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Daimler und BAIC

Die Chinesen wollen mehr Anteile

Die Being Automotive Group (BAIC) ist mit fünf Prozent einer der Großaktionäre beim Autobauer Daimler. Jetzt prüfen die Chinesen eine Verdoppelung ihrer Anteile.

Der chinesische Daimler-Partner BAIC möchte seinen Anteil am deutschen Autobauer aufstocken, meldet die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf Insider. Die Chinesen streben eine Verdopplung ihrer Anteile auf rund zehn Prozent an. Ziel sei es, Geely als größten Einzelaktionär zu überflügeln. Zudem will BAIC einen Sitz im Daimler-Aufsichtsrat.

Erst am Freitag (22.11.2019) hatte Daimler in einer Pflichtmitteilung erklärt, dass die Bank HSBC rund 5,2 Prozent der Stimmrechte direkt und indirekt kontrolliere. BAIC hatte sich in der Vergangenheit bereits des Geldinstituts bedient, um seinen ursprünglichen Anteil an Daimler aufzubauen. Der chinesische Autobauer hatte im Juli fünf Prozent an Daimler erworben. BAIC reagierte damit auf den Geely-Einstieg bei Daimler. Geely hält knapp zehn Prozent am Stuttgarter Konzern und hatte Daimler seinerzeit mit dem Einstieg überrumpelt.

China ist wichtiger Markt für Daimler

Ein Daimler-Sprecher erklärt, der chinesische Markt sei ein entscheidender Erfolgsbaustein für Daimler, sowohl im Vertrieb als auch bei der Produktentwicklung und Produktion. Daimler und Beijing Automotive (BAIC) verbinde eine langjährige strategische Partnerschaft. BAIC hat bislang keine Stellungnahme abgegeben.

Weltweit sind mehr als eine Milliarde Daimler-Aktien im Umlauf. Zu den größten Anteilseignern zählen der Staatsfonds von Kuwait mit 6,8 % (seit 1974), Renault-Nissan (3,1 % mit einer Überkreuzbeteiligung seit 2010) und der chinesische Investor Li Shufu (Geely). Dieser hält über die Firma Tenaciou3 Prospect Investment Limited (seit 2018) den größten Aktienanteil (9,7 %) an Daimler. Im Juli 2019 hatte sich die chinesische BAIC Group mit 5 % der Stimmrechte an Daimler beteiligt. 21,5 % der Daimler-Aktien liegen in den Händen von privaten, 53,9 % bei institutionellen Investoren.

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