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Das ändert sich 2022 für Autofahrer

Das ändert sich 2022 für Autofahrer Führerschein-Tausch, höhere Spritpreise, härtere Strafen

Mit dem neuen Jahr treten neue Regeln und Vorschriften für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer in Kraft. Hier eine ständig aktualisierte Übersicht zu Führerscheinumtausch, Kraftstoffpreisen, TÜV und Versicherung.

Führerscheinumtausch

Wer zwischen 1953 bis 1958 geboren ist und noch einen rosafarbenen oder grauen Führerschein besitzt, muss das Dokument bis zum 19.1.2022 in einen fälschungssicheren Scheckkarten-Führerschein umtauschen. Wer noch mit dem alten Führerschein erwischt wird, riskiert ein Verwarngeld von zehn Euro und muss den umgetauschten Führerschein dann der Polizei nachträglich vorlegen – sonst gibt es erneut ein Bußgeld.

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Der neue Führerschein ist auf 15 Jahre befristet und kosten 25 Euro. Ab 19.1.2023 müssen Führerschein-Inhaberinnen und -Inhaber aus dem Geburtsjahrgängen 1959 bis 1964 den "Lappen" umtauschen.

Novelle der Straßenverkehrsordnung

Vermutlich schon ab dem 9.11.2021 tritt die Novelle der Straßenverkehrsordnung in Kraft. Sie sieht unter anderem eine deutliche Erhöhung der Verwarn- und Bußgelder bei Tempoverstößen vor. Des Weiteren gibt es teils empfindliche Strafen für das Nichtbilden einer Rettungsgasse und diverse Parkverstöße. Auch die Sicherheit von Radfahrern wird mit neuen Überhol- und Abbiegeregeln verbessert.

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Bußgelder

Masken-Pflicht

Vermutlich ab 2022 müssen Autofahrer Masken im Fahrzeug mitführen – auch nach der Corona-Pandemie. Sie sollen dann Bestandteil des Verbandskastens sein. Die entsprechende Verordnung muss noch ratifiziert werden.

TÜV Plaketten

Wer eine braune "TÜV"-Plakette auf dem Kennzeichen hat, muss 2022 zur Hauptuntersuchung nach § 29 der StVZO. Nach erfolgreicher Prüfung gibt es eine grüne Plakette. Das Fahrzeug muss dann 2024 wieder vorgeführt werden. Für Neufahrzeuge (Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen) gilt eine Drei-Jahres-Frist (orangefarbene Plakette).

HU Plakettenfarben
Holger Wittich
Die Farben der "TÜV"-Plakette in den kommenden Jahren.

Kfz-Versicherung

Ab 2022 ändern sich die Typklasseneinstufungen für die Kfz-Versicherung. Rund neun Millionen Autofahrer sind davon betroffen. Für über ca. fünf Millionen gelten 2022 höhere Einstufungen, 4,2 Millionen Autofahrer profitieren von besseren Typklassen.

E-Auto-Förderung

Vom 1.1.2022 ändert sich die Förderrichtlinie für Hybrid-Fahrzeuge bei der E-Auto-Prämie von Staat und Herstellern. Plug-in-Hybrid-Modelle müssen ab Jahresanfang eine elektrische Mindestreichweite von 60 Kilometern aufweisen, ab 2025 sind es sogar 80 Kilometer. Bisher lag die Reichweite bei 40 Kilometern und einen Maximal-Ausstoß von 50 Gramm CO2 pro Kilometer. Die Emissionsgrenze bleibt weiterhin bestehen.

Plugin-Hybrid
Politik & Wirtschaft

Kraftstoffpreise

Am 1.1.2022 tritt die nächste Stufe der CO2-Bepreisung in Kraft. Eine Tonne CO2 schlägt dann mit 30 Euro zu Buche, was den Spritpreis deutlich erhöht. Entsprechend verteuert sich das Benzin um 8,4 Cent pro Liter, Diesel steigt um 9,5 Cent pro Liter. Um beim Tanken zu sparen, empfehlen wir unsere Mehr-Tanken-App.

Assistenzsysteme

Vom 6. Juli 2022 an sind für alle typgenehmigten Pkw diverse Assistenzsysteme serienmäßig vorgeschrieben. Dazu gehören unter anderem der Intelligente Geschwindigkeitsassistent (oder auch ISA; Intelligent Speed Assistance). Das System warnt den Fahrer, wenn er die geltende Geschwindigkeit überschreitet.

Zu den weiteren Systemen zählen die Black-Box, Notbremsassistent und Notfall-Spurhalteassistent sowie die Vorrichtung für eine alkoholempfindliche Wegfahrsperre. Alle Systeme sind hier im Detail erklärt.

Assistenzsysteme im Auto
Sicherheit

Reise

Die neuen Vignetten für Österreich in der Farbe Marille sind ab Ende November 2021 erhältlich und gelten ab Dezember 2021 bis Januar 2023. Die Preise steigen um die gesetzlich vorgeschriebene Inflationsanpassung um durchschnittlich 1,4 Prozent. So kosten die Pkw-Jahresvignette 93,80 Euro, die Zwei-Monats-Vignette kostet 28,20 Euro und das Zehn-Tages-Pickerl 9,60 Euro. Motorradfahrer bezahlen 37,20 Euro, 14,10 Euro und 5,60 Euro. Die digitale Vignette gibt es ebenfalls in drei Modellen für zehn Tage, zwei Monate oder das ganze Jahr. Diese kann online gebucht werden, mit der Registrierung des Kennzeichens entfällt das Kleben.

Autofahrer, die eine Jahresvignette für die Schweiz brauchen, müssen jetzt 38 Euro bezahlen. Die Vignette kostet in der Schweiz nach wie vor 40 Franken. Sie gilt für Fahrzeug bis 3,5 Tonnen und für 14 Monate – vom 1.12.2021 bis 31.1.2023. Ab 2023 gibt es zu der Klebe-Vignette noch eine elektronische Version zum gleichen Preis.

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Fazit

Das kommende Jahr wird für Autofahrer heftig: Die Strafen steigen ebenso empfindlich wie die Spritpreise. Führerscheininhaber müssen ihren Lappen umtauschen und die E-Autoförderung für Plug-in-Hybride verschärft sich.

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