Erste Umweltzonen eingerichtet

Foto: dpa

Als erste deutsche Großstädte lassen Berlin, Köln und Hannover alle Autos nur noch mit einer Umweltplakette in die Innenstadt. Mit dem Jahreswechsel wurden die jeweiligen Stadtzentren zu "Umweltzonen" erklärt. Ziel ist es, die gefährliche Feinstaubbelastung der Luft zu verringern.

Allein in Berlin haben nach Behördenangaben fast eine Million Autobesitzer bereits eine Plakette gekauft. Die anderen haben noch bis mindestens Ende Januar eine Schonfrist. Erst dann sollen tatsächlich Bußgelder verhängt werden, wenn die Kennzeichnung fehlt.

Aus Rücksicht auf die Umwelt sind im Lauf des neuen Jahres auch in anderen deutschen Kommunen solche Sonderzonen geplant. So sollen bis 1. März in Baden-Württemberg acht Städte folgen, darunter Stuttgart, Mannheim und Tübingen. Frankfurt/Main wird voraussichtlich vom Sommer an nur noch Autos mit Umweltplakette in die Innenstadt lassen. Düsseldorf und die Ruhrgebiets-Städte wollen folgen. Auch Leipzig, Magdeburg, Halle und Gera erwägen dies.

ADAC will klagen

Bei Verstößen gegen die Plaketten-Pflicht werden dann 40 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg fällig. Der Automobilclub ADAC will gegen die Umweltzonen gerichtlich vorgehen. "Wir prüfen in einigen Regionen - allen voran in Berlin - Musterprozesse", sagte ein ADAC-Sprecher der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag".

Feinstaub ist schädlich für die Atemwege und wird nicht nur durch Abgase von Autos, sondern auch von Industriebetrieben und Heizungen verursacht. Zulässig ist eine Überschreitung des EU-Grenzwerts von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft nur an maximal 35 Tagen pro Jahr.

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, sagte der "Süddeutschen Zeitung", in einer Millionenstadt wie Köln oder Berlin brächten Fahrverbote für einige tausend Autos anfangs "nicht allzu viel". Am Ende könnte jedoch eine um fünf bis zehn Prozent geringere Belastung mit Feinstaub stehen. "Wir brauchen weniger Autoverkehr, dafür mehr Fußgänger, mehr Radfahrer und mehr Öffentlichen Personennahverkehr. Davor können wir uns langfristig nicht drücken."

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