Reisen mit dem Jaguar I-Pace, Jaguar I-Pace Interieur

Steuererleichterungen sollen Umstieg ankurbeln

Neues Förderpaket für E-Mobilität

Die angestrebte Elektro-Auto-Welle flutet deutsche Straßen noch immer nicht. Die Bundesregierung will mit einem neuen Förderpaket nachhelfen.

Das Fortschreiten der flächendeckenden Elektromobilität könnte man dem Thema entsprechend mit „lädt noch“ umschreiben. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Strategy Analytics sind nur rund ein Prozent aller weltweit produzierten Fahrzeuge rein elektrisch unterwegs. Doch immerhin: In Deutschland sind mit 83.175 Fahrzeugen gute 29.000 Stromer mehr auf der Straße als noch 2018. Bei 64,8 Millionen zugelassenen Kfz sind das bundesweit wiederum nur 0,13 Prozent. Der Bundesregierung ist das zu wenig – deshalb wurde nun ein neues Förderpaket für Elektromobilität verabschiedet.

Sonderabschreibungen von 50 Prozent

Mercedes E-Sprinter Elektro-Transporter
Mercedes
Zusätzlich zur regulären Steuerabschreibung ist nun eine Sonderabschreibung von 50 Prozent der Anschaffungskosten bei elektrischen Lieferfahrzeugen möglich.

Inhaltlich befassen sich die Maßnahmen allerdings nicht nur mit Automobilen. So sollen etwa Jobtickets des Arbeitgebers für den Beschäftigten künftig komplett steuerfrei sein. Dahinter verbirgt sich die Hoffnung, dass mehr Pendler auf Busse und Bahnen umsteigen. Was Autos betrifft, so hält man an der halbierten Besteuerung für Elektro-Dienstwagen (0,5 Prozent des geldwerten Vorteils) fest, und zwar bis 2030. Ohne den Beschluss wäre diese Steuersatz-Minderung 2021 ausgelaufen. Einen weiteren steuerlichen Vorteil gibt es fortan bei der Anschaffung von elektrisch betriebenen Lieferfahrzeugen – hier können Sonderabschreibungen von 50 Prozent auf den Kaufpreis vorgenommen werden. Zusätzlich zur regulären Abschreibung.

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Wer sein Elektroauto oder Plugin-Hybrid beim Arbeitgeber laden kann, war bis Ende 2020 in puncto Stromkosten steuerfrei unterwegs. Die Bundesregierung verlängert nun auch diesen Steuervorteil bis 2030 – auch, wenn es sich nicht um einen Dienstwagen, sondern ein Privatauto handelt. Wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz gegenüber der Funke Mediengruppe äußerte, sollen dank dieses kompletten Maßnahmen-Pakets auch schneller Elektroautos auf dem Gebrauchtwagenmarkt landen. Keine schlechte Idee, denn bis heute sind Elektroautos in der Anschaffung ein überwiegend kostspieliges Unterfangen.

Fazit

Mehr Elektroautos auf deutschen Straßen – dieses Ziel hat die Bundesregierung schon lange ausgelobt. Nun soll also der Kaufanreiz durch neue steuerliche Vorteile erhöht werden. Für den Lieferverkehr keine schlechte Maßnahme, doch Privatpersonen profitieren höchstens, wenn sie ihr E-Auto beim Arbeitgeber laden können. Das wiederum ist eine Frage der Lade-Infrastruktur, und die ist in Deutschland nach wie vor eine Großbaustelle.

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