07/2020, Ola Källenius Daimler Mercedes CEO Chef Daimler AG
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Daimler mit Mega-Sparplan

Bis zu 30.000 Jobs sollen wegfallen

Der Autobauer Daimler muss wegen der Corona-Krise und der hohen Investitionen in die Elektromobilität noch stärker sparen und will nun deutlich mehr Stellen streichen als bisher bekannt.

Daimler-Chef Ola Källenius hatte schon bei der zurückliegenden Hauptversammlung des Autobauers betont, dass das im Herbst 2019 aufgelegte Sparprogramm verschärft werden müsse. Darin waren – neben einer Vielzahl weiterer Maßnahmen – Einsparungen im Personalbereich in Höhe von 1,4 Milliarden Euro vorgesehen. Die scheinen jetzt allerdings nicht zu reichen. Zunächst wurde über einen Stellenabbau in Höhe von 10.000 bis 15.000 Jobs spekuliert. Jetzt könnten weltweit bis zu 30.000 der insgesamt 300.000 Arbeitsplätze wegfallen – darunter viele im Management. Die endgültigen Details des verschärften Sparplans werden derzeit mit dem Aufsichtsrat besprochen und sollen Ende Juli verkündet werden.

Auch betriebsbedingte Kündigungen denkbar

Bisher setzt Daimler beim Stellenabbau vor allem auf Fluktuation, Altersteilzeit oder Abfindungsangebote. Diese Maßnahmen zielen bisher ausschließlich auf die Verwaltung. Es könne aber sein, sagte Personalvorstand Wilfried Porth, dass sie nun auch auf einzelne Produktionsbereiche ausgeweitet würden, in denen es Überkapazitäten gebe. Zudem schließt der Konzern auch betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. Zwar gebe es mit "Zukunftssicherung 2030" eine Betriebsvereinbarung, die bis zum Ende des Jahrzehnts betriebsbedingte Kündigungen ausschließt, allerdings besagt die auch, dass neu verhandelt werde, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen signifikant verändern. Nun sei man im Gespräch. Dem Betriebsrat warf Porth mangelndes Entgegenkommen vor.

Ola Källenius zieht nach Informationen des Manager Magazins Werksschließungen in Erwägung. Zu den gefährdeten Standorten zählen unter anderem das mexikanische Gemeinschaftswerk mit Nissan, Aguascalientes, sowie die Werke in Brasilien und Südafrika. Auch deutsche Standorte werden in die Überlegungen miteinbezogen; so könnten beispielsweise im Achsen-, Motoren- und Getriebewerk Untertürkheim Produktionskapazitäten verringert werden.

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Fazit

Auch der Autobauer Daimler steckt tief in der Corona-Krise. Ein anspruchsvoller und wohl für die Belegschaft schmerzhafter Sparplan soll den Konzern wieder auf Kurs bringen.

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