11/2019, Dekra Elektroauto-Crashtest Nissan Leaf Dekra
11/2019, Dekra Elektroauto-Crashtest Nissan Leaf
11/2019, Dekra Elektroauto-Crashtest Nissan Leaf
11/2019, Dekra Elektroauto-Crashtest Nissan Leaf 4 Bilder

Crashtest der Dekra

E-Autos so sicher wie Verbrenner-Modelle

Im Crashtest der Dekra bestätigten der Nissan Leaf und Renault Zoe das hohe Sicherheitsniveau aktueller Elektroautos. Selbst die Brandgefahr war gering.

Elektroautos sind beim Crash so sicher wie Pkw mit Verbrennungsmotoren. Das ist die Haupterkenntnis des jüngsten Crashtests, den die Dekra zusammen mit der Universität Göttingen in Neumünster durchgeführt hat. Dabei wurden ein Renault Zoe und ein Nissan Leaf der letzten, von 2010 bis 2017 gebauten Generation bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten seitlich und frontal gegen einen Pfahl gecrasht, um einen Aufprall auf einen Baum zu simulieren.

Höheres Tempo als beim EuroNCAP-Test

„Die Schadenbilder aus den Crashtests sind vergleichbar mit denen an konventionell angetriebenen Fahrzeugen“, sagt Dekra-Unfallforscher Markus Egelhaaf. Das Hochvoltsystem der Elektrofahrzeuge habe sich beim Crash jeweils zuverlässig abgeschaltet. Zudem kam es trotz massiver Deformation der Antriebsbatterie in keinem Fall zu einem Brand. „Unsere Versuche bestätigen, dass es keinerlei Grund gibt, sich im Elektrofahrzeug weniger sicher zu fühlen als im konventionell angetriebenen Pkw“, so Egelhaaf.

Dekra Elektroauto-Crashtest Leaf und Zoe
3:05 Min.

Die Dekra crashte die Elektroautos bei teils höheren Geschwindigkeiten, als sie beispielsweise beim EuroNCAP-Test (64 km/h) erreicht werden: Der Zoe kollidierte bei 60 km/h seitlich mit dem Pfahl, der Leaf mit 60 und 75 km/h. Beim Frontalcrash hatte der Japaner sogar 84 km/h drauf. Trotzdem konnten beide Autos ihre EuroNCAP-Bewertung von fünf Sternen bestätigen, wenngleich Dekra-Experte Egelhaaf sagt, dass der seitliche Baumanprall bei derartigen Geschwindigkeiten kaum zu überleben sei. „Das gilt aber für jede Art von Pkw, ganz unabhängig von der Antriebsart.“ Die großen Hersteller von Serien-Elektrofahrzeugen hätten es verstanden, mindestens das gleiche Sicherheitsniveau zu erreichen, das man von Verbrennerfahrzeugen kenne.

Gute Erfahrungen mit der Löschlanze

Auch für Ersthelfer bestehe keine erhöhte Gefahr. Selbst wenn die Batterie in Brand gerät, kann dieser mit einer Löschlanze gut unter Kontrolle gebracht werden. Die Lanze wird von den Feuerwehrleuten direkt ins Akkugehäuse geschlagen, womit praktisch innerhalb des Akkus gelöscht wird, um ein Übergreifen auf andere Batteriezellen zu verhindern. „Die ersten Erkenntnisse mit dem Verfahren sind positiv, für eine endgültige Aussage ist aber weitere Forschung nötig“, sagt Egelhaaf.

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Fazit

Natürlich sehen die Bilder des Elektroauto-Crashtests der Dekra spektakulär aus. Dennoch zeigten die Versuche einmal mehr, dass die große Skepsis gegenüber der Sicherheit von E-Fahrzeugen unbegründet ist. Deren Hersteller erreichen mindestens das Niveau vergleichbarer Verbrennerautos und auch die Rettungskräfte können sich gut auf die neuen Gegebenheiten einstellen.

Verkehr Sicherheit 08/2019, AXA Elektroauto-Crashtest Dübendorf 22.08.2019 Elektroauto-Crashtest im Video Die größte Gefahr sind brennende Batterien

Die AXA hat geprüft, welche Sicherheitsprobleme bei E-Autos auftauchen.

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