Hochmoselbrücke

Mega-Brückenbauwerk eröffnet

Die Hochmoselbrücke bei Zeltingen-Rachtig in Rheinland-Pfalz ist 1,7 km lang und mit 160 Metern die zweithöchste Brücke Deutschlands. Jetzt wird sie für den Verkehr freigegeben.

Die Hochmoselbrücke ist Teil der Bundestraße 50 und der neuen, rund 25 Kilometer langen Hochmoselquerung zwischen dem Hunsrück und der Eifel. Wer großräumiger denkt, sieht in ihr eine Verbindung der Benelux-Staaten mit dem Rhein-Main-Gebiet. Sie spannt sich auf eine Länge von 1.700 Metern und ist mit 160 Metern Höhe die zweithöchste Brücke Deutschlands. Sie ist höher als der Kölner Dom. Noch höher ist nur die Kochertalbrücke auf der A6, die 185 Meter über dem Talboden thront. Während ihrer Bauzeit galt die Mosel-Querung als die größte Brückenbaustelle des Kontinents. Ursprünglich sollte sie bereits 2016 freigegeben werden, der Termin wurde dann aber mehrmals verschoben.

Hochmoselbrücke
Landesbetrieb Mobilität Trier

8 Jahre Bauzeit

Die Bauarbeiten für die Brücke zwischen Ürzig und Zeltingen-Rachtig begannen im Jahr 2011. Die ersten Planungen gab es schon vor gut vierzig Jahren, wurden aber nie umgesetzt. Die Hochmoselbrücke wurde im sogenannten Taktschiebeverfahren mit neuartigen Verschubanlagen gebaut. Hierbei wurden vorgefertigte Brückenteile auf der Hunsrücker Seite montiert und anschließend mittels Pressen und Gleitlagern quer über das Tal geschoben. Insgesamt wurden rund 33.000 Tonnen Stahl verbaut. Die Stützweiten zwischen den zehn Beton-Pfeilern der Balkenbrücke betragen bis zu 210 Meter. Das ist die größte Spannweite weltweit, die jemals im Taktschiebeverfahren bewegt wurde. Der Bund investierte rund 175 Millionen Euro in den Bau der Hochmoselbrücke, 45 Millionen Euro mehr als ursprünglich veranschlagt. Die Kosten für die Gesamtmaßnahmen werden auf 483 Millionen Euro beziffert.

Hochmoselbrücke
Landesbetrieb Mobilität Trier

Viel Kritik für Brücken-Projekt

Politiker von Bund, Land und Region preisen den neuen Mosel-Übergang als wichtiges Infrastrukturprojekt. Die Kritiker sehen eine Verschandelung der Landschaft im schönsten Teil des Moseltals und befürchten Beeinträchtigungen für die angrenzenden Weinbaugebiete. Viele halten die Brücke auch einfach für überdimensioniert. Die Nutzungsprognosen schwanken zwischen 13.000 und 25.000 Fahrzeugen täglich.

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