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Geplatzter Deal zwischen FCB und BMW

FC Bayern fordert angeblich Schadensersatz

Die geplante Partnerschaft zwischen dem FC Bayern und BMW scheiterte kurz vor dem Vertragsabschluss. Der Münchner Vorzeigeclub fühlte sich verschaukelt. Laut FAS fordert der FC Bayern nun zwischen 10 und 20 Millionen an Schadensersatz.

Neue Details zum geplatzten Deal zwischen dem FC Bayern München und BMW. Einem Bericht der Münchner Boulevardzeitung „tz“ zufolge verscherzte es sich der bayerische Autobauer einen Tag vor Vertragsabschluss mit den Bossen des deutschen Fußball-Rekordmeisters. Kurz vor der Unterzeichnung wollte BMW demnach eine Rücktrittsklausel in den Vertrag einbauen – und fing sich deshalb eine Absage ein.

Rückblende: Direkt nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Mai hatte der FC Bayern die Verhandlungen mit BMW für gescheitert erklärt. Die Bosse des FCB begründeten es mit einer „fehlenden Vertrauensbasis“ und einer plötzlich gestellten „nicht erfüllbaren Forderung“. In einer Erklärung hieß es dazu, dass der FC Bayern über die Gründe dieser Entscheidung „Stillschweigen bewahren möchte“.

Volumen von 800 Millionen Euro

Ursprünglich war vorgesehen, dass BMW als Sponsor und Gesellschafter bei den Bayern einsteigt und Audi ablöst. Die Vereinbarung sollte für die Sparten Fußball sowie Basketball gelten und dem Verein über zehn Jahre ein geschätztes Gesamtvolumen von 800 Millionen Euro einbringen. Eine Summe, die Bayern-Präsident Uli Hoeneß jedoch im März 2019 vehement dementiert hatte. Im Gegenzug sollte BMW die Audi-Anteile an der FC Bayern München AG in Höhe von 8,33 Prozent übernehmen.

Die kurzfristig zerplatzte Sponsoren-Gesellschafter-Partnerschaft könnte ein juristisches Nachspiel haben. Laut der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ fordert der Fußballverein einen Schadensersatz in zweistelliger Millionenhöhe. Die Rede ist von einer Summe zwischen 10 und 20 Millionen Euro.

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Gutes Signal für BMW?

Ein Faktor in den Verhandlungen zwischen dem FC Bayern und BMW war auch der mögliche Start der Partnerschaft. BMW wollte im Fußball-Bereich deutlich vor dem Ende des bis 2025 laufenden Audi-Vertrages aktiv werden, stieß mit diesem Ansinnen beim neuen Audi-Chef Bram Schot allerdings auf Granit. Der betonte, den Vertrag erfüllen zu wollen und gab seinerseits offensichtlich ein deutlich verbessertes Angebot ab. Gerüchte sprachen davon, dass Audi bereit sei, jährlich 60 Millionen Euro an den Münchner Vorzeigeverein zu überweisen. Derzeit jedenfalls sollen der FCB und Audi über eine Vertragsverlängerung verhandeln. Audi hatte sich 2011 für 90 Millionen Euro als dritter Aktionär neben Adidas und der Allianz-Versicherung beim FC Bayern eingekauft.

BMW war beim FC Bayern ins Spiel gekommen, weil sich der Verein unter anderem vor dem Hintergrund der Diesel-Affäre von der VW-Tochter vernachlässigt gefühlt hatte. In der Vergangenheit waren in der bayerischen Landeshauptstadt immer wieder Gerüchte über einen Zusammenschluss zwischen den Bayern und BMW kursiert. Zum Beispiel im Sommer 2018. VW-Chef Herbert Diess wehrte seinerzeit den Angriff ab. Vor dem Hintergrund deutlich schlechter laufender Geschäfte bei BMW und den jüngst von BMW-Chef Krüger angekündigten Sparmaßnahmen kommt der geplatzte Deal dem Autobauer vielleicht gerade recht. Die kolportierten 800 Millionen Euro seien der zum Sparen aufgerufenen Belegschaft nicht zu vermitteln, heißt es aus Unternehmenskreisen.

Fazit

Bevor da überhaupt etwas entstehen konnte, ist die Wunschehe zwischen dem FC Bayern und BMW bereits wieder beendet. Auch künftig fahren die Bayern-Kicker also Audi. Ob es bei dem Prestige-Deal nun um 800 Millionen Euro oder eine Milliarde geht, spielt im Grunde keine Rolle. BMW-Chef Krüger muss seinen Mitarbeitern auf jeden Fall nicht mehr erklären, warum sie sparen sollen, während der Konzern hunderte Millionen Euro an einen Fußballverein überweist. Diesen Diskussionen muss sich wohl Audi-Chef Bram Schot stellen. Mal sehen, wie das bei den Audi-Werkern in Ingolstadt ankommt.

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