Elektroautos auf Busspuren

Großstädte gegen den Vorschlag der Regierung

Die Bundesregierung will Elektroautos das Fahren auf Busspuren erlauben.

Die deutsche Bundesregierung will Elektroautos das Fahren auf Busspuren erlauben. Viele deutsche Großstädte lehnen diesen Vorstoß, der als Kaufanreiz für Elektrofahrzeuge dienen soll, jedoch ab.

In Norwegen, wo Elektroautos auf eine weitaus größere Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung treffen als in Deutschland, können die Käufer von zahlreichen Privilegien profitieren. Unter anderem dürfen die Fahrer solch umweltfreundlicher Fahrzeuge Busspuren mitbenutzen, was in Großstädten eine erhebliche Zeitersparnis auf dem Weg zum Ziel bedeuten kann. Die deutsche Bundesregierung will diesem Beispiel folgen und die Anschaffung von Elektroautos anders als durch Kaufprämien fördern.

Privilegien sollen ab dem 1. Februar 2015 gelten

Wie unter anderem "Spiegel Online/dpa" berichtet, plant Verkehrsminister Alexander Dobrindt, ein entsprechendes Gesetz dem Kabinett vorzulegen, sodass es schon am 1. Februar 2015 in Kraft treten könnte. Dieses soll es Kommunen erlauben, Busspuren für Fahrer von Elektroautos und Hybridfahrzeugen freizugeben. Darüber hinaus könnten kostenlose Parkplätze für entsprechende Fahrzeugmodelle zur Verfügung gestellt werden.

Vorschlag trifft auf Ablehnung der Städte

Viele Großstädte sowie der Deutsche Städtetag lehnen diesen Plan allerdings schon jetzt ab. Sprecher der zuständigen Verwaltungen kritisierten den Vorschlag, da sie Störungen im öffentlichen Nahverkehr befürchten. "Eine Behinderung der Massenverkehrsmittel durch relativ wenige Elektroautos ist keine Maßnahme, die verkehrspolitisch gewünscht sein kann," wird beispielsweise ein Sprecher des Bremer Umweltressorts zitiert. Auch Hamburg, Berlin, München, Stuttgart und Köln nahmen eine ablehnende Haltung ein.

Gegenüber "Spiegel Online" kritisierte Ottmar Lell vom Bundesverband der Verbraucherzentralen zudem ein Detail des Vorschlags: Da auch Hybridfahrzeuge mit einer geringen elektrischen Reichweite die Busspuren nützen dürften, profitierten am Ende nicht unbedingt die Fahrer der umweltfreundlichsten Fahrzeuge. Auch Modelle wie der 416 PS starke Porsche Cayenne Plug-in-Hybrid würden durch das Gesetz privilegiert.

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