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Daimler stoppt Werksausbau

In Kecskemét bleibt vorerst alles beim Alten

Am Produktionsstandort im ungarischen Kecskemét hat Daimler etwa eine Milliarde Euro in einen zweiten Werksteil investiert. Doch der geht vorerst nicht in Betrieb – der Autokonzern will lieber vorhandene Werke besser auslasten.

Der neue Daimler-Chef Ola Källenius hat von seinem Vorgänger Dieter Zetsche und dem Aufsichtsrat eine zentrale Aufgabe übergeben bekommen: sparen, sparen, sparen. Weil das Entwicklungsbudget aber eher aufgestockt werden muss und nicht sofort Stellen abgebaut werden sollen, muss das an anderer Stelle gelingen. Ein Hebel: Die vorhandenen Werke sollen besser ausgelastet werden. Und das hat Folgen für den Standort Kecskemét.

Inbetriebnahme um mindestens ein Jahr verschoben

Dort hat Daimler für etwa eine Milliarde Euro einen zweiten Werksteil errichtet. Dort ist eine flexible Fertigung von Verbrenner- und Elektroautos sowie von Front- und Heckantriebsmodellen möglich; insgesamt könnten dort jährlich 150.000 Autos vom Band rollen. Doch Zetsche und Källenius stoppten die Inbetriebnahme und verschoben diese um mindestens ein Jahr. Es sei kontraproduktiv, bei sinkenden Absätzen neue Kapazitäten aufzubauen, heißt es aus dem Konzern. Lieber will Daimler die existierenden Werke auslasten.

Mit der neuen Produktionsstätte sollten bei Daimler und Zulieferern 2.500 neue Jobs entstehen. Es sollte über einen Karosseriebau, eine Lackiererei, eine Montage und einen Industriepark verfügen. Mit vorbereitenden Maßnahmen begann Daimler bereits 2016. Mercedes fertigt in Kecskemét seit 2012 Kompaktfahrzeuge der Baureihen A-Klasse, B-Klasse und CLA. Seitdem sind dort über 500.000 Fahrzeuge vom Band gerollt.

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