Jeep Renegade PHEV Plug-in Hybrid FCA
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Jeep Renegade PHEV Plug-in Hybrid 13 Bilder

Jeep Renegade und Compass PHEV, Fiat 500 E

Fiat und Jeep beginnen Elektro-Zeitalter

Anfang 2020 startet der erste Jeep mit Plugin-Hybrid-Antrieb. Ihm sollen zahlreiche weitere FCA-Modelle mit E-Antrieb folgen, darunter der Fiat 500 E

Ausgerechnet ein Jeep läutet bei Fiat-Chrysler das Elektro-Zeitalter ein. Der Renegade PHEV wird das erste Auto des FCA-Konzerns mit Stecker. Das ist allerdings erst der Anfang, denn alleine im kommenden Jahr sollen bereits vier weitere E-Modelle erscheinen. Neben dem Duo Jeep Renegade und dem auf derselben Plattform künftig auch im italienischen Renegade-Werk Melfi gebauten Compass wird der rein elektrisch angetriebene Fiat 500 E auf dem Autosalon in Genf den Startschuss für die Voll-Elektro-Kampagne geben. Neben weiteren Konzernmodellen, unter anderem von Alfa-Romeo, ist im kommenden Jahr auch noch ein elektrisch angetriebener Fiat Ducato zu erwarten.

Jeep Renegade und Compass PHEV beginnen das E-Zeitalter

Der Jeep Renegade PHEV darf als Brückenschlag zwischen beiden Welten angesehen werden. Bei der Konzeption setzten die Entwickler auf ein recht aufwändiges Gesamtpaket, das nicht von allen PHEV-Anbietern erreicht wird. Wichtigstes Detail daran ist die getrennte Aufteilung von E-Antrieb und Verbrenner. Zum Einsatz kommt der bekannte 1,3-Liter T-GDI-Benziner in zwei Leistungsstufen, wie er bereits jetzt beim Renegade angeboten wird. Er übernimmt den Vorderradantrieb. Kombiniert wird der Verbrenner mit einer Elektromaschine an der Hinterachse, womit der Renegade PHEV generell über Allradantrieb verfügt. Die Leistungsdaten der Elektromaschine hat FCA bislang noch nicht genannt, beziffert die Systemleistung jedoch je nach Basismotor mit 190 bis 240 PS.

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FCA
Ausgerechnet zwei Jeep werden die ersten aufladbaren Autos des FCA-Konzerns

Ausreichend flott wird der Jeep Renegade PHEV und sein ebenfalls Anfang 2020 erwarteter Kumpel Jeep Compass PHEV mit dem identischen Antriebslayout also auf jeden Fall. Zusätzlich ermöglicht der elektrische Hinterachsantrieb auch eine Verbesserung der Geländefähigkeit von Renegade/Compass, die ja im Vergleich zu größeren Jeep-Modellen auf eine separate Geländeuntersetzung verzichten müssen. So wird besonders die langsame Fahrt im Gelände durch das ab der ersten Umdrehung verfügbare volle E-Drehmoment maßgeblich unterstützt.

Auch in den Betriebsmodi erlaubt Jeep dem PHEV-Besitzer mehr Auswahl als anderswo. Neben dem Standard-Hybridmodus lässt sich separat der reine Elektrobetrieb einstellen und zusätzlich auch per Knopfdruck Energie für bevorstehende Innenstadtfahrten ansparen. Als weitere Option kann gezielt während der Fahrt die Traktionsbatterie durch den Verbrenner nachgeladen werden. Das ist zwar vom Energieaufwand weniger effizient als das Laden an der Steckdose, kann künftig aber für das Befahren von Verbrenner-Verbotszonen recht hilfreich sein.

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Verschiedene Betriebsmodi lassen sich im Renegade PHEV per Knopfdruck anwählen

Nächster in der FCA-Elektrofamilie wird der rein elektrisch angetriebene Fiat 500, dessen exakte Produkbezeichnung der Konzern noch nicht verraten will. Er debütiert auf dem Autosalon in Genf im kommenden März. Fiat-Chrysler verspricht sich eine Menge von dem neuen Modell, das nicht nur einfach ein umgestrickter 500er sein soll, sondern auf einer komplett neuen E-Plattform basiert. Spannend wird vor allem, wie viele Details der aufsehenerregenden Studie Centoventi im künftigen E-500er steckt.

Fiat Centoventi Concept im Video
4:06 Min.

Die Marke Jeep bereitet ihre Mitarbeiter, die im italienischen Werk in Melfi beschäftigt sind, derweil auf den Einstieg in die Elektrifizierung der Modellpalette vor. Die ersten beiden Baureihen, die als Plugin-Hybride angeboten werden, sind der Renegade und der Compass. Der Renegade PHEV soll Anfang 2020 auf den Markt kommen. Der Jeep Compass wurde bisher – auch für den Verkauf im europäischen Markt – in Mexiko produziert. Der Compass PHEV ist ebenfalls für die Markteinführung im Laufe des kommenden Jahres vorgesehen.

Produktionsstart im ersten Quartal 2020

Für die Produktion von Jeep Renegade und Compass erweiterte FCA die Produktion in Melfi um eine neue Produktionsstraße, auf der beide Modelle und alle Antriebsvarianten auf einer Linie gefertigt werden. Aktuell wird noch in einer Art Trainingsmodus gearbeitet. Der offizielle Start der Produktion ist für das erste Quartal 2020 geplant.

Für die Entwicklung dieses neuen Antriebs wurden mehr als 200 Millionen Euro ausgegeben. Bis 2022 will FCA insgesamt zwölf elektrische Antriebssysteme im Angebot haben, die entweder komplett neu entwickelt werden oder auf vorhandenen Baureihen aufbauen. Darunter soll auch ein batterieelektrisches Elektrofahrzeuge (BEV) sein.

10/2019, Jeep Compass Produktion in Melfi
Fiat-Chrysler
Der PHEV-Antriebsstrang der Jeep-Modelle besteht aus 1,3-Liter-Turbobenziner, Elektromotor und extern aufladbarer Batterie.

Der ehemalige FCA-Boss Sergio Marchionne hatte sich lange Zeit geweigert, die Elektrifizierung der Markengruppe voranzutreiben. Der im Juli 2018 verstorbene Manager vertrat stets die Meinung, er würde den Verkauf von elektrifizierten oder rein batteriebetriebenen Autos erst angehen, wenn diese dann auch mit Gewinn verkauft werden könnten. Es ist anzunehmen, dass dieses Motto zum Teil noch gilt, denn vom Fiat 500X wird es so schnell wohl noch keine Plugin-Hybrid-Variante geben, obwohl dieses Modell ebenfalls in Melfi gebaut wird.

Auch Mirafiori wird für Elektroautos hergerichtet

Im italienischen Schwesterwerk in Mirafiori wird die Produktion des batterieelektrisch angetriebenen Fiat 500 BEV sowie der Hybrid- und Elektro-Modelle von Maserati modernisiert. Unter den geplanten Modellen befinden sich außerdem der Transporter Fiat Ducato Electric und der neue SUV Alfa Romeo Tonale.

Fiat Chrysler Automobiles, der siebtgrößte Automobilhersteller der Welt, plant in den nächsten fünf Jahren neun Milliarden Euro in Elektro- und Hybridautos zu investieren, um die EU-Emissionsvorschriften ab 2021 einzuhalten. Gleichzeitig zum Hochlauf der elektrifizierten Modelle, so FCA, laufen die Varianten mit Dieselmotoren in Europa bis 2021 aus.

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