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Hat die IAA noch Zukunft?

Wie geht's weiter auf der IAA-Baustelle?

IAA 2019

Größer, kleiner, seltener, ganz woanders oder gar nicht mehr? Die IAA muss sich verändern. Aber wie? Anregungen aus der Redaktion von auto motor und sport.

Die IAA 2019 markiert ganz sicher einen Tiefpunkt in der Historie der Frankfurter Messe. Das liegt ganz sicher an der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion rund um das Thema Auto und den damit verbundenen Unsicherheiten, wie die Mobilität der Zukunft aussieht. Das spiegelt die IAA nicht wider und das hat wahrscheinlich seit Jahrzehnten nicht wirklich getan. Ein „weiter so“ kann und darf es nicht geben. Aber wie kann es weiter gehen? Wir haben einfach mal unsere Kollegen gefragt.

In der Redaktion von auto motor und sport herrscht Einigkeit darüber, dass sich die IAA verändern muss. Wie radikal, da wird’s dann sehr vielfältig. Im Kern geht es dann aber vor allem um 4 Themen.

1.) Fläche

Atmosphäre, Genfer Autosalon, Messe, 2014
Stefan Baldauf / Robert Kah
Auf dem Genfer Autosalon zwängt sich die gesamte Auto-Welt in zwei Messehallen. Attraktiv für Besucher und Journalisten.

Nach Meinung fast aller Kollegen darf die Messe gerne kleiner werden. Als Vorbild führen viele den Genfer Autosalon ins Feld, bei dem die gesamte Auto-Welt in zwei Messehallen passt. Dieses Automobil-Destillat ist extrem attraktiv für Besucher und Journalisten. Kein Schritt, ohne an einem neuen Auto vorbeizukommen. Die Erlebnisdichte ist hoch, die Wege kurz. Um attraktiv zu bleiben, muss es der IAA gelingen, die Aussteller in einem Teil des Geländes zu konzentrieren und auch wieder mehr Aussteller auf kleinen Flächen zu akquirieren. Angenehmer Nebeneffekt für die Aussteller: kleinere Flächen sparen Kosten.

2.) Konzept

Ssangyong XLV Concept, Genfer Autosalon, Messe, 2014
Stefan Baldauf / Robert Kah
Autos hinstellen, Hostessen davor platzieren, Gala-Vorabende mit 2.000 Journalisten und geladenen Gästen. Das Konzept funktioniert nicht mehr.

Nicht wenige Kollegen sind der Meinung, dass Besucher und damit auch der Kunde hat auf der IAA noch nie im Mittelpunkt stand, sondern lediglich Zaungast einer Selbstinszenierung sein durfte. Auch 2019 folgt im Grunde dem Prinzip: Autos hinstellen, Hostessen davor platzieren, Gala-Vorabende mit 2.000 Journalisten und geladenen Gästen, Pressetage, Fachbesucher und dann einmal umbauen bitte für das Volk. Die IAA muss weniger eitel werden, zum Mitmachen und Erleben animieren. Vielleicht muss die IAA dazu ja auch noch viel mehr aus den Hallen raus. Nicht umsonst hat die Detroit Motorshow – sicher auch auf Initiative von Ford und mit Blick auf das Festival of Speed in Goodwood – ihr Konzept radikal überarbeitet. Weg vom grauen Winter-Termin hinein in den Sommer. Weg von statischen Premieren in einer Halle, hin zum Open-Air-Event, weg von der Frontalausstellung, hin zur Mitmach-Messe.

3.) Ort

Kommentar von Jochen Knecht zur Zukunft der  IAA
Politik & Wirtschaft

Und wenn Frankfurt einfach nicht mehr das richtige Pflaster ist? Dann kommt immer wieder Berlin in Spiel. Diese Idee gab es bereits, aber die Verträge mit der Messe Frankfurt liefen noch zu lang. Berlin hat inzwischen die Infrastruktur, außerdem sind fast alle Hersteller mit Digital Labs vor Ort. Angeblich soll VW diese Idee im VDA auch unterstützen. Den im Verband vertretenen Unternehmen geht es vor allem darum, weiter ein internationales Event anbieten zu können. Berlin wäre ein Neuanfang. Für alle.

4.) Themen

Mit dem Kunden im Fokus, muss die IAA mehr anbieten, als „nur Autos“. Es geht um eine Mobilitäts-Erlebniswelt sein, ein Mega-Event der den Lifestyle Mobilität feiert.

IAA 2019: Die Highlights

Audi AI Trail Concept, IAA 2019
Audi AI Trail Concept, IAA 2019 Lamborghini Sian, IAA 2019 Opel Corsa-e Rally Concept Hyundai 45, IAA 2019 48 Bilder

Eine Woche Auto-Party: Selbstfahren, Ausprobieren, Kaufen und Verkaufen, Konzerte, Kulinarisches, nachhaltige technische Lösungen zeigen, clevere CO2-Ersparnis feiern, Benzin-und E-Talks bis in die Nacht hinein. Und mittendrin Autohersteller, Verkehrs-Dienstleister und Technologie-Unternehmen. Nicht als Gastgeber, sondern als Partner.

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Raus aus Frankfurt. Berlin wäre gut!
Neustart als Mitmach-Event ohne Prunk & Protz.
Alles. Wir brauchen die Messe gar nicht mehr!
Weniger Autos, mehr Mobilitätsthemen!

Fazit

Egal wie sich die IAA verändert, wir brauchen ein kompakteres und transparentes Format ohne Gigantomanie, das explizit auch Raum für Kritik, Diskussionen und den Wandel der Mobilität lässt. Nicht nur aus Gründen der ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit, sondern weil das Auto alleine die Herausforderungen der Mobilität der Zukunft nicht lösen kann.

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