Organisation in den USA, die sich in etwa mit der deutschen "Stiftung Warentest" vergleichen lässt. Regelmäßig überprüft Consumer Reports Autos und befragt Konsumenten nach den Erfahrungen mit ihren Fahrzeugen. Die Ergebnisse führen zu einem entsprechenden Ranking und einer offiziellen Kaufempfehlung. Oder eben zu einer Warnung vor dem Kauf.

Genau letzteres ist nun drei Elektroauto-Herstellern widerfahren. Konkret rät Consumer Reports in der jüngsten Publikation vom Kauf des Audi E-Tron, des Kia Niro EV und des Tesla Model Y ab. Die vorherige Kaufempfehlung seitens Consumer Reports wurde von der Organisation zurückgezogen.

Schlechte Verarbeitung, zickende Elektronik

Basis dieser Entscheidung war eine aktuelle Befragung unter den Abonnenten von Consumer Reports, die Erfahrungsberichte über insgesamt 329.000 Fahrzeuge ablieferten. Bei den Elektroautos, die hierbei genannt wurden, hatten laut Consumer Reports die drei genannten Modelle Audi E-Tron, Tesla Model Y und Kia Niro EV überdurchschnittlich viele Mängel.

Tesla Model Y, Spoiler
Hans-Dieter Seufert
Eine verbesserungsfähige Verarbeitungsqualität fanden wir auch beim ersten Model Y im auto motor und sport-Test

Beim Audi E-Tron beschwerten sich die Besitzer überdurchschnittlich häufig über Ausfälle des Elektroantriebs und nicht näher spezifizierte Probleme mit eingebauter Elektronik-Ausstattung. Ein häufig genannter Mangel beim Kia Niro EV sei ein Lagerschaden beim Elektromotor gewesen. Und beim Tesla Model Y zieht sich die inzwischen gewohnte Kritik an der Verarbeitungsqualität wie ein roter Faden durch die Umfrage-Ergebnisse. Besonders erwähnenswert findet Consumer Reports die Meldung eines Mitglieds, das Schmutz und Haare im Lack seines Model Y entdeckte.

Porsche Taycan wird nicht mehr empfohlen – weil er neu ist

Auf Anfrage reagierte Audi USA laut Consumer Reports damit, die angesprochenen Probleme zu kennen und sie bereits zu beheben. Bei Kia hieß es, die Problematik sei bekannt und durch eine Änderung in der Produktion ebenfalls bereits behoben. Lediglich von Tesla gab es wie üblich keine Stellungnahme, der E-Auto-Hersteller hat seine Presseabteilung inzwischen komplett aufgelöst. Allerdings zeigen auch unsere Testerfahrungen mit dem Tesla Model Y ("Stark, schnell und mies verarbeitet"), dass bei der Tesla-Qualitätskontrolle noch Luft nach oben ist.

Die Kaufempfehlungen von Consumer Reports haben Gewicht in den USA und werden von vielen Verbrauchern als Richtschnur für deren Käufe verwendet. Entsprechend empfindlich trifft es Firmen, wenn von ihren Produkten wie jetzt bei den drei E-Autos abgeraten wird. Etwas kurios wird die Angelegenheit jedoch, wenn Consumer Reports die Sippenhaftung einführt. Mit der Begründung, dass bei hoher Komplexität in der Ausstattung und bei neuen Produkten generell die Fehlerquote voraussichtlich höher sein könnte, wurden auch gleich noch der Porsche Taycan und der Mercedes EQC herabgestuft, ohne entsprechende Erfahrungen zu deren Langzeitqualität zu besitzen.

Hierzu schreibt Consumer Reports wörtlich: "Der Taycan hat uns auf unserer Teststrecke beeindruckt. Wir haben zwar keine ausreichenden Daten von unseren Mitgliedern für den Taycan, aber da die neuen Daten Probleme mit anderen Elektroautos aufzeigen, haben wir unsere Zuverlässigkeitsprognose für das Fahrzeug von durchschnittlich auf unterdurchschnittlich herabgestuft, und der Taycan wird nicht mehr empfohlen."

Im Video: Porsche Taycan gegen Tesla Model S

Generell weist Consumer Reports darauf hin, dass speziell komplett neu eingeführte Modelle überdurchschnittlich häufig mit Mängeln auffallen, vor allem bei einem hohen Grad an elektronischer Zusatzausstattung wie neuen Infotainmentsystemen oder ähnlichem. Ein Urteil, das anhand unserer ersten Testerfahrungen mit dem VW ID.3 nicht gänzlich von der Hand zu weisen ist, das erste Testmodell des VW ID.3 enttäuschte mit unfertig wirkender Software und nachlässiger Verarbeitung (hier der erste Test des ID.3 mit den erwähnten Problemen). Wie neuere Testautos des ID.3 zeigten, wurde hier inzwischen stark nachgebessert.

Consumer Reports belegt die These der unzuverlässigeren Erstlingswerke im Bereich der E-Autos mit anderen Modellen. So seien die bereits seit längerem produzierten Modelle Chevrolet Bolt (in Deutschland als Opel Ampera-e bekannt) und Nissan Leaf aufgrund ihrer Bauzeit und weniger komplexer Ausstattung vertrauenswürdiger als andere E-Autos.

Umfrage

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Wird das Tesla Model Y aus Deutschland besser als die Modelle aus anderen Ländern?
Ja, da glaube ich an den heimischen Wunsch nach guter Qualität.
Nein, gegen das Tesla-Produktionssystem ist auch ein heimischer Facharbeiter machtlos.

Fazit

Verarbeitungsmängel und Fehlfunktionen bei der Software – laut Consumer Reports sind Käufer neuer E-Autos oft als Beta-Tester unterwegs, während sich über eine längere Produktionsdauer eine höhere Produktqualität einstellt. Ein Urteil, das nicht wenige Autokäufer teilen und deshalb gerne erst nach ein bis zwei Jahren Produktionsdauer eines neuen Fahrzeugs zugreifen. Dass Consumer Reports allerdings diese These verwendet, um ohne jede Langzeit-Erfahrung andere Modelle unter Generalverdacht zu stellen und beispielsweise explizit vor dem Kauf eines Porsche Taycan zu warnen, zeugt von Selbstbewusstsein.

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