02/2018, Flixbus Flixbus

Fernbus-Unternehmen wächst weiter

Flixbus übernimmt Konkurrenten Eurolines

Das Fernbusunternehmen Flixbus weitet sein Angebot in Europa aus. Allerdings werden die Busse des ehemaligen Konkurrenten vorerst unter eigener Flagge weiterfahren.

Mehrere Monate wurde verhandelt, jetzt steht es fest: Flixbus kauft den Konkurrenten Eurolines einschließlich der nur in Frankreich fahrenden Isilines-Busse. Damit wächst das deutsche Fernbus-Unternehmen weiterhin im rasanten Tempo. Nach eigenen Angaben transportierte Flixbus im vergangenen Jahr etwa 45 Millionen Fahrgäste in Europa und den USA und ist damit unangefochtener Marktführer. Die Kaufsumme wurde bisher nicht genannt.

Eurolines gehörte bisher dem französischen Verkehrskonzern Transdev und beförderte zuletzt mit rund 500 Bussen jährlich ungefähr fünf Millionen Reisende. Eurolines fährt mit seinen Bussen Ziele in zahlreichen europäischen Ländern an. Wichtige Ziel sind London, Brüssel, Amsterdam und Barcelona. Übrigens auch weiterhin, denn die Markennamen Eurolines und Isilines sollen vorerst fortbestehen.

Transdev will sich auf Kerngeschäft konzentrieren

Der private Verkehrsriese Transdev beschäftigt 82.000 Mitarbeiter weltweit und ist in 20 Ländern tätig. Nur wenige davon allerdings im Fernbus-Geschäft: Wie Flixbus auch beauftragte Transdev Subunternehmer mit den Fahrten und besaß weder eigene Busse noch wurden Fahrer beschäftigt. Das Unternehmen betreibt die zweitgrößte Schienenfahrzeugflotte in Deutschland. „Die Entscheidung, exklusive Verhandlungen mit FlixBus über die mögliche Veräußerung von Eurolines aufzunehmen, steht im Einklang mit dem strategischen Plan von Transdev“, erklärte Transdev-Geschäftsführer Thierry Mallet beim Start der Verhandlungen dem Handelsblatt. Der Verkauf ermögliche es dem Unternehmen, die Ressourcen auf den Kern des Geschäfts – wie etwa den öffentlichen Nahverkehr – zu konzentrieren.

Flixbus stärkt mit der Übernahme von Eurolines seine Marktposition gegenüber Wettbewerber BlaBlaBus weiter. Das grüne Fernbusunternehmen hatte in den vergangenen Jahren schon andere Wettbewerber wie Postbus und Megabus geschluckt. Es ist inzwischen auch im Bahngeschäft tätig.

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