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Führerscheinfahrprüfung

Automatik soll Standard werden

Das Verkehrsministerium plant eine Regeländerung für die Führerscheinfahrprüfung. Automatikgetriebe sollen in Prüffahrzeugen Standard werden, berichtet der Spiegel mit Bezug auf einen Medienbericht.

Die Verbreitung von Automatikgetrieben in neuen Autos nimmt immer weiter zu. Auch werden Wasserstoff- und Elektroautos nicht per Hand geschaltet. Zudem gibt es viele neue Assistenzsysteme, die nur im Kombination mit einem Automatikgetriebe angeboten werden.

Ein Automatikgetriebe soll deshalb auch in Fahrschulen zum Standard werden. Eine derartige Regelung plane das Bundesverkehrsministerium auf Basis einer geänderten EU-Richtlinie.

Derzeit brauchen Fahrschüler eine zweite Prüfung, wenn sie auf einem Auto mit Automatikgetriebe das Fahren lernen. Dies will das Ministerium ändern. Künftig sollen lediglich einige zusätzliche Fahrstunden und eine vom Fahrlehrer abgenommene Eignungsprüfung nötig sein, um auch mit Handschaltern fahren zu dürfen.

Neuregelung bereits angedeutet

Bereits im Juni 2019 hatte Renate Bartelt-Lehrfeld, Referatsleiterin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), eineNeuerung in Aussicht gestellt, die in eine ähnliche Richtung zielt. Fahrschüler sollen künftig im Anschluss an die Automatikprüfung die Möglichkeit haben, sich zusätzlich mit einem Fahrzeug mit Schaltgetriebe testen zu lassen. Dies könnte eine staatliche Stelle, etwa eine Fahrschule, übernehmen, und der Fahrschüler bekäme direkt einen Führerschein, der ihm trotz Ausbildung auf einem Automatik-Fahrzeug das Führen eines Autos mit Schaltgetriebe erlaubt. Nur Fahranfänger, die die Schalter-Prüfung später ablegen wollen, hätten dann den Eintrag in ihrem Führerschein, der ihnen das für diesen Zeitraum untersagt.

Mehrheit lehnt Automatikprüfung ab

Eine große Mehrheit der Deutschen lehnt eine standardmäßige Führerscheinausbildung auf Automatikwagen aus Sicherheitsgründen ab. So sind vier von fünf Bundesbürgern (79 Prozent) der Meinung, dass Fahranfänger ohne ausreichende Schaltkompetenz eine Gefahr für die Verkehrssicherheit sind. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1.010 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des TÜV-Verbands ergeben. Auch der TÜV-Verband selbst lehnt die aktuell diskutierten Änderungen bei der Führerscheinprüfung ab. Aus Sicht des TÜV-Verbands ist für die Beherrschung eines Schaltwagens ein ausreichendes Fahrtraining notwendig.

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Mit einem vierrädrigen Dreirad etwa dürfen sogar 16-Jährige fahren.

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